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Cherra Neire Wanderung: Geheimtipp im Wallis mit Wow-Ausblick
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Beschreibung
Die Cherra Neire – nie gehört? Keine Sorge, du bist nicht allein. Der 2.985 Meter hohe Gipfel gehört definitiv nicht zu den Berühmtheiten der Walliser Alpen. Und genau das macht ihn so charmant: Während sich die Massen auf die „Stars“ wie Matterhorn und Weisshorn stürzen, genießt man hier Ruhe, Panorama und ein Stück Abenteuer fast für sich allein.
Die Cherra Neire liegt zwischen der mächtigen Dent Blanche und der eleganten Dent d’Hérens – beides Viertausender, die schon beim Anblick den Nacken ein wenig in die Überstreckung zwingen. Die Region ist geprägt von urigen Hüttendörfern, weiten Alpenwiesen und einer alpinen Kulisse, die so beeindruckend ist, dass man gelegentlich vergisst, weiterzugehen. Historisch gesehen war die Gegend über Jahrhunderte von Almwirtschaft geprägt. Heute ist sie ein kleines Eldorado für Wanderer, die lieber ein stilles Panorama genießen, anstatt auf ausgetretenen Pfaden im Stau zu stehen.
Und das Beste? Der Aufstieg ist konditionell zwar fordernd, aber technisch weitgehend unkompliziert – perfekt also für alle, die einen „Wow-Moment“ ohne Klettereinlagen erleben wollen. Einfach gesagt: Ein Gipfel, der nicht nach Heldentum schreit, sondern mit einem freundlichen „Komm hoch, das schaffst du locker!“ winkt.
In Summe werden weniger als 1.300 Höhenmeter und rund 15 km zurückgelegt.
Route für die Bergtour auf die Cherra Neire
- In La Forclaz südlich von La Sage befindet sich ein großer, gebührenpflichtiger Parkplatz.
- Kurz auf einer Asphaltstraße Richtung Nordosten aufsteigen und dann rechts dem Wanderweg (Chemin de Moto) folgen.
- Der erste Teil führt durch einen Wald. Wer Bäume zählen möchte, sollte sich ein Notizbuch mitbringen – es sind viele.
- Auf 2.100 Metern Höhe erreicht man das idyllische Hüttendorf Mayens de Bréona. Kurz darauf folgen weitere Hütten, bevor sich auf 2.200 Metern Höhe die Landschaft endlich öffnet und freie Sicht auf die Bergwelt bietet.
- Ein gemütlicher Abschnitt führt nun flach bis auf etwa 2.600 Meter. Zeit, die Beine zu lockern und vielleicht über Kuchen nachzudenken.
- Ab hier zieht der Weg an: steiler Anstieg zum Col de Bréona (ca. 2.900 Meter). Ein kleiner Schweißtropfen darf hier als Gipfel-Opfer fallen.
- Am Col links abbiegen und in wenigen Minuten steht man tatsächlich oben: Cherra Neire, 2.985 Meter. Kein Applaus, aber ein Panorama, das Standing Ovations verdient.
- Der Blick reicht auf die Dent Blanche und Dent d’Hérens – zwei Gipfel, die so formschön sind, dass man glatt ein Selfie vergisst.
- Abstieg: rechts knapp unterhalb des Grates Richtung Col du Tsaté. Der Abschnitt ist ausgesetzt, aber bei guter Konzentration nicht lebensgefährlich – außer man beschließt, die Aussicht statt den Boden zu beobachten.
- Am Col du Tsaté (2.868 Meter) nach links wieder talwärts. Keine Sorge, der steilste Teil ist geschafft.
- Auf ca. 2.450 Metern erreicht man eine große Alm. Hier gibt es die Wahl: klassischer Wanderweg oder Forststraße. Beide führen bergab, keiner führt zur nächsten Bar – die kommt später.
- Einkehr-Tipp: Die „Buvette du Tsaté“. Kalte Getränke, Kuchen und ein Platz, an dem man sich fragt: Warum eigentlich nicht öfter hierher?
Hinweis: Die Runde funktioniert auch in umgekehrter Richtung. Wer’s also gerne andersrum mag – bitte sehr.
Bike & Hike Tipp: Ein paar Höhenmeter lassen sich mit dem Mountainbike abkürzen. Wer’s clever macht, kombiniert Schweiß mit Sattel – und spart sich ein Stück Aufstieg.
Streckenplan:
Schwierigkeit Cherra Neire
Die Tour ist fast durchgehend einfach. Anspruchsvoll sind nur zwei Stellen: der Anstieg zum Col de Bréona (konditionell) und der Abstieg vom Gipfelgrat Richtung Col du Tsaté (mental). Bergerfahrung ist hier Gold wert. Für absolute Anfänger empfiehlt sich, den Aufstiegsweg auch zurückzugehen.
Empfohlene Ausrüstung
Bei trockenen Bedingungen reichen Trailschuhe locker aus. Alles darüber hinaus wäre unnötiger Ballast – und wer schleppt schon gerne ein Kilo Schuh zu viel? Dazu Wasser, Snacks, Sonnencreme. Fertig ist das Wanderpaket.
Beste Jahreszeit
Die Route ist in der Regel zwischen Juli und September schneefrei. Mit etwas Glück auch schon im Juni oder bis in den Oktober hinein. Danach heißt es: Skifahrer übernehmen!
Anreise und Parken
Von Elvolène über Les Hauderes und La Sage nach La Forclaz. Dort gibt’s einen großen Parkplatz – gebührenpflichtig, aber zu fairen Tarifen.
Busse fahren ebenfalls bis dorthin. Komfortabler geht’s kaum.
Alle Informationen: Cherra Neire Wanderung
- Abschnitte durch Wälder
- Abschnitte über Wiese oder Weiden
- Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis zum Talort möglich
- Einkehrmöglichkeit(en) entlang der Route
- Felskontakt entlang der Route
- Hundefreundliche Bergtour
- Kostenpflichtiges Parken oder Maut
- Rundtour
- Schotter-Passagen
Route (GPX-Strecke): Cherra Neire Wanderung
Hotel oder Unterkunft in La Sage
Karte
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