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Die Gefahr einer Sucht wird immer wieder erwähnt, wenn es um Glücksspiele geht.

Das Problem dabei ist vor allem, dass es zwar wissenschaftliche Studien zum Thema Spielsucht gibt, die meisten Menschen lassen sich davon jedoch nicht oder nur wenig beeinflussen. Zu Glücksspielen haben viele Menschen eine relativ eindeutige Meinung, die sich kaum verändern lässt.

Einige Menschen lieben solche Spiele, die von Tischspielen im Casino bis hin zu Lotterien oder Sportwetten reichen, andere verteufeln sie hingegen komplett und würden am liebsten alle Glücksspiele verbieten. Deshalb lohnt es sich, Fragen zu stellen, bei denen hinter die Kulissen der Branche geschaut wird. Wie schnell Spieler tatsächlich wettsüchtig werden, ist ein wichtiger Aspekt.

Internet macht Zugang leicht

Dank des Internets haben sich Glücksspiele aller Art in den vergangenen Jahren sehr weit verbreitet. Während die Umsätze im Bereich solcher Spiele gar nicht besonders stark gewachsen sind, haben sich Anbieter von Glücksspielen im Internet einen immer größeren Teil des Marktes erarbeitet. Dabei spielt natürlich der einfache Zugang eine große Rolle. Heute ist es ganz leicht möglich, vom eigenen Computer oder sogar vom Smartphone aus seine Einsätze zu platzieren. Dazu muss man sich lediglich eine Sportwetten oder Casino App herunterladen, sich in seinem Konto anmelden und ein wenig Guthaben auf das Konto beim jeweiligen Anbieter überweisen – schon sind die ersten Einsätze möglich.

Spielsucht als Problem

Aufgrund des leichten Zugriffs auf Sportwetten und andere Glücksspiele haben in der jüngeren Vergangenheit auch Diskussionen über eine mögliche Spielsucht immer mehr Aufmerksamkeit gefunden. Zudem ist es für die meisten Staaten, in denen ein staatliches Monopol auf Glücksspiele herrscht, sehr schwer, die verschiedenen Anbieter zu überwachen. Im Internet können diese schließlich mit einer Lizenz aus einem Land auf ganz unterschiedlichen Märkten aktiv sein. Die Prävention von Spielsucht ist somit deutlich komplizierter geworden. Darüber hinaus nutzen Spieler oft andere Alternativen, wenn eine Art des Glücksspiels verboten oder zumindest erschwert wird.

Problem nicht allein betrachten

Natürlich ist eine mögliche Wettsucht ein großes Problem für die Betroffenen. Selbst bekannte Sportler wie der ehemalige deutsche Fußball-Nationalspieler Dietmar Hamann waren schon davon betroffen und haben in der Öffentlichkeit von ihren Erfahrungen berichtet. Das Problem sollte man jedoch nicht isoliert betrachten. Wer von einer Wettsucht betroffen ist, hat oft auch Probleme in anderen Bereichen. Viele Spieler leiden unter mehreren Süchten zur gleichen Zeit oder haben in der Vergangenheit schon einmal eine andere Form der Sucht überwunden. Das zeigt, dass bei manchen Menschen das Suchtpotenzial allgemein deutlich höher als bei anderen ist, was natürlich auch im Rahmen einer Behandlung eine wichtige Rolle spielt.

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Keine allgemeine Antwort

Die Frage, wie schnell man tatsächlich wettsüchtig werden kann, lässt sich deshalb nicht allgemein beantworten. Hier kommt es sehr auf den Einzelfall an, schließlich ist die Suchtgefahr bei Menschen sehr unterschiedlich. Zudem schaffen manche Spieler es, ein als problematisch erkanntes Verhalten allein abzustellen, andere benötigen dabei Hilfe aus dem Kreis von Freunden und Verwandten oder sogar von Fachleuten. Wer häufig spielt, sollte deshalb auf die Warnzeichen achten, über die man im Internet mehr lesen kann. Ein problematisches Verhalten muss schließlich nach Möglichkeit schon früh adressiert werden.


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