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Comapedrosa Wandern: Besteigung des höchsten Bergs Andorras
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Beschreibung
Der Comapedrosa, offiziell auch Alt de Comapedrosa oder Coma Pedrosa genannt, ist mit 2.944 Metern der höchste Gipfel Andorras.
Dieser dominante Berg zieht Wanderer und Naturfreunde gleichermaßen an – und das aus gutem Grund.
Der Comapedrosa liegt eingebettet im Naturschutzgebiet Valls del Comapedrosa, das mit einer faszinierenden Flora und Fauna lockt. Von den üppigen Wäldern im Tal bis zu den alpinen Wiesen und Felsformationen in der Höhe zeigt die Landschaft eine beeindruckende Vielfalt. Neben der Bergbesteigung bieten sich zahlreiche Möglichkeiten für Vogelbeobachtung, Fotografie und gemütliche Pausen an kristallklaren Bergseen. Besonders bemerkenswert ist der Estany Negre, ein hochgelegener Bergsee mit faszinierendem dunklen Wasser, das in der Sonne geheimnisvoll schimmert.
Der Comapedrosa ist ein echtes Highlight in den Pyrenäen, nicht nur wegen seiner Höhe, sondern auch wegen seiner Zugänglichkeit und der grandiosen Aussichten auf die umliegenden Gipfel von Andorra, Spanien und Frankreich. Trotz der Popularität bleibt die Tour abwechslungsreich und fordert sowohl die Ausdauer als auch ein bisschen Trittsicherheit, vor allem auf dem Gipfelkamm.
Beliebtheit und Zugänglichkeit
Die meisten Besucher starten ihre Tour im Talort Arinsal, wo knapp 1.500 Höhenmeter auf etwa 15 Kilometern zu bewältigen sind. Der Aufstieg über den berühmten Bergsee Estany Negre bietet im obersten Abschnitt zwei reizvolle Varianten: Entweder direkt über den Gipfelkamm, der zwar leicht ausgesetzt ist und an einigen Stellen den Einsatz der Hände verlangt – keine Kletterpartie, aber ein bisschen Abenteuer ist garantiert – oder über einen Schotterweg nördlich des Sees.
Empfehlenswert ist der Kamm im Aufstieg für alle, die sich gern ein wenig herausfordern möchten, und der Schotterweg im Abstieg – dort ist Konzentration gefragt, denn der Weg ist stellenweise etwas brüchig bzw. rutschig. Für weniger erfahrene Wanderer oder Familien mit Kindern ist der Schotterweg sowohl im Auf- als auch im Abstieg die sicherere Wahl.
Route für die Tour auf den Comapedrosa
- Start ganz im Norden von Arinsal am Parkplatz Aparcament Parc Natural Comunal de les Valls del Comapedrosa, am Ende der Asphaltstraße.
- Los geht's über eine kurze Forststraße und dann auf einem gut ausgeschilderten Wanderweg, der links haltend zum Refugi de Comapedrosa führt.
- Auf 2.222 Metern Höhe am Collet de Comapedrosa geradeaus weiter, an der Abzweigung vorbei. Die linke Route führt zur Hütte und ist besser für den Abstieg geeignet, es sei denn, eine Pause im Aufstieg ist gewünscht.
- Nach dem Collet folgt ein längeres flaches Stück, bevor der Weg steiler wird und bis auf etwa 2.500 Meter ansteigt, anschließend führt er rechts zu einem kleinen See.
- Noch vor dem großen See „Estany Negre“ trennen sich auf circa 2.600 Metern Höhe Auf- und Abstiegsweg: Der Kamm zweigt halbrechts ab, der Schotterweg führt geradeaus Richtung See.
- Auf gut 2.700 Metern ist man am Gipfelkamm angekommen, der die letzten 200 Höhenmeter entweder direkt am Grat oder leicht darunter nördlich zum Gipfel führt.
- Der Kamm ist gut markiert, die Wegspuren sind klar erkennbar – keine Rätselrallye, sondern ein Abenteuer mit Navigation leicht gemacht.
- Auf 2.944 Metern Höhe ist der Pic de Comapedrosa erreicht. Hier tummeln sich im Sommer gerne zahlreiche Gipfelstürmer, die minutenlang am Gipfelmonument für das perfekte Selfie herumklettern – fast wie ein Familientreffen auf der Zugspitze oder der Olperer-Hängebrücke, nur mit Pyrenäen-Flair. Die grandiose 360-Grad-Panorama-Aussicht reicht bis nach Frankreich im Norden und Spanien im Westen.
- Der Abstieg führt westlich über einen Geröllpfad, der besonders im oberen Abschnitt Konzentration erfordert, um dem ein oder anderen blauen Fleck auszuweichen.
- Bevor es nach Süden zurück zum Estany Negre geht, lohnt sich ein kleiner Abstecher von etwa 10 Höhenmetern zum Portella de Beiau, der Grenze zwischen Andorra und Spanien, mit Blick auf den spanischen Bergsee Estany de Baiau – ein echter Geheimtipp für Panoramafans.
- Am Estany Negre angekommen, lädt der Bergsee zur erfrischenden Abkühlung ein. Kein Thermalwasser, aber definitiv eine prickelnde Erholung für müde Beine.
- Danach geht es zurück zum Aufstiegsweg und dann bergab.
- Auf etwa 2.250 Metern zweigt rechts ein Weg zur Hütte ab, die mit einem kurzen Anstieg erreicht wird.
- Von der Hütte zurück nach Norden zum Collet de Comapedrosa und schließlich zurück nach Arinsal.
Streckenplan:
Schwierigkeit der Bergtour auf den Comapedrosa
Die Tour ist überwiegend eine einfache Wanderung. Der Kamm zum Gipfel stellt die einzige anspruchsvollere Passage dar, ist aber mit Vorsicht gut machbar. Für Anfänger und Familien ist der Schotterweg die sicherste Wahl – ein Bergabenteuer, bei dem man auch mal die Natur genießen kann ohne den Puls zu überstrapazieren.
Die Tour ist sogar für motivierte Kinder geeignet – also, warum nicht den Nachwuchs gleich mitnehmen und gemeinsam Gipfelerinnerungen sammeln?
Empfohlene Ausrüstung
Trailrunning-Schuhe oder leichte Bergschuhe reichen vollkommen aus. Wer mit schweren, steifen Bergstiefeln anrückt, schleppt nur unnötigen Ballast mit sich herum. Ausreichend Wasser ist Pflicht, denn ab dem Collet de Comapedrosa steht die Tour oft in der prallen Sonne. Glücklicherweise kann der Wasservorrat an der Hütte aufgefüllt werden. Snacks sind natürlich auch sinnvoll – schließlich braucht man Energie, um den Berg zu bezwingen. Sonnenschutz nicht vergessen – verbrannte Lippen sind garantiert keine Trophäe.
Beste Jahreszeit für die Comapedrosa-Tour
Ab Juni ist der Weg in der Regel fast zur Gänze schneefrei und bleibt bis Ende September, oft sogar bis Oktober, gut begehbar. Wer die Ruhe sucht und den Menschenmassen ausweichen möchte, startet am besten früh in der Saison oder spät im Herbst. Dann gehört der Gipfel fast einem selbst – zumindest bis die Murmeltiere vorbeischauen.
Anreise und Parken
Mit dem Auto nach Arinsal fahren. Wer direkt am Wanderstart loslegen möchte, fährt durch den Tunnel und parkt auf dem gebührenpflichtigen Parkplatz rechts (ca. 6-10 Euro, je nach Dauer der Tour). Alternativ gibt es vor dem Tunnel eine weitere Parkmöglichkeit. Auch der Bus bringt Wanderer bequem zum Ausgangspunkt.
Alle Informationen: Comapedrosa Besteigung
- Abschnitte durch Wälder
- Abschnitte über Wiese oder Weiden
- Als Zweitagestour mit Hüttenübernachtung möglich
- Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis zum Talort möglich
- Durchgehend markierte Route
- Einkehrmöglichkeit(en) entlang der Route
- Felskontakt entlang der Route
- Hundefreundliche Bergtour
- Ideal für Anfänger und Unerfahrene
- Kinderfreundliche Bergtour
- Kostenpflichtiges Parken oder Maut
- Schotter-Passagen
- See entlang der Route
Route (GPX-Strecke): Comapedrosa Besteigung
Hotel oder Unterkunft in Arinsal
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