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Seit 2013 führt in der Bundesliga kein Weg an Bayern vorbei.

In der vergangenen Saison sicherten sich der FC Bayern München zum achten Mal in Serie den Meistertitel.

9. Titel in Serie?

Neben dem Triumph in der Champions League und im DFB-Pokal machte der Deutsche Rekordmeister mit dem Sieg im UEFA Supercup das „Quadruple“ perfekt. Angesichts der derzeitigen Dominanz, sowohl national als auch international, scheint es unwahrscheinlich, dass die Münchner Meisterserie in der Saison 2020/21 ein Ende nehmen sollte, zumindest nicht dann, wenn die Saison plangemäß zu Ende gespielt werden kann.

Europas Serienmeister

Sieht man von den zehn DDR-Meistertiteln in Serie von BFC Dynamo (1979 – 1988) ab, ist die Meisterserie von Bayern zumindest in der Bundesliga ein Rekordwert. International betrachtet, benötigen Thomas Müller & Co aber noch etwas Durchhaltevermögen, um den Bestwert zu brechen. In den höchsten Spielklassen Europas hält seit 2004 Skonto Riga den Rekord. Die Letten blieben zwischen 1991 und 2004 ungeschlagen. Ebenfalls 14 Jahre in Folge war Lincoln Red Imps FC die stärkste Mannschaft Gibraltars (2003 – 2016).

Aktuell halten Celtic Glasgow (Schottland), Ludogorez Rasgrad (Bulgarien) und Juventus Turin (Italien) mit jeweils neun Meistertitel seit 2012 die Bestleistung. Dicht dahinter folgt Bayern mit acht Erfolgen in Serie.

Die längsten aktuellen Meisterserien in Europa

1.   Celtic Glasgow (Schottland) – 9 Meistertitel (2012 – 2020)
      Juventus Turin (Italien) – 9 (2012 – 2020)
      Ludogorez Rasgrad (Bulgarien) – 9 (2012 – 2020)

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4.   FC Bayern München (Deutschland) – 8 (2013 – 2020)

5.   APOEL Nikosia (Zypern) – 7 (2013 – 2019)*
       FC Red Bull Salzburg (Österreich ) – 7 (2014 – 2020)

* Saison 2019/2020 abgebrochen

Dortmund und Leipzig jagen die Bayern

In den vergangenen Jahren etablierte sich meist Dortmund als der erste Jäger von Bayern. Nachdem der BVB 2010/11 und 2011/12 zwei Mal in Serie Meiste wurde, belegte man in den folgenden acht Spielzeiten fünf Mal den 2. Platz.

So richtig knapp war es zu Saisonende aber fast nie. In diesen acht Spielzeiten hatte Bayern nur einmal einen Punktepolster von weniger als zehn Zählern. 2018/19 konnte der mittlerweile 30-fache Meister erst am letzten Spieltag den Titel fixieren, nachdem Dortmund bis zum 27. Spieltag noch auf Tabellenposition 1 lag und nach der Hinrunde sogar sechs Punkte Guthaben hatte. Eine für Bayerns Verhältnisse schwache Hinrunde ist allerdings ohnehin kein Grund zu verfrühter Hoffnung auf ein Ende der Meisterserie, denn in der vergangenen Saison lag der FCB nach 17 Runden gar nur auf Rang 3, nach 34 Runden betrug der Vorsprung auf den Zweiten Dortmund hingegen satte 13 Punkte.

Bayerns Punktepolster auf den Vizemeister

SaisonPunkte BayernVizemeisterPunkte VizemeisterDifferenz
2012/13 91 Dortmund 66 25
2013/14 90 Dortmund 71 19
2014/15 79 Wolfsburg 69 10
2015/16 88 Dortmund 78 10
2016/17 82 Leipzig 67 15
2017/18 84 Schalke 63 21
2018/19 78 Dortmund 76 2
2019/20 82 Dortmund 69 13

 

Leipzig im 5. Jahr zum 1. Titel?

Neben Dortmund könnte vor allem RB Leipzig zum ernsthaften Jäger der Bayern werden. Nach dem Aufstieg in der Saison 2015/16 ist es nun die fünfte Saison in der höchsten Spielklasse. Gleich bei der Bundesliga-Premiere in der Spielzeit 2016/17 überraschte Leipzig als Vizemeister. Auch in den folgenden drei Meisterschaften erspielten sich die Sachsen als Sechster, Dritter und Dritter zumindest einen Europacup-Startplatz. Nach dem sensationellen Einzug in das Semifinale der Champions League könnte Leipzig womöglich zum Spielverderber der Münchner Meisterserie werden.

Hwang und Sörloth sollen Werner ersetzen

Bleibt fraglich ob Leipzig den Abgang von Offensivkraft Timo Werner verkraften kann. Mit dem Norweger Alexander Sörloth und dem Südkoreaner Hee-chan Hwang bekam Julian Nagelsmann zumindest vielversprechende Offensivpower. Hwang scorte vergangene Saison mehrfach in der Champions League für Salzburg, Sörloth holte sich 2019/2020 mit 24 Liga-Treffern bei Trabzonspor gar die Torjäger-Kanone.

Bayern noch stärker?

Doch auch Bayern konnte seinen Kader großteils halten, ja sogar verstärken. Die ohnehin schon herausragende Offensive wurde mit Leroy Sané zusätzlich verstärkt. Die namhaften Abgänge von Thiago, Ivan Perisic und Philippe Coutinho sollten so zu verkraften sein. Der Saisonstart war jedenfalls sehr vielversprechend und deutet stark daraufhin, dass Bayern seine Rekordserie um ein weiteres Jahr verlängert.


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