Berlin brannte – zumindest sportlich
Wer am Samstagabend dachte, er erlebt einfach nur einen netten Sonnenuntergang über dem Kudamm, der wurde eines Besseren belehrt: Die adidas Runners City Night 2025 verwandelte Berlins City West in eine wahre Glutkammer aus Tempo, Schweiß und lauter Euphorie. Kein Regen, kein Wind – nur Gänsehaut. Und zwar nicht nur bei den Läufern, sondern auch beim Party-Volk am Streckenrand.
Bei optimalen Bedingungen stürmten über 14.500 Sportler durch die Hauptstadt. Und was da abging, hatte mehr von einem Open-Air-Festival mit Adrenalinfaktor als von einem klassischen Lauf-Event. Die adidas Runners City Night bewies wieder mal, dass Laufen längst mehr ist als Fitness – es ist Lifestyle, Szene und Berliner Kiezgeflüster in Laufschuhen.
Skater, Sprinter, Stimmungskanonen
Los ging’s um 18 Uhr mit dem Inlineskating – und das war gleich mal ein Brett: Rund 500 Skater donnerten über den Kudamm, als gäbe es nen Pokal mit Goldrand. Lilly Weidener schnappte sich bei den Damen den Sieg in 18:42 Minuten, während Alexander Bastidas mit einem gnadenlosen Start-Ziel-Sieg in 15:34 Minuten die Konkurrenz alt aussehen ließ. Da kam selbst der Asphalt ins Schwitzen.

Nur eine Stunde später dann der große 5-Kilometer-Kick. Die Strecke? Schnell wie ein Berliner Schnauzer auf der Flucht vor dem Ordnungsamt. Luca Fahrenson siegte in 14:34 Minuten und Lea Brückner machte mit 17:07 Minuten klar, dass sie nicht nur zum Spaß da war.
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Die große 10-Kilometer-Schlacht
Dann, 20:30 Uhr, wurde’s ernst. Die 10-Kilometer-Distanz – das Herzstück der adidas Runners City Night – war bis auf den letzten Startplatz voll. Über 10.000 Läufer auf engstem Raum – der Ku’damm sah aus wie ein Bienenstock unter Strom.

Im Feld: nationale Top-Läufer, internationale Cracks und einige, die schon bei Olympia dabei waren. Der Hype um Eilish McColgan war riesig – aber es sollte anders kommen. Denn plötzlich zauberte Chloé Herbiet einen Run auf den Asphalt, der selbst den DJ an der Gedächtniskirche verstummen ließ. 31:12 Minuten – neuer Streckenrekord. McColgan landete auf Platz zwei, Esther Pfeiffer wurde Dritte.
Pfeiffer zündet den Turbo
Auch bei den Männern war Schluss mit gemütlichem Abendlauf. Mamiyo Hirsuato ging früh in Führung, doch dann kam Hendrik Pfeiffer. Ab Kilometer sieben explodierte er förmlich, überrollte die Konkurrenz und sicherte sich in 28:27 Minuten nicht nur den Sieg, sondern auch den Streckenrekord. Dahinter: Filimon Abraham (28:30) und Aaron Bienenfeld (28:34).

Ein Lauffest
Was die adidas Runners City Night 2025 wirklich ausmacht, ist der Spirit. Die Stimmung an der Strecke, die Leuchtarmbänder, die Beats an jeder Ecke, die knallbunte Medaille, die in der Dunkelheit leuchtet wie ein Honigbonbon – das alles macht den Unterschied. Der Adenauerplatz mutierte zur Cheering-Zone, Bands heizten den Läufern ein und am Zieltor an der Gedächtniskirche wurde jeder Finisher wie ein Rockstar empfangen.
Die schnellste Nacht Berlins hat ihrem Ruf wieder alle Ehre gemacht. Neue Bestzeiten, neue Rekorde, neue Geschichten. Und Berlin? Hat mal wieder gezeigt, wie man läuft – und dabei tanzt.
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