Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv
 

In weniger als zwei Monaten wird die Gruppenphase der Champions-League-Saison angepfiffen und am 30. Mai 2020 im Atatürk-Stadion in Istanbul gipfeln.

Damit ist es Zeit für einen vorläufigen Faktencheck der Favoriten.

Liverpool: Kloppos Mission Titelverteidigung

Die Konkurrenz des Champions hat hoch aufgerüstet. Umso erstaunlicher, dass sich der Klub auf dem Transfermarkt bislang vollständig zurückhielt. "Wir haben im Frühling den Titel in Europa geholt und nur knapp die Meisterschaft in der Premier League verpasst. Daher müssen wir niemanden verpflichten", äußerte sich Chefcoach Jürgen Klopp zuletzt. Die Aktivitäten würden sich in diesem Jahr primär darauf beschränken, den Kader zusammenzuhalten und Vertragsanpassungen vorzunehmen. In der Trainingsarbeit könne man sich somit direkt der Feinabstimmung widmen, was sich auf dem Platz in einer starken Frühform materialisiert: So setzte sich Klopps Team im Rahmen der USA-Reise zuletzt mit 3:2 gegen den deutschen Vizemeister Borussia Dortmund durch. Auf der anderen Seite werden die Augen natürlich dennoch offengehalten. Das neueste Gerücht dreht sich somit mal wieder um eine Rückholaktion von Philippe Coutinho, der vor 18 Monaten zum FC Barcelona wechselte, sich dort aber nicht durchsetzen konnte.

FC Bayern: Das lange Warten auf Sane

Der deutsche Serienmeister befindet sich indessen mitten in der zweiten Phase des Kader-Umbruchs. Weltmeister Pavard, Rekordeinkauf Hernandez und Sturm-Talent Arp sind schon da. Um den Abgang der hochkarätigen Flügelzange Ribery und Robben zu kompensieren, sollen aber noch weitere Soforthilfen verpflichtet werden. Die Wunschlösung strapaziert die Geduld der Münchener Macher aber erheblich: Nationalspieler Leroy Sane (Manchester City) spielte unter Pep Guardiola beim englischen Meister in der Rückrunde keine tragende Rolle mehr und verlangt nach höhere Einsatzzeiten. Der Katalane hat seine Kaderplanung jedoch noch nicht abschlossen und will dem pfeilschnellen Stürmer daher noch keine Freigabe erteilen. Dabei sollte der Ex-Schalker den Königstransfer des Rekordmeisters repräsentieren. Goalgetter Lewandowski warnt bereits: "Mit dem aktuellen Kader wird es schwierig, die gesteckten Ziele zu erreichen. In den vergangenen zwei Jahren wurde hier kein großer Transfer realisiert."

Real: Ist Pogba der Schlüssel für Titel Nummer 14?

Auf Klublegende Zinedine Zidane warten in Madrid ähnliche Aufgaben: Der Abgang von Superstar Ronaldo zu Juventus Turin konnte im vergangenen Jahr nicht adäquat kompensiert werden. So stecken die Königlichen zurzeit im größten Umbruch der Klubgeschichte: Eder Militao, Ferland Mendy, Rodrigo, Eden Hazard und Frankfurts Stürmer Luka Jovic sind schon da und verschlangen Ablösesummen von über 300 Mio. Euro. Und die Planungen sind noch nicht abgeschlossen. So gilt Paul Pogba (Manchester United) als Wunschkandidat für die offene Planstelle im zentralen Mittelfeld. Dass der britische Rekordmeister dafür 170 Mio. Euro Entschädigung fordert, scheint in der spanischen Hauptstadt niemanden zu beunruhigen. Das Gegenteil trifft zu: Die Situation bietet die Gelegenheit, Altlasten wie Llorente, Kovacic und Gareth Bale auf den Markt zu werfen. Mit deren Verkäufen sollen um die 300 Mio. erzielt werden. Angebote sind bis dato allerdings Mangelware.

Barcelona: Das Imperium schlägt zurück

Beim Dauerkonkurrenten ist man da schon einen Schritt weiter: Weltmeister Griezmann kam von Atletico und soll den alternden Superstar Lionel Messi unterstützen. Experten stufen die Verpflichtung von Amsterdams de Jong perspektivisch jedoch wesentlich höher ein. Schließlich wollte sich halb Europa die Dienste des Shootingstars der vergangenen Champions-League-Saison sichern. Dass der erfolgreichste Klub der letzten 15 Jahre auf der europäischen Bühne aber auch schon in diesem Jahr wieder ganz oben angreifen möchte, verdeutlichen die Bemühungen um die Rückholaktion von Superstar Neymar: Vor zwei Jahren wechselte er für die Rekordsumme von 222 Mio. Euro in die französische Hauptstadt und soll nun für 100 Mio. plus zwei Kaderspieler des spanischen Meisters zurückkommen. PSG darf dabei unter den aussortierten Malcom, Semedo, Rakitic und Coutinho wählen. Dagegen wurde Dembele von der Liste gestrichen, da man hofft, ihn für eine dreistellige Millionensumme an den FC Bayern verkaufen zu können.

Trotz Wirbel um Sane: Guardiola und ManCity Topfavorit

Aus der Sicht der Buchmacher zählt der Klub aus der katalanischen Hauptstadt in diesem Jahr somit wieder zum engeren Favoritenkreis um den Champions-League-Titel. Mit einer durchschnittlichen Quote von 6.5 steht er hierbei jedoch nicht an der Spitze aller Dinge. Dort hat sich der englische Meister (5.0) festgesetzt, weil Guardiola seinen dritten Titelgewinn nach drei gescheiterten Anläufen nun mit aller Macht anstrebt. Der Titelverteidiger (8.0) und Real (9.0) folgen auf den Plätzen drei und vier. Beim deutschen Rekordmeister (11.5) hat sich dessen zögerliche Transferpolitik dagegen deutlich in der Quote der Buchmacher niedergeschlagen.

Wer dennoch auf Manuel Neuer und Co. als strahlenden Sieger von Istanbul setzen möchte, sollte im Vorfeld die ausgelobten Quoten vergleichen.

Das ist leichter gesagt, als getan: Der internationale Sportwettenmarkt zählt zurzeit zu den Branchen mit den größten Wachstumsraten. So wurden 2017 nur in Deutschland 7,7 Mrd. Euro auf den Ausgang von Sportereignissen gesetzt. Um eine Vorauswahl zwischen den inzwischen zahllosen Anbietern zu treffen, bieten daher auch seriöse Testportale, wie z.B. wettbonus360.com ihre Einschätzung bezüglich deren Kundenservice, der Zahlungsmoral, dem Datenschutz und der allgemeinen Transparenz an.


Kommentar schreiben