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Breiter Grieskogel Skitour: Eindrucksvolle Rundtour ab Niederthai
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Beschreibung
Der Breite Grieskogel (auch "Breite Grießkogel") ist ein herausragender Skitourengipfel in den Stubaier Alpen, der über mehrere anspruchsvolle und landschaftlich reizvolle Routen erreichbar ist.
Mit seinen 3.287 Metern zählt der Breite Grieskogel zu den markanten Zielen der Region und überzeugt nicht nur durch Höhe, sondern auch durch eine beeindruckende Rundumsicht. Bei klaren Bedingungen reicht der Blick weit über die Stubaier Alpen hinaus bis zu den Ötztaler und sogar zu den Dolomiten. Wer also oben steht, bekommt nicht nur ein Gipfelerlebnis, sondern ein Panorama serviert, das locker als Postkartenmotiv durchgeht.
Geologisch betrachtet bewegt man sich hier im Hochgebirge mit Gletschereinfluss, wobei der Grasstallferner ein besonders prägendes Element der Tour darstellt. Trotz seiner imposanten Erscheinung ist er vergleichsweise gutmütig und ermöglicht eine genussvolle Abfahrt, sofern man die richtige Spur erwischt und nicht plötzlich im kreativen Freestyle-Modus endet.
Die wohl spannendste Variante ist eine Überschreitung mit Start und Ziel in Niederthai. Der Aufstieg führt über die Schweinfurter Hütte und das lange Zeit sehr flache Zwiesebachtal zum Zwieselbachjoch, von wo man auf die südliche Aufstiegsroute (via Winnebachseehütte) trifft. Im Schlussteil folgen zwei knackige Steilstufen, die den Puls noch einmal in die Höhe treiben, bevor der 3.287 Meter hohe Gipfel erreicht wird.
Nach fast 15 Kilometern Aufstieg und über 1.700 Höhenmetern folgt die verdiente Belohnung: eine lange, abwechslungsreiche Abfahrt über den Grasstallferner und das Grastal. Kurz unterhalb des Gipfels führt eine Scharte auf den weitläufigen, flachen Gletscher, über den man die nächsten zehn Kilometer Richtung Niederthai gleitet.
Exakte Beschreibung der Skitour auf den Breiten Grieskogel
- Start beim großen Parkplatz in Niederthai auf etwa 1.550 Metern Höhe
- Die ersten gut 5 km verlaufen entlang der Rodelbahn bzw. Forststraße im Horlachtal bis zur Schweinfurter Hütte. Perfekt zum Einrollen oder zum ersten inneren Zweifel, ob man sich die Länge der Tour wirklich gut überlegt hat.
- Dort auf etwa 2.030 Metern Höhe leitet der Weg nach rechts in das Zwieselbachtal. Es bleibt weiterhin lange flach. Sehr flach. So flach, dass man sich fast fragt, ob man überhaupt noch bergauf geht.
- Erst nach rund 12 km auf etwa 2.700 Metern Höhe folgt eine Steilstufe zum Zwieselbachjoch auf 2.868 Metern Höhe. Die letzten Meter können je nach Bedingungen Tragepassagen erfordern. Ja, genau dieser Moment, wo Ski plötzlich erstaunlich schwer werden.
- Am Zwieselbachjoch angekommen fährt man ein paar Meter bergab, ehe man auf die Route von der Winnebachseehütte trifft.
- Nun folgt der Schlussabschnitt Richtung Westen zum Grieskogelferner.
- Nach einer kurzen Steilstufe befindet man sich bereits direkt unter dem Gipfel. Noch einmal folgt eine kurze, aber intensive Steilstufe, bevor man über einen Rechtsbogen den Gipfel erreicht.
- In der Regel ist ein Aufstieg mit Skiern bis zum Gipfel des Breiten Grieskogel möglich. Nur wenige Meter daneben befindet sich eine Wetterstation. Praktisch, falls man sich über den Wind beschweren möchte.
- Vom Gipfel führt ein kurzes Stück entlang des Aufstiegs zurück, ehe man nach links zu einer Scharte auf etwa 3.200 Metern Höhe quert.
- Über diese Scharte gelangt man direkt auf den breiten und flachen Grasstallferner.
- Dort gleitet man rund 200 Höhenmeter sanft bergab und passiert links einen Eisbruch. Anschließend scharf nach links in eine breite Rinne und weiter Richtung Westen, ehe man rechts vom Grasstallsee den Blick ins Grastal öffnet. Ab hier meist logisch und hoffentlich elegant ins Tal abfahren.
- Im Grastal sanft bergab Richtung Norden zurück nach Niederthai. Auf etwa 1.900 Metern Höhe entweder über eine Forststraße retour (mit kurzem Gegenanstieg) oder direkt durch den Wald ins Fotschertal. Von dort führt die Rodelbahn zurück zum Ausgangspunkt.
Varianten-Tipps für Skitourengeher mit guter Kondition:
- Vom Gipfel etwa 300 Höhenmeter auf dem Aufstiegsweg bergab Richtung Zwieselbachjoch und anschließend erneut aufsteigen. Dann direkt zur Scharte des Grasstallferners.
- Am Grasstallferner kann man links auf einen höhere gelegenen Punkt des Gletschers auf etwa 3.100 Metern Höhe aufsteigen (ca. 150 Höhenmeter) und von dort erneut abfahren. Bonusmeter für alle, die noch nicht genug haben.
Alternative Skitourenrouten zum Breiten Grieskogel:
- Aufstieg und Abfahrt über das Zwieselbachtal. Persönlich nicht empfehlenswert, da dann auch in der Abfahrt lange flache Passagen inklusive Schiebestellen dominieren.
- Aufstieg und Abfahrt über das Grastal. Anspruchsvoller und lawinenanfälliger, da das Tal von steilen Hängen umgeben ist. Daher eher als Abfahrtsvariante sinnvoll.
- Zwischen Grastal und Zwieselbachtal ist auch eine Route über das Larstigtal möglich. Technisch anspruchsvoll durch eine kurze Kletterpassage an der Larstigscharte, die durch Ausaperung zunehmend schwieriger wird.
- Aufstieg und oder Abfahrt über die Winnebachseehütte von Süden.
Meine persönliche Empfehlung ist ganz klar die hier beschriebene Rundtour. Sie bietet maximale Abwechslung, landschaftliche Highlights und mit der Schweinfurter Hütte auch die Möglichkeit, das Ganze entspannt auf zwei Tage aufzuteilen. Oder zumindest so zu tun, als wäre es entspannt.
Streckenplan:
Schwierigkeit der Skitour
Die größte Herausforderung ist die Länge der Tour. Als Tagestour nur bei sehr guter Kondition empfehlenswert. Aber auch als Zweitagestour anspruchsvoll, da bereits der Weg ab der Schweinfurter Hütte aufgrund der Länge nicht zu unterschätzen ist.
Technisch ist der Aufstieg größtenteils einfach. Der Anstieg zum Zwieselbachjoch ist im oberen Bereich steil. Die beiden Steilstufen vor dem Gipfel sind kurz, aber fordernd.
In der Abfahrt im Bereich des Grasstallferners ist gute Orientierung gefragt. Zu weit nach rechts und man landet schneller als geplant im kreativen Gelände.
Lawinengefahr
Nur bei sicheren Verhältnissen empfehlenswert. Sowohl im Aufstieg als auch in der Abfahrt bewegt man sich häufig unter steilen Flanken, meist jedoch mit ausreichendem Abstand. Kritischer ist die erste Steilstufe am Grieskogelferner, die üblicherweise von links nach rechts gequert wird.
Exposition: Nahezu alle Himmelsrichtungen. Zwieselbachtal überwiegend Nord, Steilstufe zum Zwieselbachjoch Nord bis Nordost, Gipfelanstieg Ost, Abfahrt Ost und im Grastal Nord.
Empfohlene Ausrüstung
Klassische Skitourenausrüstung mit LVS, Schaufel, Sonde und Helm. Harscheisen können insbesondere am Zwieselbachjoch und im Gipfelanstieg hilfreich sein. Gletscherausrüstung ist in der Regel nicht erforderlich.
Ausreichend Verpflegung und Flüssigkeit sind Pflicht. Diese Tour verzeiht keine halb gefüllten Rucksäcke oder optimistische Snackplanung.
Beste Jahreszeit
Bei guter Schneelage ab Februar möglich, wenn die Gletscher ausreichend bedeckt sind. Meist bis April oder sogar Mai machbar, wobei im Horlachtal bereits schneefreie Abschnitte auftreten können.
Anreise und Parken
Über die B186 Ötztalstraße zwischen Umhausen und Längenfeld auf die L238 nach Niederthai. Am Ortsende befindet sich ein gebührenpflichtiger Parkplatz. Öffentliche Anreise ist möglich, jedoch mit eingeschränkter Busfrequenz.
Alle Informationen: Breiter Grieskogel Skitour von Niederthai
- Abschnitte durch Wälder
- Als Zweitagestour mit Hüttenübernachtung möglich
- Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis zum Talort möglich
- Einkehrmöglichkeit(en) entlang der Route
- Helm zu empfehlen
- Kostenpflichtiges Parken oder Maut
- Mit Gletscherkontakt
- Rundtour
- Abfahrt direkt vom Gipfel möglich
- Aufstieg mit den Skiern bis zum Gipfel möglich
- Frühjahrsskitour
- Für Schneeschuhwanderer nicht empfehlenswert
- Gletscher-Kontakt (in der Regel ohne Seil begehbar)
- LVS-Set erforderlich
Route (GPX-Strecke): Breiter Grieskogel Skitour von Niederthai
Hotel oder Unterkunft in Niederthai
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