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Wandern auf den Großvenediger

Großvenediger via Neue Prager Hütte

Hot
 
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Der Großvenediger ist der größte Gipfel der stark vergletscherten Venedigergruppe.

Mit einer Höhe von 3.657 Metern ist der Großvenediger der höchste Berg in Salzburg und der fünfthöchste Berg in Österreich.

Auf den Gipfel des Großvenedigers gipft es verschiedene Anstiegswege:

Nordanstieg via Kürsingerhütte

Sulza (854 m) - Berndlalm (1.514 m) - Postalm (1.691 m) - Kürsingerhütte (2.558 m) - Großvenediger

Südanstieg via Defreggerhaus

Parkplatz Wiesenkreuz im Dorfertal (1.484 m) - Johannishütte (2.121 m) - Defreggerhaus (2.963 m) - Großvenediger

Ostanstieg via Neue Prager Hütte

Matreier Tauernhaus (1.511 m) - Venedigerhaus (1.691 m) - Alte Prager Hütte (2.489 m) - Neue Prager Hütte (2.796 m) - Großvenediger

Am häufigsten wird in der Regel die Route via Defreggerhaus gewählt. Auch von der Prager Hütte wird der Großvenediger regelmäßig bestiegen.

Zum E-Book Trainingspläne für Läufer und Läuferinnen

Route auf den Großvenediger via neue Prager Hütte

Wir wählten die Route via Neue Prager Hütte. Von den gebührenpflichtigen Parkplätzen (Automaten waren allerdings außer Betrieb) des Matreier Tauernhaus geht es anfangs flach auf einer Schotterstraße entlang Richtung Venedigerhaus. Alternativ kann man auch links vom Fluss den etwas selektiveren Wanderweg wählen. Etwas später folgt eine Abzweigung wo man sowohl Weg 902B als auch Weg 921 Richtung Alte Prager Hütte nehmen kann. Weg 902B ist etwas kürzer. Ich empfehle beim Abstieg zumindest nicht den gleichen Weg zu nehmen wie beim Aufstieg. Etwas Abwechslung tut doch immer gut :)

Weg 902B geht einige 100 Höhenmeter in Kehren bergauf. Etwas abwechslunsgreicher ist Weg 921 wo man u.a. am "Auge Gottes" und dem "Salzbodensee" vorbeiwandert, ehe es über große Steinefelder Richtung Alte Prager Hütte geht. Kurz vor der Hütte treffen die zwei Wege wieder zueinander. Hat man die Alte Prager Hütte erreicht, sind es noch knapp 300 Höhenmeter bis zur Neuen Prager Hütte, auf der man in der Regel übernachtet um dann am nächsten morgen Richtung Großvenediger aufzubrechen.

Frühstück auf der Neuen Prager Hütte gibt es etwa um 7:00 Uhr morgens, ehe man gestärkt zu den letzten rund 700 Höhenmeter Richtung Großvenediger antritt (angegebene Aufstiegszeit 3:30 Stunden). Nach einer kurzen Wanderung über Gestein werden die Steigeisen angelegt und die Route führt über das Schlatenkees Richtung Großvenediger. Bei ca. 3.500 Meter treffen alle Normalanstieg zusammen. Über einen schmalen Grat folgt man nun den letzten Höhenmetern Richtung Gipfel.

Fazit: Hochtour mit über 2.000 Höhenmetern ohne Kletterabschnitten. Gletscherausrüstung unbedingt erforderlich. Traumhaftes Panorama am Gipfel.

Ort

Bundesland
PLZ
Strasse
Tauer 22

Daten zur Bergwanderung

Art der Tour
Schwierigkeit Wandern
Max. Möhe
3657 Meter
Min. Höhe
1512 Meter
Höhenmeter
2400 Höhenmeter
Datum der Wanderung
28.08.2017
Adresse Startpunkt
9971 Matrei in Osttirol
Tauer 22
Dauer
14:00 Stunden
Distanz
31 km
Eigenschaften
  • ✔ Asphalt
  • Durchgehend markierte Route
  • ✔ Eispickel erforderlich
  • ✔ Felsen
  • ✔ Helm zu empfehlen
  • Klettersteige entlang des Weges
  • Klettersteigset erforderlich
  • ✔ Schotter
  • ✔ Seilsicherung erforderlich
  • ✔ Steigeisen erforderlich
  • Wald
  • Wiese

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Bergwetter

Fotos

Großvenediger
Wandern auf den Großvenediger
Kurz vor 15 Uhr starten wir beim Matreiner Tauernhaus Richtung Neue Prager Hütte
Anfangs geht es entlang einer Schotterstraße Richtung Venedigerhaus
Kurz vor dem Venedigerhaus fängt es stark zu regnen an. Nach einigen Minuten ist der Spuk allerdings wieder vorbei.
So geht es nach einer kurzen Pause gleich gemütlich weiter.
Beim Aufstieg nehmen wir den etwas kürzeren Weg 902B.
Nach gut einer Stunde geht es endlich knackig bergauf.
Die Wolken verheißen nichts Gutes...
Bis zur alten Prager Hütte werden nun die Höhenmeter schnell gesammelt.
...sodass wir zügig voran gehen müssen.
Die Gletscher sind bereits in Sicht.
Nach gut zwei Stunden ist die Alte Prager Hütte erreicht.
Nach 2,5 Stunden ist der Aufstieg geschafft.
Und schon ist auch die Neue Prager Hütte in Sicht.
Perfektes Timing, denn auf die Minute genau beginnt nun starker Regen.
Ab geht es in die Hütte zum "Check in" und Abendessen.
Danach zeigt sich das Wetter wieder freundlicher.
Grund genug um etwas frische Luft zu tanken.
Gedenkschilder verunglückter Personen.
Helikopter-Landeplatz
Tolles Panorama
Kurz vor der Dunkelheit kraxele ich noch einmal 100 Höhenmeter bis fast auf den Inneren Kesselkogel hoch (keine markierte Route).
Noch ein letztes Foto vor der Nachtroute.
Nach einem langen Schlaf stehen wir erst kurz vor 7 Uhr auf.
Vor dem Frühstück wird noch das eine oder andere Foto gemacht
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Der Frühstücksraum ist gut besucht.
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Um 7:30 starten wir los.
Endlich wird es etwas abwechslungsreich :)
Nach einer Stunde gemütlicher Wanderung durch Gestein ist der Gletscher erreicht.
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Spuren sehen wir im Eis keine, weshalb wir uns viel zu weit links halten und daher einen Umweg Richtung Gipfel gehen.
Einige große Gletscherspalten gibt es entlang des Weges.
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Aber alles gut zu sehen.
Der Große Geiger im Blick.
Die Wolken verdecken den Gipfel des Großvenedigers.
Langsam aber doch lichtet sich aber der Himmel.
Immer wieder gibt es die eine oder ander Gletscherspalte entlang des Weges.
Da bleibt nur drüberspringen oder umgehen.
Es ist überraschend wenig los. Wir sind die einzigen die von der Prager Hütte Richtung Gipfel aufbrechen.
Die letzten Höhenmeter
Und endlich ist der Gipfel in Sicht.
Nach gut 2,5 Stunden sind wir am Gipfel des Großvenedigers.
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Zeit für ein paar coole Fotos :)
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Die nächsten Wanderer sind gleich da (vom Defreggerhaus kommend)
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Traumhaftes Panorama
Gemeinsames Foto mit meinem Kollegen
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Es ist doch etwas windig oben, sodass es nach kurzer Pause wieder bergab geht.
Nun nehmen wir die kürzere Route bergab, mit deutlich weniger Spaltenkontakt
Gleterschgebiet verlassen
Blick zurück
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Bergab wählen wir den abwechslunsgreicheren Weg 920 Richtung Venedigerhaus
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Das Auge Gottes
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Wenige Minuten vor Erreichen des Parkplatzes beginnt ein starkes Gewitter. Tja, fast perfektes Timing...

Autoren-Bewertung

1 Bewertung

Traumhafte, lange Gletschertour
Gesamtbewertung 
 
4.0
Atmosphäre 
 
4.5
Ausdauer 
 
4.0
Technik / Schwierigkeit 
 
1.5
Da es über 2.000 Höhenmeter im Aufstieg sind, wird der Großvenediger in der Regel in zwei Tagen bestiegen. Die Normalwege sind technisch nicht anspruchsvoll (keine Klettereien), komplette Gletscherausrüstung ist allerdings Voraussetzung. Entlang des Gletschers ist natürlich Vorsicht, Konzentration und gute Trittsicherheit gefragt. Der Großvenediger ist bekannt für seine vielen Spaltenunfälle.
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Benutzer-Bewertungen

1 Bewertung

Gesamtbewertung 
 
3.6
Atmosphäre 
 
4.0  (1)
Ausdauer 
 
3.0  (1)
Technik / Schwierigkeit 
 
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Atmosphäre 
 
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Ausdauer 
 
3.0
Technik / Schwierigkeit 
 
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Sehr schöne, alpine Tour
G
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