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LaufenLeichtathletik

Liese Prokop Memorial in St. Pölten: Hürdenläuferin Beate Schrott überzeugt bei schwierigen Bedingungen mit 13,21 Sekunden. Ryan Moseley unterstreicht in 10,36 seine gute Form. U20-EM Limit für Matthias Rebl. Bestzeiten für Jennifer Wenth und Michael Laufenböck.

Österreichs Leichtathleten haben beim 5. Liese Prokop Memorial in St. Pölten mit starken Leistungen aufgezeigt. Obwohl es mit kühlen Temperaturen um 15°C und Gegenwind schwierige Bedingungen für die Sprinter gab, haben Beate Schrott über 100m Hürden und Ryan Moseley über 100 Meter für die Glanzlichter des „Austrian Top Meetings“ gesorgt.

 

Bestzeit und Universiade-Limit für Beate Schrott
Beate Schrott (Union St. Pölten) erzielte schon im Vorlauf mit 13,21 Sekunden (Wind -0,9m/s) über 100 Meter Hürden persönliche Bestzeit und unterbot damit das Limit für die Universiade in Shenzen (13,25). Im Finale bestätigte sie in 13,22 Sekunden diese Leistung und siegte vor der US-Amerikanerin Landria Buckley (13,56), der Schweizerin Clelia Reuse (13,58) und EM-Semifinalistin Victoria Schreibeis (DSG Wien), die in 13,58 Sekunden neue Saisonbestleistung lief. „Ich bin sehr froh über das Universiade-Limit. Ich hätte nicht gedacht, dass ich bei diesen Bedingungen so schnell laufen kann. Das motiviert mich sehr für die nächsten Rennen“, freute sich die Medizinstudentin. Auf das Limit von 13,15 Sekunden für die WM in Daegu und die Olympischen Spiele in London 2012 fehlen der 23-jährigen Medizinstudentin nur sechs Hundertstelsekunden. Vergangenen Samstag hatte sie im deutschen Weinheim bereits hervorragende 13,10 Sekunden erzielt und ist damit sogar unter der Limitmarke geblieben. Nur der minimal zu starke Rückenwind von 2,2m/s (erlaubt sind 2,0m/s) hatte die Anerkennung verhindert (hdsports berichtete bereits).

100m in 10,36: Moseley unterstreicht seine gute Form
Ryan Moseley (Union Salzburg) hat über 100 Meter mit 10,36 Sekunden bei Gegenwind von 0,8m/s seine gute Form unterstrichen. Nur Adrian Griffith von den Bahamas war in starken 10,28 Sekunden vor ihm. „Mit dieser Zeit bin ich zufrieden. Bei guten Bedingungen kann ich schon demnächst unter 10,30 laufen“, kommentierte Moseley, der am Dienstag in Ostrava 10,32 erzielt hatte. „Ich brauche noch einige Starts, um den richtigen Rennrhythmus zu finden. Ich hoffe, dass ich heuer auch öfters unter 10,20 bleiben kann“, so der Hallen-EM Finalist von Paris. Zur WM-Qualifikation für Daegu muss er 10,25 Sekunden schaffen, das Olympialimit für London 2012 steht bei 10,24.

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Hürdensprint der Männer: U20-EM Limit für Matthias Rebl
Über 110m Hürden beeindruckte der US-Amerikaner Jeff Porter mit starken 13,58 Sekunden bei Gegenwind von -1,6 m/s. Hallen-EM Teilnehmer Manuel Prazak (SVS) steigerte an dritter Stelle seine Saisonbestleistung auf 14,37 Sekunden. Für Jubel auf der Union-Sportanlage sorgte auch der 18-jährige Matthias Rebl (SVS). Er erzielte persönliche Bestzeit von 14,30 Sekunden (Hürdenhöhe 99cm) und unterbot damit das Limit für die U20-EM in Tallinn. Sein Fokus gilt auch bei der EM dem Zehnkampf, wo er bereits vor zehn Tagen in Ravne, Slowenien, die Qualifikation geschafft hat.

Jenni Wenth holt mit 800m-Bestzeit Selbstvertrauen
Die noch 19-jährige Jennifer Wenth (SVS) steigerte über 800 Meter ihre persönlicheBestleistung auf 2:07,16 Minuten: „Ich habe mich sehr gut gefühlt, es war ein gutes Tempotraining und gibt Selbstvertrauen für die nächsten Läufe.“ Im Mittelpunkt steht für sie die 1500-Meter-Distanz, wo sie bei der U23-EM in Ostrava gute Figur machen will. „Obwohl die erste Runde mit knapp über 61 Sekunden sehr schnell war, ist es mir sehr leicht gefallen. Schade, dass auf der zweiten Runde alleine vorne gelaufen bin, dadurch war es schwierig.

400m: Olympia-Zweiter siegt klar, Laufenböck nähert sich U20-EM Limit an
Über 400 Meter zog Michael Mathieu, Olympiasilbermedaillengewinner mit der 4x400 Meter Staffel der Bahamas, in 46,37 Sekunden zu einem klaren Sieg. Im Sog des Klassemanns freute sich Nachwuchstalent Michael Laufenböck (IGLA long life) an dritter Stelle über eine neue persönliche Bestzeit von 47,61 Sekunden. Der 20- jährige Oberösterreicher hat damit gezeigt, dass auch das U23-EM-Limit von 47,30 Sekunden in seiner Reichweite liegt. „Ich bin die ersten 200 Meter sehr gut angelaufen, am Schluss gegen den Wind bin ich leider etwas eingegangen.“ Sprint- Ass Mathieu jubelte auch über 200 Meter und lief starke 20,91 Sekunden.

Stabhoch: Doris Auer springt W40-Mastersweltrekord
Im Stabhochsprung steigerte Doris Auer (LCC Wien) den Masters-Weltrekord der Klasse W40 auf 4,01 Meter. Die ÖLV-Rekordhalterin (4,40m im Jahr 2000) und Olympia-Neunte von Sydney 2000 verbesserte ihre eigene Bestmarke in dieser Kategorie um einen Zentimeter. Ebenso überquerte Daniela Höllwarth (LAC Amateure Steyr) 4,01 Meter. Elisabeth Eberl (AT Graz) zeigte im Speerwurf einen soliden Wettkampf mit sechs gültigen Versuchen. Im letzten Durchgang kam sie auf 54,15 Meter. Auf Siegerin Xenia Nagy aus Ungarn fehlten ihr nur 30 Zentimeter. Im Hochsprung setzte Monika Gollner (ATV Feldkirchen) ihre Serie mit 1,80m- Wettkämpfen fort und schaffte als Meetingsiegerin gute 1,81 Meter.

International starke Leistungen
Mit starken Leistungen hat sich das Liese Prokop Memorial auch international in Szene gesetzt. Die Bulgarin Vania Stambolova, Vizeeuropameisterin von Barcelona 2010, erzielte über 400m Hürden mit 54,85 Sekunden die zweitschnellste Zeit einer Europäerin in diesem Jahr. Im Hammerwurf siegte die Ungarin Eva Orban mit Stadionrekord von 68,19 Meter. ÖLV-Rekordlerin Julia Siart (SVS) wurde in 56,03 Meter Zweite. Bei den Männern schaffte der Ägypter Mohamed Mahmoud Hassan 70,04 Meter. Der 19-jährige Ungar Akos Hudi erzielte beachtliche 69,17 Meter.


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