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Comapedrosa Besteigung 17: Ausblick am Beginn des Gipfelkamms.

Comapedrosa Wandern: Besteigung des höchsten Bergs Andorras

 
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Der Comapedrosa, offiziell auch Alt de Comapedrosa oder Coma Pedrosa genannt, ist mit 2.944 Metern der höchste Gipfel Andorras.

Dieser dominante Berg zieht Wanderer und Naturfreunde gleichermaßen an – und das aus gutem Grund.

Der Comapedrosa liegt eingebettet im Naturschutzgebiet Valls del Comapedrosa, das mit einer faszinierenden Flora und Fauna lockt. Von den üppigen Wäldern im Tal bis zu den alpinen Wiesen und Felsformationen in der Höhe zeigt die Landschaft eine beeindruckende Vielfalt. Neben der Bergbesteigung bieten sich zahlreiche Möglichkeiten für Vogelbeobachtung, Fotografie und gemütliche Pausen an kristallklaren Bergseen. Besonders bemerkenswert ist der Estany Negre, ein hochgelegener Bergsee mit faszinierendem dunklen Wasser, das in der Sonne geheimnisvoll schimmert.

Der Comapedrosa ist ein echtes Highlight in den Pyrenäen, nicht nur wegen seiner Höhe, sondern auch wegen seiner Zugänglichkeit und der grandiosen Aussichten auf die umliegenden Gipfel von Andorra, Spanien und Frankreich. Trotz der Popularität bleibt die Tour abwechslungsreich und fordert sowohl die Ausdauer als auch ein bisschen Trittsicherheit, vor allem auf dem Gipfelkamm.

Beliebtheit und Zugänglichkeit

Die meisten Besucher starten ihre Tour im Talort Arinsal, wo knapp 1.500 Höhenmeter auf etwa 15 Kilometern zu bewältigen sind. Der Aufstieg über den berühmten Bergsee Estany Negre bietet im obersten Abschnitt zwei reizvolle Varianten: Entweder direkt über den Gipfelkamm, der zwar leicht ausgesetzt ist und an einigen Stellen den Einsatz der Hände verlangt – keine Kletterpartie, aber ein bisschen Abenteuer ist garantiert – oder über einen Schotterweg nördlich des Sees.

Empfehlenswert ist der Kamm im Aufstieg für alle, die sich gern ein wenig herausfordern möchten, und der Schotterweg im Abstieg – dort ist Konzentration gefragt, denn der Weg ist stellenweise etwas brüchig bzw. rutschig. Für weniger erfahrene Wanderer oder Familien mit Kindern ist der Schotterweg sowohl im Auf- als auch im Abstieg die sicherere Wahl.

Route für die Tour auf den Comapedrosa

  • Start ganz im Norden von Arinsal am Parkplatz Aparcament Parc Natural Comunal de les Valls del Comapedrosa, am Ende der Asphaltstraße.
  • Los geht's über eine kurze Forststraße und dann auf einem gut ausgeschilderten Wanderweg, der links haltend zum Refugi de Comapedrosa führt.
  • Auf 2.222 Metern Höhe am Collet de Comapedrosa geradeaus weiter, an der Abzweigung vorbei. Die linke Route führt zur Hütte und ist besser für den Abstieg geeignet, es sei denn, eine Pause im Aufstieg ist gewünscht.
  • Nach dem Collet folgt ein längeres flaches Stück, bevor der Weg steiler wird und bis auf etwa 2.500 Meter ansteigt, anschließend führt er rechts zu einem kleinen See.
  • Noch vor dem großen See „Estany Negre“ trennen sich auf circa 2.600 Metern Höhe Auf- und Abstiegsweg: Der Kamm zweigt halbrechts ab, der Schotterweg führt geradeaus Richtung See.
  • Auf gut 2.700 Metern ist man am Gipfelkamm angekommen, der die letzten 200 Höhenmeter entweder direkt am Grat oder leicht darunter nördlich zum Gipfel führt.
  • Der Kamm ist gut markiert, die Wegspuren sind klar erkennbar – keine Rätselrallye, sondern ein Abenteuer mit Navigation leicht gemacht.
  • Auf 2.944 Metern Höhe ist der Pic de Comapedrosa erreicht. Hier tummeln sich im Sommer gerne zahlreiche Gipfelstürmer, die minutenlang am Gipfelmonument für das perfekte Selfie herumklettern – fast wie ein Familientreffen auf der Zugspitze oder der Olperer-Hängebrücke, nur mit Pyrenäen-Flair. Die grandiose 360-Grad-Panorama-Aussicht reicht bis nach Frankreich im Norden und Spanien im Westen.
  • Der Abstieg führt westlich über einen Geröllpfad, der besonders im oberen Abschnitt Konzentration erfordert, um dem ein oder anderen blauen Fleck auszuweichen.
  • Bevor es nach Süden zurück zum Estany Negre geht, lohnt sich ein kleiner Abstecher von etwa 10 Höhenmetern zum Portella de Beiau, der Grenze zwischen Andorra und Spanien, mit Blick auf den spanischen Bergsee Estany de Baiau – ein echter Geheimtipp für Panoramafans.
  • Am Estany Negre angekommen, lädt der Bergsee zur erfrischenden Abkühlung ein. Kein Thermalwasser, aber definitiv eine prickelnde Erholung für müde Beine.
  • Danach geht es zurück zum Aufstiegsweg und dann bergab.
  • Auf etwa 2.250 Metern zweigt rechts ein Weg zur Hütte ab, die mit einem kurzen Anstieg erreicht wird.
  • Von der Hütte zurück nach Norden zum Collet de Comapedrosa und schließlich zurück nach Arinsal.

Streckenplan:

Comapedrosa Besteigung: Streckenplan


Schwierigkeit der Bergtour auf den Comapedrosa

Die Tour ist überwiegend eine einfache Wanderung. Der Kamm zum Gipfel stellt die einzige anspruchsvollere Passage dar, ist aber mit Vorsicht gut machbar. Für Anfänger und Familien ist der Schotterweg die sicherste Wahl – ein Bergabenteuer, bei dem man auch mal die Natur genießen kann ohne den Puls zu überstrapazieren.

Die Tour ist sogar für motivierte Kinder geeignet – also, warum nicht den Nachwuchs gleich mitnehmen und gemeinsam Gipfelerinnerungen sammeln?


Empfohlene Ausrüstung

Trailrunning-Schuhe oder leichte Bergschuhe reichen vollkommen aus. Wer mit schweren, steifen Bergstiefeln anrückt, schleppt nur unnötigen Ballast mit sich herum. Ausreichend Wasser ist Pflicht, denn ab dem Collet de Comapedrosa steht die Tour oft in der prallen Sonne. Glücklicherweise kann der Wasservorrat an der Hütte aufgefüllt werden. Snacks sind natürlich auch sinnvoll – schließlich braucht man Energie, um den Berg zu bezwingen. Sonnenschutz nicht vergessen – verbrannte Lippen sind garantiert keine Trophäe.


Beste Jahreszeit für die Comapedrosa-Tour

Ab Juni ist der Weg in der Regel fast zur Gänze schneefrei und bleibt bis Ende September, oft sogar bis Oktober, gut begehbar. Wer die Ruhe sucht und den Menschenmassen ausweichen möchte, startet am besten früh in der Saison oder spät im Herbst. Dann gehört der Gipfel fast einem selbst – zumindest bis die Murmeltiere vorbeischauen.


Anreise und Parken

Mit dem Auto nach Arinsal fahren. Wer direkt am Wanderstart loslegen möchte, fährt durch den Tunnel und parkt auf dem gebührenpflichtigen Parkplatz rechts (ca. 6-10 Euro, je nach Dauer der Tour). Alternativ gibt es vor dem Tunnel eine weitere Parkmöglichkeit. Auch der Bus bringt Wanderer bequem zum Ausgangspunkt.


Alle Informationen: Comapedrosa Besteigung

Art der Tour
Schwierigkeit der Tour
Max. Möhe
2944 Meter
Min. Höhe
1565 Meter
Höhenmeter
1500 Höhenmeter
Datum der Bergtour
09.08.2025
Adresse Startpunkt
AD400 Arinsal, Travessia Prats Sobirans
Dauer
07:15 Stunden
Distanz
15 km
Eigenschaften
  • Abschnitte durch Wälder
  • Abschnitte über Wiese oder Weiden
  • Als Zweitagestour mit Hüttenübernachtung möglich
  • Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis zum Talort möglich
  • Durchgehend markierte Route
  • Einkehrmöglichkeit(en) entlang der Route
  • Felskontakt entlang der Route
  • Hundefreundliche Bergtour
  • Ideal für Anfänger und Unerfahrene
  • Kinderfreundliche Bergtour
  • Kostenpflichtiges Parken oder Maut
  • Schotter-Passagen
  • See entlang der Route
Frequenz
hoch = sehr häufig begangene tour
Rastmöglichkeiten

Ort

PLZ
AD400
Straße
Travessia Prats Sobirans
Gebirgsgruppe

Route (GPX-Strecke): Comapedrosa Besteigung

Die Route mit Höhenprofil und GPX-File zur Tour: Strecke Comapedrosa Besteigung

Hotel oder Unterkunft in Arinsal

Bergwetter Arinsal

Fotos

Comapedrosa Besteigung 17: Ausblick am Beginn des Gipfelkamms.
Comapedrosa Besteigung 01: Start im Norden von Arinsal bei einer Forststraße.
Comapedrosa Besteigung 02: Kurz über einen Wanderweg die Forststraße abkürzen.
Comapedrosa Besteigung 03: Nach einem weiteren Stück entlang der Forststraße beginnt nun links der Wanderweg.
Comapedrosa Besteigung 04: Die Route ist durchgehend gut markiert. Oben mit Steinmännern.
Comapedrosa Besteigung 05: Links vorbei an einem Wasserfall.
Comapedrosa Besteigung 06: Blick zurück.
Comapedrosa Besteigung 07: Der letzte Abstieg vor einer Abzweigung zur Hütte.
Comapedrosa Besteigung 08: Links die Route über die Hütte, rechts die direktere Variante. Wer im Aufstieg noch nicht einkehren möchte, wählt die rechte Variante.
Comapedrosa Besteigung 09: Nun folgt eine längere flache Passage.
Comapedrosa Besteigung 10: Gemütlich geradeaus.
Comapedrosa Besteigung 11: Blick zurück. Rechts die Hütte Refugi Comapedrosa.
Comapedrosa Besteigung 12: Es geht nun wieder steiler bergauf Richtung See.
Comapedrosa Besteigung 13: Kurz vor dem See trennen sich Auf- und Abstiegsweg. Der etwas anspruchsvollere Aufstiegsweg führt direkt rechts auf den langen Gipfelkamm.
Comapedrosa Besteigung 14: Im Abstieg können Hartgesottene dafür im See noch eine Runde baden.
Comapedrosa Besteigung 15: Der Gipfel ganz hinten am Kamm.
Comapedrosa Besteigung 16: Blick Richtung Arinsal
Comapedrosa Besteigung 18: Der Kamm ist nur leicht ausgesetzt. Ab und zu braucht es kurz die Hände.
Comapedrosa Besteigung 19: Der Gipfel in Sichtweite.
Comapedrosa Besteigung 20: Blick zurück.
Comapedrosa Besteigung 21: Die letzten Höhenmeter zum Gipfel.
Comapedrosa Besteigung 22: Wer ein Foto vom Gipfel ohne Menschenmassen machen möchte, muss schnell sein.
Comapedrosa Besteigung 23: Andere Touristen kraxeln minutenlang am Gipfel-Monument herum, für das perfekte Selfie. Das erinnert etwas an die Zugspitze oder die Hängebrücke bei der Olpererhütte.
Comapedrosa Besteigung 24: Panorama vom Gipfel Richtung Arinsal.
Comapedrosa Besteigung 25: Panorama Richtung Norden.
Comapedrosa Besteigung 26: Blick auf die Abstiegsroute. Rechts Spanien, links Andorra.
Comapedrosa Besteigung 27: Der Abstiegsweg ist im oberen Teil im Geröll etwas brüchig und rutschig.
Comapedrosa Besteigung 28: Ein kurzer Abstecher, zehn Höhenmeter bergauf, führt zur Landesgrenze mit Blick auf Spanien.
Comapedrosa Besteigung 29: Nun zum See Estany Negre.
Comapedrosa Besteigung 30: Im Sommer ist der Bergsee auf 2.700 Metern Höhe durchaus zum Baden geeignet.
Comapedrosa Besteigung 31: Nun im Abstieg die Route über das Refugi Comapedrosa wählen.
Comapedrosa Besteigung 32: Panorama von der Hütte. Rechts der Comapedrosa.
Comapedrosa Besteigung 33: Blick von der Hütte auf den Gipfel.
Comapedrosa Besteigung 34: Zurück nach Arinsal.
Comapedrosa Besteigung 35: Für Bergerfahrene ist es eine einfache Wanderung auf den höchsten Punkt Andorras.
Comapedrosa Besteigung: Höhenprofil
Comapedrosa Besteigung: Streckenplan

Karte

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1 Bewertung
(Aktualisiert: 17 Oktober 2025)
Gesamtbewertung
 
3.6
Atmosphäre
 
4.0
Ausdauer
 
2.5
Technik / Schwierigkeit
 
2.5
Großteils einfache Wanderung auf den höchsten Punkt Andorras.
H
#1 Bewerter
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