- Bergtour
- Zwölfer - Elfer - Liechelkopf - Angererkopf Überschreitung (UIAA2)

Zwölfer - Elfer - Liechelkopf - Angererkopf Überschreitung (UIAA2)
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Beschreibung
Diese spannende Rundtour in den Allgäuer Alpen führt auf mehrere weglose Gipfel.
Mit Start in Mittelberg werden auf etwa 21 km Wegstrecke die vier Gipfel Zwölfer, Elfer, Liechelkopf und Angererkopf bestiegen. Im Abstieg kann noch über einen kleinen Abstecher der Wildengundkopf mitgenommen werden.
Die Route hat einige ausgesetzte Abschnitte und mehrere kurze Kletterabschnitte im zweiten Schwierigkeitsgrad.
Ein paar Worte vorweg: Was macht diese Tour besonders?
Die Überschreitung dieser vier Gipfel ist nichts für Sonntagsspazierer – hier gibt’s die volle Packung alpines Abenteuer! Statt ausgetretener Pfade gibt’s wilde Wiesen, einsame Grate und Klettereinlagen, bei denen man mehr mit Fels und Schotter als mit Selfie-Sticks konfrontiert wird. Die Allgäuer Alpen zeigen sich hier von ihrer wilden Seite – und das ist auch gut so. Wer gerne einsame Routen sucht, auf denen die Bergschuhe mehr erzählen als die Wegweiser, ist hier goldrichtig.
Der Zwölfer, Elfer, Liechelkopf und Angererkopf bieten gemeinsam mit dem optionalen Wildengundkopf eine lange, anspruchsvolle Überschreitung, die auch erfahrene Bergfexe ordentlich fordern wird. Die Route punktet mit wilder Wegfindung, knackigen Grashängen, ausgesetzten Gratstellen und Klettereinlagen bis UIAA 2. Perfekt für alle, die „Wandern“ nicht nur mit Jausenpause und Panoramaterrasse verbinden.
Route für die Bergtour
- Start in Mittelberg bei einem der vielen gebührenpflichtigen Parkplätze, z. B. bei der Talstation der Walmendingerhornbahn.
- Von dort Richtung Süden zum Breitachweg gehen.
- Diesem flach bzw. sanft bergauf folgen Richtung Alpe Gemstel-Schönesboden.
- Kurz vor der Alpe überquert man einen Fluss. Wenige Meter danach zweigt ein schwach sichtbarer Pfad nach links ab. Diesem nun folgen. Von nun an verabschieden wir uns von den viel begangenen Massentourismus-Wegen.
- Kurze Zeit später führt dieser Pfad in einen Wald, welcher nun rund 300 Höhenmeter knackig steil bergauf durch den Wald zieht – etwas Urwald-Feeling kommt da auf. Mitten im Grünen, von Wurzel zu Wurzel, geht’s zackig bergauf – Natur pur!
- Auf etwa 1.680 Metern Höhe erreicht man eine kleine Hütte. Dort wird es nun mit der Wegfindung knifflig. Der Pfad würde nun geradeaus bis auf 2.188 Metern führen auf eine Scharte südlich vom Liechelkopf. Doch eines der Highlights dieser Tour ist ein steiler Grasanstieg, welcher auf den Kamm zwischen Elfer und Zwölfer führen soll. Das Problem: Mehrere Bäche müssen überquert werden und diese Querungen sind nicht immer ganz einfach. Einfache Variante wäre wohl direkt über der Hütte scharf nach links zu queren und insgesamt 4 Bäche zu überqueren. Allerdings stellen sich da nach dem zweiten Bach dichte Sträucher in den Weg, an denen man kaum einen Weg vorbeifindet. Die wohl einfachere Variante ist es, erst oberhalb dieser Sträucher nach links die Bäche zu überqueren. Allerdings nur bis vor den letzten Bach. Denn dieser ist knifflig und kann wohl erst ganz oben kurz vor dem Kamm zwischen Elfer und Zwölfer überquert werden. Wir hatten diesen bereits deutlich früher überquert, was allerdings aufgrund der steilen Hänge mit wenig Gras, aber viel Schotter sehr heiklig war.
- Sind erstmal alle Bäche überquert, ist der Rest zum Kamm zwar sehr steil, aber technisch weniger anspruchsvoll. Bei nassem Gras muss man natürlich etwas vorsichtig sein – sonst wird’s zur unfreiwilligen Rutschpartie.
- Auf etwa 2.200 Metern Höhe ist nun der steile Grasanstieg geschafft und es geht am Kamm zwischen Elfer und Zwölfer Richtung Norden auf den Zwölfer bzw. Zwölferkopf (2.224 m). Damit ist der erste Gipfel geschafft. Nun wartet das zweite Highlight der Tour: Eine 2,5 km lange Gratpassage vom Zwölfer über den Elfer und Liechelkopf bis zum Angererkopf. Gratwandern vom Feinsten – mit allem, was dazugehört: Tiefblick, Trittsicherheit und ein Hauch Nervenkitzel.
- Der Weg vom Zwölfer zum Elfer bzw. Elferkopf ist da noch die einfachste Passage. Durchgehend einfaches Gehgelände am Kamm, bis auf 2.387 Metern Höhe der höchste Punkt der Tour erreicht ist.
- Anspruchsvoller ist nun der Abschnitt zwischen Elfer und dem drei Meter niedrigeren Liechelkopf (2.384 m), welcher nun anspruchsvolles Gehgelände beinhaltet und auch Kletterpassagen im Bereich um das Runde Köpfle (2.351 m) und kurz vor dem Liechelkopf.
- Der Liechelkopf auf 2.384 Metern Höhe ist der dritte Gipfel dieser Überschreitung und auch danach bleibt die Tour weiterhin anspruchsvoll.
- Die Route zum Angererkopf (2.263 m) sieht von der Weite anspruchsvoller aus als sie es tatsächlich ist. Vor dem Angererkopf ist ein hoher Fels im Weg, der entweder rechts im Geröll umgangen werden kann, oder auch halbrechts über ein Band überklettert werden kann (es gibt wahrscheinlich noch weitere Varianten links). Nachdem man das Band geschafft hat, sieht das Terrain bereits viel einfacher aus. Der restliche Weg zum Gipfel ist Gehgelände mit etwas Geröll.
- Abstieg vom Angererkopf auf gleichem Wege inkl. Abklettern über das Band. Von dort kommt man nun ziemlich unproblematisch über einen steilen Wiesenhang bergab auf einen normalen Wanderweg zwischen Mindelheimer Hütte und Geißhorn.
- Der Abstieg erfolgt nun zunächst mit einem kurzen Zwischenanstieg auf den Wildengundkopfsattel (2.172 m). Wer nun noch motiviert ist, besteigt westlich den Wildengundkopf (2.197 m), der Weg besteht aus sehr anspruchsvollem Gehgelände, aber auch weiteren Kletterpassagen bis UIAA 2. Und falls die Beine jetzt schon meckern: einfach dran denken, dass der Kaiserschmarrn danach umso besser schmeckt.
- Danach wieder retour klettern zum Sattel und über den Koblatpass und die Alpwirtschaft Obere Gemstelalpe zurück nach Mittelberg. Wer noch motivierter ist, kann vor dem Koblatpass noch zum Geißhorn (2.366 m) auf einem normalen Wanderweg aufsteigen – Gipfel Nummer sieben für die ganz Verrückten!
- In Summe besteht die Tour also aus 4–6 Gipfeln mit etwa 1.800 Höhenmetern und 21 km Länge. Spannend ist vor allem die lange weglose Route mit einigen Kletterstellen bis UIAA 2 und anspruchsvollem Gehgelände und teilweise steilen Wiesenhängen.
Streckenplan:
Schwierigkeit der Tour
Nur für Bergerfahrene zu empfehlen, die gute Kondition und auch etwas Orientierungssinn haben. Die Tour ist sehr variantenreich: steile Wiesenhänge, anspruchsvolles Gehgelände, einige Kletterpassagen bis UIAA 2 im ausgesetzten Terrain und zum Schluss noch ein schöner Trail bergab – eine echte alpine Herausforderung.
Empfohlene Ausrüstung
Als Schuhwerk empfehle ich Trailschuhe mit gutem Grip. Feste Bergschuhe wären für die Länge der Tour doch wohl etwas unangenehm – außer man hat einen Fuß aus Titan.
Ausreichend Verpflegung mitnehmen und etwas Flüssigkeit. Bei der Flüssigkeit kann man auf jeden Fall sparen, denn das Wasser kann sowohl im steilen Wiesenanstieg bei den Bächen wieder aufgefüllt werden, als auch nach den vier Gipfeln auf dem Weg zum Wildengundkopfsattel.
Beste Jahreszeit
Etwa ab Mitte Juni sollte die Route großteils schneefrei sein (zumindest im anspruchsvollen Terrain). Dann kann die Tour, je nach Wetterlage, bis Oktober gut begehbar sein. Im Hochsommer ist man allerdings stark der Sonne ausgesetzt. Optimal ist die Tour wohl im Frühsommer oder im September / Oktober, noch vor den ersten größeren Schneefällen.
Anreise und Parken
Über die L201 Walserstraße bis nach Mittelberg. Dort gibt es zahlreiche gebührenpflichtige Parkplätze, wie etwa den bei der Walmendingerhornbahn. Die Gebühren von € 5 pro Tag (Stand: 2025) sind fair und vertretbar. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus) ist ebenfalls eine Anreise bis nach Mittelberg möglich.
Alle Informationen: Zwölfer - Elfer - Liechelkopf - Angererkopf Überschreitung
- Abschnitte durch Wälder
- Abschnitte über Wiese oder Weiden
- Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis zum Talort möglich
- Bike & Hike
- Einkehrmöglichkeit(en) entlang der Route
- Felskontakt entlang der Route
- Kostenpflichtiges Parken oder Maut
- Mit Asphalt-Anteil
- Rundtour
- Schotter-Passagen
- Sehr ruhige Bergtour
Route (GPX-Strecke): Zwölfer - Elfer - Liechelkopf - Angererkopf Überschreitung
Hotel oder Unterkunft in Mittelberg
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