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5-Gipfel-Tour Allgäu 24: Die weitere Route führt nun über das Runde Köpfle auf den Liechelkopf (halblinks).

Zwölfer - Elfer - Liechelkopf - Angererkopf Überschreitung (UIAA2)

 
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Diese spannende Rundtour in den Allgäuer Alpen führt auf mehrere weglose Gipfel.

Mit Start in Mittelberg werden auf etwa 21 km Wegstrecke die vier Gipfel Zwölfer, Elfer, Liechelkopf und Angererkopf bestiegen. Im Abstieg kann noch über einen kleinen Abstecher der Wildengundkopf mitgenommen werden.

Die Route hat einige ausgesetzte Abschnitte und mehrere kurze Kletterabschnitte im zweiten Schwierigkeitsgrad.

Ein paar Worte vorweg: Was macht diese Tour besonders?

Die Überschreitung dieser vier Gipfel ist nichts für Sonntagsspazierer – hier gibt’s die volle Packung alpines Abenteuer! Statt ausgetretener Pfade gibt’s wilde Wiesen, einsame Grate und Klettereinlagen, bei denen man mehr mit Fels und Schotter als mit Selfie-Sticks konfrontiert wird. Die Allgäuer Alpen zeigen sich hier von ihrer wilden Seite – und das ist auch gut so. Wer gerne einsame Routen sucht, auf denen die Bergschuhe mehr erzählen als die Wegweiser, ist hier goldrichtig.

Der Zwölfer, Elfer, Liechelkopf und Angererkopf bieten gemeinsam mit dem optionalen Wildengundkopf eine lange, anspruchsvolle Überschreitung, die auch erfahrene Bergfexe ordentlich fordern wird. Die Route punktet mit wilder Wegfindung, knackigen Grashängen, ausgesetzten Gratstellen und Klettereinlagen bis UIAA 2. Perfekt für alle, die „Wandern“ nicht nur mit Jausenpause und Panoramaterrasse verbinden.

Route für die Bergtour

  • Start in Mittelberg bei einem der vielen gebührenpflichtigen Parkplätze, z. B. bei der Talstation der Walmendingerhornbahn.
  • Von dort Richtung Süden zum Breitachweg gehen.
  • Diesem flach bzw. sanft bergauf folgen Richtung Alpe Gemstel-Schönesboden.
  • Kurz vor der Alpe überquert man einen Fluss. Wenige Meter danach zweigt ein schwach sichtbarer Pfad nach links ab. Diesem nun folgen. Von nun an verabschieden wir uns von den viel begangenen Massentourismus-Wegen.
  • Kurze Zeit später führt dieser Pfad in einen Wald, welcher nun rund 300 Höhenmeter knackig steil bergauf durch den Wald zieht – etwas Urwald-Feeling kommt da auf. Mitten im Grünen, von Wurzel zu Wurzel, geht’s zackig bergauf – Natur pur!
  • Auf etwa 1.680 Metern Höhe erreicht man eine kleine Hütte. Dort wird es nun mit der Wegfindung knifflig. Der Pfad würde nun geradeaus bis auf 2.188 Metern führen auf eine Scharte südlich vom Liechelkopf. Doch eines der Highlights dieser Tour ist ein steiler Grasanstieg, welcher auf den Kamm zwischen Elfer und Zwölfer führen soll. Das Problem: Mehrere Bäche müssen überquert werden und diese Querungen sind nicht immer ganz einfach. Einfache Variante wäre wohl direkt über der Hütte scharf nach links zu queren und insgesamt 4 Bäche zu überqueren. Allerdings stellen sich da nach dem zweiten Bach dichte Sträucher in den Weg, an denen man kaum einen Weg vorbeifindet. Die wohl einfachere Variante ist es, erst oberhalb dieser Sträucher nach links die Bäche zu überqueren. Allerdings nur bis vor den letzten Bach. Denn dieser ist knifflig und kann wohl erst ganz oben kurz vor dem Kamm zwischen Elfer und Zwölfer überquert werden. Wir hatten diesen bereits deutlich früher überquert, was allerdings aufgrund der steilen Hänge mit wenig Gras, aber viel Schotter sehr heiklig war.
  • Sind erstmal alle Bäche überquert, ist der Rest zum Kamm zwar sehr steil, aber technisch weniger anspruchsvoll. Bei nassem Gras muss man natürlich etwas vorsichtig sein – sonst wird’s zur unfreiwilligen Rutschpartie.
  • Auf etwa 2.200 Metern Höhe ist nun der steile Grasanstieg geschafft und es geht am Kamm zwischen Elfer und Zwölfer Richtung Norden auf den Zwölfer bzw. Zwölferkopf (2.224 m). Damit ist der erste Gipfel geschafft. Nun wartet das zweite Highlight der Tour: Eine 2,5 km lange Gratpassage vom Zwölfer über den Elfer und Liechelkopf bis zum Angererkopf. Gratwandern vom Feinsten – mit allem, was dazugehört: Tiefblick, Trittsicherheit und ein Hauch Nervenkitzel.
  • Der Weg vom Zwölfer zum Elfer bzw. Elferkopf ist da noch die einfachste Passage. Durchgehend einfaches Gehgelände am Kamm, bis auf 2.387 Metern Höhe der höchste Punkt der Tour erreicht ist.
  • Anspruchsvoller ist nun der Abschnitt zwischen Elfer und dem drei Meter niedrigeren Liechelkopf (2.384 m), welcher nun anspruchsvolles Gehgelände beinhaltet und auch Kletterpassagen im Bereich um das Runde Köpfle (2.351 m) und kurz vor dem Liechelkopf.
  • Der Liechelkopf auf 2.384 Metern Höhe ist der dritte Gipfel dieser Überschreitung und auch danach bleibt die Tour weiterhin anspruchsvoll.
  • Die Route zum Angererkopf (2.263 m) sieht von der Weite anspruchsvoller aus als sie es tatsächlich ist. Vor dem Angererkopf ist ein hoher Fels im Weg, der entweder rechts im Geröll umgangen werden kann, oder auch halbrechts über ein Band überklettert werden kann (es gibt wahrscheinlich noch weitere Varianten links). Nachdem man das Band geschafft hat, sieht das Terrain bereits viel einfacher aus. Der restliche Weg zum Gipfel ist Gehgelände mit etwas Geröll.
  • Abstieg vom Angererkopf auf gleichem Wege inkl. Abklettern über das Band. Von dort kommt man nun ziemlich unproblematisch über einen steilen Wiesenhang bergab auf einen normalen Wanderweg zwischen Mindelheimer Hütte und Geißhorn.
  • Der Abstieg erfolgt nun zunächst mit einem kurzen Zwischenanstieg auf den Wildengundkopfsattel (2.172 m). Wer nun noch motiviert ist, besteigt westlich den Wildengundkopf (2.197 m), der Weg besteht aus sehr anspruchsvollem Gehgelände, aber auch weiteren Kletterpassagen bis UIAA 2. Und falls die Beine jetzt schon meckern: einfach dran denken, dass der Kaiserschmarrn danach umso besser schmeckt.
  • Danach wieder retour klettern zum Sattel und über den Koblatpass und die Alpwirtschaft Obere Gemstelalpe zurück nach Mittelberg. Wer noch motivierter ist, kann vor dem Koblatpass noch zum Geißhorn (2.366 m) auf einem normalen Wanderweg aufsteigen – Gipfel Nummer sieben für die ganz Verrückten!
  • In Summe besteht die Tour also aus 4–6 Gipfeln mit etwa 1.800 Höhenmetern und 21 km Länge. Spannend ist vor allem die lange weglose Route mit einigen Kletterstellen bis UIAA 2 und anspruchsvollem Gehgelände und teilweise steilen Wiesenhängen.

Streckenplan:

Zwölfer - Elfer - Liechelkopf - Angererkopf Überschreitung: Streckenplan


Schwierigkeit der Tour

Nur für Bergerfahrene zu empfehlen, die gute Kondition und auch etwas Orientierungssinn haben. Die Tour ist sehr variantenreich: steile Wiesenhänge, anspruchsvolles Gehgelände, einige Kletterpassagen bis UIAA 2 im ausgesetzten Terrain und zum Schluss noch ein schöner Trail bergab – eine echte alpine Herausforderung.


Empfohlene Ausrüstung

Als Schuhwerk empfehle ich Trailschuhe mit gutem Grip. Feste Bergschuhe wären für die Länge der Tour doch wohl etwas unangenehm – außer man hat einen Fuß aus Titan.

Ausreichend Verpflegung mitnehmen und etwas Flüssigkeit. Bei der Flüssigkeit kann man auf jeden Fall sparen, denn das Wasser kann sowohl im steilen Wiesenanstieg bei den Bächen wieder aufgefüllt werden, als auch nach den vier Gipfeln auf dem Weg zum Wildengundkopfsattel.


Beste Jahreszeit

Etwa ab Mitte Juni sollte die Route großteils schneefrei sein (zumindest im anspruchsvollen Terrain). Dann kann die Tour, je nach Wetterlage, bis Oktober gut begehbar sein. Im Hochsommer ist man allerdings stark der Sonne ausgesetzt. Optimal ist die Tour wohl im Frühsommer oder im September / Oktober, noch vor den ersten größeren Schneefällen.


Anreise und Parken

Über die L201 Walserstraße bis nach Mittelberg. Dort gibt es zahlreiche gebührenpflichtige Parkplätze, wie etwa den bei der Walmendingerhornbahn. Die Gebühren von € 5 pro Tag (Stand: 2025) sind fair und vertretbar. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus) ist ebenfalls eine Anreise bis nach Mittelberg möglich.


Alle Informationen: Zwölfer - Elfer - Liechelkopf - Angererkopf Überschreitung

Schwierigkeit der Tour
Schwierigkeit Klettern
Max. Möhe
2387 Meter
Min. Höhe
1150 Meter
Höhenmeter
1800 Höhenmeter
Datum der Bergtour
09.06.2025
Adresse Startpunkt
6993 Mittelberg, Moosstraße 13
Dauer
10:00 Stunden
Distanz
21 km
Eigenschaften
  • Abschnitte durch Wälder
  • Abschnitte über Wiese oder Weiden
  • Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis zum Talort möglich
  • Bike & Hike
  • Einkehrmöglichkeit(en) entlang der Route
  • Felskontakt entlang der Route
  • Kostenpflichtiges Parken oder Maut
  • Mit Asphalt-Anteil
  • Rundtour
  • Schotter-Passagen
  • Sehr ruhige Bergtour
Frequenz
niedrig = großteils ruhige Tour

Ort

Bundesland
PLZ
6993
Straße
Moosstraße 13
Gebirgsgruppe

Route (GPX-Strecke): Zwölfer - Elfer - Liechelkopf - Angererkopf Überschreitung

Die Route mit Höhenprofil und GPX-File zur Tour: Strecke Zwölfer - Elfer - Liechelkopf - Angererkopf Überschreitung

Hotel oder Unterkunft in Mittelberg

Bergwetter Mittelberg

Fotos

5-Gipfel-Tour Allgäu 24: Die weitere Route führt nun über das Runde Köpfle auf den Liechelkopf (halblinks).
Zwölfer - Elfer - Liechelkopf - Angererkopf Überschreitung: Streckenplan
Zwölfer - Elfer - Liechelkopf - Angererkopf Überschreitung: Höhenprofil
5-Gipfel-Tour 01: Zunächst von Mittelberg Richtung Alpe Gemstel-Schönesboden.
5-Gipfel-Tour 02: Blick zum Zwölfer
5-Gipfel-Tour 03: Kurz vor der Alpe auf einem kaum sichtbaren Pfad nach links abzweigen.
5-Gipfel-Tour 03: Blick zur Alpe
5-Gipfel-Tour 04: Dieser Pfad führt nun rechts neben einem Bach durch einen Wald.
5-Gipfel-Tour 05: Im Wald kommt auf den nächsten 300 Höhenmetern etwas Urwald-Feeling auf.
5-Gipfel-Tour 06: Blick auf die Grashänge mit einige Bachquerungen.
5-Gipfel-Tour 07: Nach dem Wald an einer kleinen Jagdhütte vorbei.
5-Gipfel-Tour 08: Nun wird es knifflig. Entweder überquert man alle Bäche bereits sehr früh im unteren Bereich der Sträucher, oder man überquert diese erst oberhalb. DIe letzte Querung ist allerdings im unteren Bereich sehr anspruchsvoll. Optimalerweise g
5-Gipfel-Tour 09: In rot unsere Variante, in blau wahrscheinlich die optimale Variante, in lila eine weitere Option, wobei da der Weg an den Bäumen vorbei komplex sein kann.
5-Gipfel-Tour 10: Reste eines toten Tiers :(
5-Gipfel-Tour 12: Blick auf den Widderstein
5-Gipfel-Tour Allgäu 12: Beim Überqueren einer der Bäche
5-Gipfel-Tour Allgäu 13: Hier queren wir wohl zu früh über einen steilen Bach. Optimalerweise steigt man viel weiter nach oben auf und quert erst im sicheren Terrain.
5-Gipfel-Tour Allgäu 14: Nun im steilen Gras bergauf
5-Gipfel-Tour Allgäu 15: Blick auf die steile und heikle Querung mit Widderstein im Hintergrund.
5-Gipfel-Tour Allgäu 16: Im Gras bergauf. Gutes Training für die Waden.
5-Gipfel-Tour Allgäu 17: Nun gemütlich am Kamm entlang zum Zwölfer.
5-Gipfel-Tour Allgäu 18: Blick Richtung Nordosten.
5-Gipfel-Tour Allgäu 19: Blick vom Zwölfer zum Elfer.
5-Gipfel-Tour Allgäu 20: Und schon geht es retour und weiter zum Elfer.
5-Gipfel-Tour Allgäu 21: Gipfelkreuz des Elfer. Dem höchsten Punkt der Tour.
5-Gipfel-Tour Allgäu 22: Blick zurück vom Elfer auf den Zwölfer - eine einfache Kammwanderung.
5-Gipfel-Tour Allgäu 23: Foto vom Elferkopf-Gipfel.
5-Gipfel-Tour Allgäu 25: Erstmals wird nun auch gekraxelt.
5-Gipfel-Tour Allgäu 26: Blick vom Runden Köpfle Richtung Liechelkopf.
5-Gipfel-Tour Allgäu 27: Kurz vor dem Liechelkopf wird noch ein Mal geklettert.
5-Gipfel-Tour Allgäu 28: Der Abschnitt zum Liechelkopf.
5-Gipfel-Tour Allgäu 29: Klettern auf dem Weg zum Liechelkopf.
5-Gipfel-Tour Allgäu 30: Am Gipfel des Liechelkopf sehen wir bereits ganz links den Angererkopf. Davor scheint ein hoher Felskopf den Weg zu versperren.
5-Gipfel-Tour Allgäu 31: Blick auf den Biberkopf.
5-Gipfel-Tour Allgäu 32: Ein Bergfenster.
5-Gipfel-Tour Allgäu 33: Angekommen am Fels vor dem Angererkopf sieht das Terrain nun doch leichter aus als es ist.
5-Gipfel-Tour Allgäu 34: Wir steigen ein Stück bergab (die Gämse interessiert das wenig) um über ein Band den Felskopf zu überqueren.
5-Gipfel-Tour Allgäu 35: Das Band gut sichtbar, schön zum klettern, wenn auch leicht brüchig.
5-Gipfel-Tour Allgäu 36: Nach dem Band sieht das Terrain plötzlich viel einfacher aus. Gehgelände bis zum Angererkopf.
5-Gipfel-Tour Allgäu 37: Auf dem Weg zum 4. Gipfel.
5-Gipfel-Tour Allgäu 38: Blick vom Gipfel bergab zum Wanderweg bei der Mindelheimer Hütte.
5-Gipfel-Tour Allgäu 39: Blick zum Geißhorn, den man im Abstieg noch mitnehmen kann.
5-Gipfel-Tour Allgäu 40: Gipfelkreuz des Angererkopf.
5-Gipfel-Tour Allgäu 41: Abstieg nun auf gleichem Weg bis zum unteren Teil des Bandes.
5-Gipfel-Tour Allgäu 42: Nach dem Abklettern über das Band auf einem steilen Wiesenhang bergab zum Wanderweg.
5-Gipfel-Tour Allgäu 43: Vorbei an vielen Gämsen.
5-Gipfel-Tour Allgäu 44: Bergab zurück in die normale Welt.
5-Gipfel-Tour Allgäu 45: Am Wanderweg nun noch über Altschneefelder auf den Wildengundkopfsattel.
5-Gipfel-Tour Allgäu 46: Blick Richtung Mindelheimer Hütte.
5-Gipfel-Tour Allgäu 47: Wer nun noch motiviert ist, kann zum Wildengundkopf vorsteigen. Sehr anspruchsvolles Gehgelände, ausgesetzt mit kurzem Klettern.
5-Gipfel-Tour Allgäu 48: Blick auf den Gipfel des Wildengundkopf.
5-Gipfel-Tour Allgäu 49: Wieder auf dem Retourweg zum Sattel. Noch einmal ist gute Konzentration gefragt.
5-Gipfel-Tour Allgäu 50: Blick zum Geißhorn, dass man ebenfalls noch mitnehmen könnte.
5-Gipfel-Tour Allgäu 51: Wir laufen nun aber über den Wanderweg zurück Richtung Mittelberg.
5-Gipfel-Tour Allgäu 52: Vorbei ein einer unbewirtschafteten Hütte.
5-Gipfel-Tour Allgäu 53: Kurze Einkehr in der Alpe Obergemstel.
5-Gipfel-Tour Allgäu 54: Und nun im Laufschritt zurück ins Tal.

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(Aktualisiert: 17 Oktober 2025)
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Ausdauer
 
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Technik / Schwierigkeit
 
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Lange und ausgesetzte Rundtour abseits des Massentourismus, die einige Kletterstellen bis UIAA 2 hat.
H
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