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Wanderung Cima Mattaciul 31: Panorama kurz vor dem Gipfel.

Italienische Zwei-Gipfeltour: Cima Mattaciul und Monte Pagano

 
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Vezza d'Oglio – ein charmantes Bergdörfchen im norditalienischen Valcamonica – entpuppt sich als wahres Paradies für Wanderfreunde, die gerne abseits der Massen unterwegs sind.

In südlicher Richtung lockt das imposante Adamello-Massiv, während nördlich zahlreiche wilde und wenig begangene Gipfel warten – viele davon ragen über die 2.000er-Marke hinaus, manche sogar bis knapp an die 3.000 Meter. Perfekt also für alle, die bei einer Tour sowohl landschaftlich als auch sportlich voll auf ihre Kosten kommen wollen.

Geografischer Überblick & historische Highlights

Die Region rund um Vezza d'Oglio war nicht nur geologisch durch die Alpenbildung geprägt, sondern auch geschichtlich ein strategisch bedeutsamer Ort. Besonders entlang der Route finden sich immer wieder Spuren aus dem Ersten Weltkrieg, darunter alte Militärstellungen, Schützengräben und Infotafeln, die das alpine Erlebnis mit einem Hauch Geschichte würzen. Ein besonderes Schmankerl für Geschichtsnerds und Alpinromantiker gleichermaßen!

Und das Beste: Trotz der historischen Bedeutung und landschaftlichen Schönheit verirren sich nur wenige Wanderer auf diese Route – Einsamkeit ist hier also kein Nachteil, sondern Programm.

Die Route: Zwei Gipfel, zwei Abenteuer

Für trailverliebte Bergziegen oder extrem fitte Wanderfans: Diese Tour über den Cima Mattaciul (2.849 m) und den Monte Pagano (2.346 m) ist kein gemütlicher Sonntagsspaziergang, sondern ein echter Konditions-Test – belohnt mit spektakulären Ausblicken, geschichtsträchtigen Spots und abwechslungsreichem Gelände.

  • Los geht's im Zentrum von Vezza d'Oglio. Noch lacht der Asphalt unter den Sohlen – aber das ändert sich bald.
  • Der Weg führt zunächst gemütlich auf einer asphaltierten Straße bergauf. Bis etwa 1.300 m bleibt’s fest unter den Füßen – und wer denkt, Asphalt sei langweilig, darf sich auf die erste Steigung freuen. Da kommt Stimmung auf!
  • Danach geht’s ab in den Wald. Hier wird’s verwinkelt und geheimnisvoll – zahlreiche Abzweigungen machen eine vorher geladene Navigation (Uhr oder App) fast zur Pflicht. Wegschilder? Vorhanden - aber keines welches den Cima Mattaciul aufweist. 
  • Ab etwa 2.000 Metern öffnet sich das Gelände. Die Baumgrenze ist erreicht, das Herz schlägt schneller – und das nicht nur wegen der Höhenmeter. Auf ca. 2.400 m erwartet eine alte Kriegsstätte samt Infotafeln auf Italienisch. Wer hier eine Pause einlegt, bekommt nicht nur Luft, sondern auch eine Portion Geschichte serviert.
  • Der Weiterweg verläuft am Grat entlang. Nun geht’s nordöstlich weiter, vorbei am Cima Rovaia (2.525 m) – bis die letzten 300 Höhenmeter zum Cima Mattaciul anstehen. Der Weg wird etwas anspruchsvoller, aber nichts, was ein motivierter Trailfan nicht meistern könnte. Oben: Panorama deluxe, inklusive Blick auf ferne Dreitausender. Gipfelkaffee? Pflicht!
  • Nun heißt es: Wieder zurück bis auf etwa 2.000 m – diesmal kennen die Füße den Weg schon. An einer Gabelung geht's rechts ab und in einem fröhlichen Zickzackkurs durch den Wald hinunter bis zur Kapelle Santella Dell'Acqua auf ca. 1.400 m.
  • Hier beginnt der Gegenanstieg. Der Weg Richtung Monte Pagano ist angenehmer – lang, breit und definitiv zahmer. Wer glaubt, das sei nun Spaziergang-Niveau, merkt spätestens am Kamm: flach ja, aber 2 km mit 200 Höhenmetern ziehen sich. Dafür oben: Sanftes Gipfelplateau, Kriegsrelikte und Weitblick inklusive.
  • Retour geht’s wieder auf gleichem Weg bis zur Straße auf etwa 2.000 Metern Höhe, die dann fast durchgängig asphaltiert zurück ins schöne Vezza d'Oglio führt. Jetzt wäre ein Gelato verdient! Davon gibt's zum Glück einige im Ort.

Streckenplan:

Wanderung Cima Mattaciul und Monte Pagano: Streckenplan


Schwierigkeit der Tour

Technisch einfach – auch wenn die Orientierung am ersten Aufstiegsweg tricky sein kann. Die Wege sind größtenteils gut begehbar. Aber Achtung: Konditionell knackig! Wer das Ganze an einem Tag machen will, sollte fit wie ein Turnschuh sein. Für Genusswanderer als Zweitagestour mit Biwak-Charme empfehlenswert.


Empfohlene Ausrüstung

Trailrunning-Schuhe reichen völlig – robuste Bergstiefel wären hier eher übermotiviert. Wichtig: Genug Verpflegung einpacken! Es gibt keine bewirtschafteten Hütten auf der Strecke, aber regelmäßig Wasserquellen zum Nachfüllen. Bonus-Tipp: Power-Riegel und ein energiereiches Getränkt – Wanderluxus pur!


Beste Jahreszeit

Die Tour ist von Mitte Juni bis Ende Oktober gut machbar. Im Frühling können am oberen Abschnitt zum Cima Mattaciul noch Schneefelder liegen – wer also keine Lust auf Rutschpartie hat, lieber ein paar Wochen warten.


Anreise und Parken

Vezza d'Oglio liegt verkehrsgünstig – entweder über das Stilfser Joch (für alle, die Kurven lieben) oder via Pontresina in der Schweiz.

Vor Ort gibt’s mehrere Parkmöglichkeiten, außerdem hält ein Bus direkt im Ortszentrum. Von dort sind es nur ein paar Schritte bis zum Startpunkt – also: Schuhe schnüren und los!


Alle Informationen: Wanderung Cima Mattaciul und Monte Pagano

Art der Tour
Schwierigkeit der Tour
Max. Möhe
2849 Meter
Min. Höhe
1055 Meter
Höhenmeter
2800 Höhenmeter
Datum der Bergtour
06.06.2025
Adresse Startpunkt
25059 Vezza d'Oglio,
Dauer
14:00 Stunden
Distanz
36 km
Eigenschaften
  • Abschnitte durch Wälder
  • Abschnitte über Wiese oder Weiden
  • Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis zum Talort möglich
  • Durchgehend markierte Route
  • Felskontakt entlang der Route
  • Hundefreundliche Bergtour
  • Kostenlos Parken
  • Rundtour
  • Schotter-Passagen
  • Sehr ruhige Bergtour
Frequenz
niedrig = großteils ruhige Tour

Ort

Bundesland
PLZ
25059

Route (GPX-Strecke): Wanderung Cima Mattaciul und Monte Pagano

Die Route mit Höhenprofil und GPX-File zur Tour: Strecke Wanderung Cima Mattaciul und Monte Pagano

Hotel oder Unterkunft in Vezza d'Oglio

Bergwetter Vezza d'Oglio

Fotos

Wanderung Cima Mattaciul 31: Panorama kurz vor dem Gipfel.
Wanderung Cima Mattaciul und Monte Pagano: Höhenprofil
Wanderung Cima Mattaciul und Monte Pagano: Streckenplan
Wanderung Cima Mattaciul 01: Start in Vezza d'Oglio.
Wanderung Cima Mattaciul 02: Zunächst auf Asphalt bergauf Richtung Norden.
Wanderung Cima Mattaciul 03: Entlang der Aufstiegsroute gibt es viele Abzweigungen. Wer nicht aus der Region ist, sollte sich unbedingt die Route auf die Uhr oder das Smartphone laden.
Wanderung Cima Mattaciul 04: Noch im Tal
Wanderung Cima Mattaciul 05: Im Schlussteil der asphaltierten Straße
Wanderung Cima Mattaciul 06: Hier vorne rechts abzweigen.
Wanderung Cima Mattaciul 07: Viele Wege; der zum Cima Mattaciul ist aber nie beschildert.
Wanderung Cima Mattaciul 09: Eine weitere Abzweigung.
Wanderung Cima Mattaciul 10: Und eine weitere Abzweigung. Ohne Navigation über meine Uhr würde ich wohl Orientierungsprobleme bekommen.
Wanderung Cima Mattaciul 11: Vorbei an einem kleinen Häuschen
Wanderung Cima Mattaciul 12: Nun durch den Wald
Wanderung Cima Mattaciul 13: Und schon wieder eine Abzweigung.
Wanderung Cima Mattaciul 14: Die Wegfindung ist im Waldabschnitt nicht immer einfach.
Wanderung Cima Mattaciul 15: Im Nationalpark Stilfser Joch.
Wanderung Cima Mattaciul 16: Blick Richtung Adamello (Süden).
Wanderung Cima Mattaciul 17: Und schon wieder so eine Abzweigung mit vielen Wegen.
Wanderung Cima Mattaciul 18: Erst auf 2.400 Metern Höhe bei einer alten Kriegsstätte ist nun das Gelände übersichtlicher.
Wanderung Cima Mattaciul 19: Man sollte sich ein paar Minuten Zeit nehmen, um sich den Platz anzuschauen.
Wanderung Cima Mattaciul 20: Informationen in italienischer Sprache zum Weltkrieg.
Wanderung Cima Mattaciul 21: Gedenkstätte
Wanderung Cima Mattaciul 22: Und nun Richtung Norden weiter am Weg.
Wanderung Cima Mattaciul 23: Richtung Coma Rovaia weiter.
Wanderung Cima Mattaciul 24: Blick voran.
Wanderung Cima Mattaciul 25: Erster Schnee in Sichtweite.
Wanderung Cima Mattaciul 26: Vorbei an weiteren Kriegsrelikten
Wanderung Cima Mattaciul 27: Weiter am Kamm entlang
Wanderung Cima Mattaciul 28: Gegen Ende wird der Weg eine Spur anspruchsvoller.
Wanderung Cima Mattaciul 29: Im Spätfrühling auf über 2.600 Metern Höhe liegt hier oft noch Schnee.
Wanderung Cima Mattaciul 30: Der Schlussteil vor dem Cima Mattaciul
Wanderung Cima Mattaciul 32: Am Gipfel ohne Weitsicht.
Wanderung Cima Mattaciul 33: Blick zurück.
Wanderung Cima Mattaciul 34: Blick auf den Aufstiegsweg.
Wanderung Cima Mattaciul 35: Auf gleichem Wege zunächst wieder retour.
Wanderung Cima Mattaciul 36: Im Abstieg
Wanderung Cima Mattaciul 37: Etwa auf 2.000 Metern Höhe trennen sich Auf- und Abstiegsweg und es geht bergab Richtung Santella dell'Aqua Calda
Wanderung Monte Pagano 38: Auf etwa 1.400 Metern Höhe folgt nun der Gegenanstieg Richtung Westen zum Monte Pagano.
Wanderung Monte Pagano 39: Im unteren Teil.
Wanderung Monte Pagano 40: Der Aufstieg bis zum Gipfelkamm ist sehr einfach und führt fast immer über einen breiten Weg.
Wanderung Monte Pagano 41: Wasserfall
Wanderung Monte Pagano 42: Vorbei an einer Hütte (nicht bewirtschaftet?)
Wanderung Monte Pagano 45: Blick zurück - im Hintergrund die erste Route mit Cima Mattaciul
Wanderung Monte Pagano 46: Einfacher Aufstiegsweg.
Wanderung Monte Pagano 47: Blick Richtung Monte Pagano.
Wanderung Monte Pagano 48: Blick auf den Gipfelkamm.
Wanderung Monte Pagano 49: Ein weiteres Kriegsrelikt
Wanderung Monte Pagano 50: Der lange Gipfelkamm (fast 2 km).
Wanderung Monte Pagano 51: Sanfte Aufstiege.
Wanderung Monte Pagano 52: Der höchste Punkt noch nicht in Sicht.
Wanderung Monte Pagano 53: Der Weg am Kamm kann sich ordentlich ziehen.
Wanderung Monte Pagano 58: Blick zurück am Kamm.
Wanderung Monte Pagano 59: Blick zum Gipfel.
Wanderung Monte Pagano 60: Am Gipfel. Hinter den Wolken versteckt sich der Cima Mattaciul.
Wanderung Monte Pagano 61: Abstieg zunächst identisch am Kamm und dann durchgehend über eine Forstraße oder sogar Asphaltstraße.
Wanderung Monte Pagano 62: Trailrunner können da noch einige Kilometer laufen.
Wanderung Monte Pagano 63: Verdientes Eis am Ende der Tour.

Karte

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1 Bewertung
(Aktualisiert: 17 Oktober 2025)
Gesamtbewertung
 
3.9
Atmosphäre
 
4.0
Ausdauer
 
5.0
Technik / Schwierigkeit
 
2.0
Technisch einfache Tour, die aber mit 36 km und 2.800 Höhenmetern konditionell sehr fordernd ist.
H
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