Die Saison 2024/25 der türkischen Süper Lig bot nicht nur sportliche Highlights, sondern auch zahlreiche interessante Transfergeschichten.
Viele Vereine investierten klug – andere weniger glücklich. Besonders auffällig waren die ablösefreien Transfers, die für Furore sorgten, sowie kostspielige Neuzugänge, die entweder voll einschlugen oder sich als teure Missverständnisse entpuppten.
Hochkarätig zum Nulltarif
Besiktas bewies in der Saison 2024/25 ein feines Gespür für ablösefreie Verstärkungen. Besonders Rafa Silva, der 25-fache portugiesische Nationalspieler, wurde schnell zur tragenden Säule im Offensivspiel. Direkt in den ersten beiden Ligapartien traf er jeweils einmal und setzte damit ein frühes Ausrufezeichen. Im Verlauf der Saison wurde der 31-Jährige auf der Position der hängenden Spitze zum konstanten Leistungsträger. Mit 18 Toren und 13 Assists in 49 Pflichtspielen war er ein entscheidender Faktor für Besiktas' Offensivspiel. Auch Gabriel Paulista, ebenfalls ablösefrei verpflichtet, sorgte in der Abwehr für Stabilität. Trotz einiger verletzungsbedingter Ausfälle absolvierte der 34-jährige Brasilianer immerhin 28 Partien und gehörte regelmäßig zu den bestbewerteten Spielern seines Teams.
Ein bemerkenswerter Wintertransfer war Talisca, der ablösefrei zu Fenerbahce stieß. Der technisch beschlagene Offensivspieler brachte frischen Wind ins Spiel der Gelb-Marineblauen und erzielte in nur 23 Pflichtspielen starke 12 Tore, ergänzt durch zwei Assists. Ebenfalls positiv überraschte Emre Akbaba bei Aufsteiger Eyüpspor. Der zentrale Mittelfeldmann kam zum Nulltarif aus Adana und war mit sieben Toren und zwei Vorlagen in 38 Pflichtspielen einer der Schlüsselspieler beim beeindruckenden Debütjahr des Clubs in der Süper Lig.
Torgefahr und Spielwitz: Diese Transfers waren jeden Cent wert
In der Offensive setzten gleich mehrere Süper-Lig-Klubs auf prominente Namen – und wurden für ihren Mut belohnt. Galatasaray gelang mit der Leihe von Viktor Osimhen ein echter Coup. Der Nigerianer war nicht zu stoppen, traf 26 Mal in 30 Ligaspielen und bereitete zudem fünf Treffer vor. Der 41-fache Nationalspieler wurde verdientermaßen Torschützenkönig. Auch Fenerbahce überzeugte mit Youssef En-Nesyri, der für rund 20 Millionen Euro verpflichtet wurde. Der Marokkaner zahlte das Vertrauen mit 20 Treffern und sechs Assists in 34 Ligaspielen eindrucksvoll zurück. Besiktas sicherte sich die Dienste von Ciro Immobile für vergleichsweise günstige zwei Millionen Euro. Der Italiener, trotz seines Alters von 35 Jahren, bewies seine Klasse mit 19 Toren in 41 Pflichtspielen. Ihre Leistungen freuten nicht nur die Fans, sondern auch die Wettfreunde – da sie regelmäßig als zuverlässige Optionen bei Torschützenwetten galten, was sie besonders interessant für die Nutzer der Top neuen Online Wettanbieter in Deutschland machte.
Auch jenseits der Sturmspitze wurden kluge Transfers getätigt. Trabzonspor investierte vier Millionen Euro in Muhammed Cham, der sich schnell als Hoffnungsträger etablierte. In einer durchwachsenen Saison war der 24-jährige Österreicher ein konstanter Lichtblick: Sechs Tore und zwölf Vorlagen in 37 Pflichtspielen sprechen eine deutliche Sprache. Bei Basaksehir avancierte Yusuf Sari zum Winter-Schnäppchen. Für gerade einmal eine Million Euro verpflichtet, entwickelte sich der Flügelspieler mit vier Treffern und fünf Assists in 19 Partien zum unverzichtbaren Bestandteil des Teams.
Wenn große Namen enttäuschen: Die Flops der Saison
Nicht jeder Transfer erfüllte die Erwartungen. Besonders bitter verlief die Saison für Stefan Savic bei Trabzonspor. Der erfahrene Innenverteidiger wechselte mit viel Vorschusslorbeeren nach seiner Zeit bei Atlético Madrid in die Türkei, doch Verletzungen bremsten ihn immer wieder aus. Mit nur 20 Einsätzen blieb er weit hinter den Erwartungen zurück – sportlich wie wirtschaftlich eine enttäuschende Verpflichtung.
Auch bei Fenerbahce griff man mehrfach daneben. Der wohl größte Reinfall war Rade Krunic. Für 3,5 Millionen Euro geholt, absolvierte der bosnische Mittelfeldspieler lediglich ein einziges Ligaspiel, bevor er bereits im September ablösefrei zu Roter Stern Belgrad weiterzog. Noch kostspieliger war der Wintertransfer von Diego Carlos. Für rund zwölf Millionen Euro aus der Premier League geholt, spielte der Verteidiger lediglich vier Ligaspiele, ehe auch ihn Verletzungen außer Gefecht setzten.
Die Süper Lig zeigte in dieser Saison einmal mehr: Große Namen garantieren nicht automatisch großen Erfolg. Während einige Transfers auf ganzer Linie einschlugen, erwiesen sich andere als teure Missverständnisse – mit teils erheblichen sportlichen Konsequenzen.

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