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Mit zunehmend steigenden Temperaturen steigt auch die Lust und die Sehnsucht vieler naturverbundenen Menschen, die Berge unserer unendlich schönen Alpen zu erobern.

Die Alpen sind das bekannteste Merkmal Mitteleuropas. Vor allem Österreich und die Schweiz sowie Teile Italiens (Südtirol), Frankreichs und Deutschlands profitieren touristisch enorm von den Alpen.

Die Westalpen und die Ostalpen

Die Alpen gliedern sich in die Westalpen und Ostalpen. Die Ostalpen umfassen alle Berge in Österreich, Deutschland, Slowenien, Liechtenstein sowie Teile Italiens und der Schweiz. In den Ostalpen liegen die kleineren Berge der Alpen. So befindet sich mit dem Piz Bernina lediglich einer der 82 Alpen-Viertausender in den Ostalpen. Die Westalpen beinhalten die Berge Frankreichs sowie die westliche Bergregion Italiens und der Schweiz. In Summe befinden sich 81 Viertausender in den Westalpen, darunter mit dem Mont Blanc auch der höchste Berg Zentraleuropas.

Was macht Berge so faszinierend?

Der limitierende Faktor für Bergtouren ist - neben den körperlichen Voraussetzungen - das Wetter. Es gibt nicht viele Tage im Jahr, die uns ideale Wanderbedingungen bescheren. Im Winter werden die Wanderschuhe beiseitegelegt. Besonders „harte Kerle“ nutzen diese Jahreszeit abseits der Pisten für beeindruckende Skitouren. Ist der meiste Schnee von den Bergen, so kann das Wetter allerdings rasch zum Spielverderber werden. In hohen Regionen sind schnelle Wetterumbrüche keine Seltenheit. Starker Wind und schwere Gewitter können so die Tour zu einem lebensgefährlichen Abenteuer machen. Gerade 2018 benötigt der Wanderer viel Geduld. Das Frühjahr war von zahlreichen Gewittertagen mit starken Regenfällen und teilweise sogar Schneefällen geprägt.

Neben dem großartigen Panorama und der einzigartigen Atmosphäre schätzen viele die Bergeinsamkeit. Auf Bergen ist man meist unter wenigen Leuten und weit weg vom hektischen Alltag. Ideal zum Abschalten. Die Lust auf neue Bergtouren kann man sich heutzutage leichter denn je holen. Denn mittlerweile gibt es auch in der Zeit des Internets viele Blogger, die von spannenden Bergabenteuern berichten und so durchaus auch andere Menschen zur Bewegung in der Natur animieren. Doch welche Tourenmöglichkeiten gibt es generell in den Alpen?

Das Abenteuer beginnt nicht unweit von der Großstadt

Die Möglichkeiten an Bergtouren in den Alpen sind nahezu unendlich. Sowohl auf den Rookie als auch auf den Profi warten spannende Abenteuer in den Ost- und Westalpen. In Österreich oder der Schweiz hat man es, egal wo man lebt, nicht weit bis zu den ersten Bergen. Auch weit im Osten, wie etwa in Wien, ist der Weg zu den ersten Bergabenteuern ein sehr Kurzer. So sind etwa die Rax oder der Schneeberg absolute Klassiker für erste Touren in den Bergen.

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Allseits bekannt in Österreich: Traunstein, Dachstein und Großvenediger

Blick vom Hohen Dachstein auf die ersten Gletscher im Osten Österreichs

Je weiter es Richtung Westen geht, desto höher werden die Berge und desto anspruchsvoller die Touren. Steiermark und Oberösterreich sind umgeben von vielen Zweitausendern. Gerade in der Steiermark reiht sich eine Gebirgsgruppe an die andere. Beliebte Ausflugsziele sind etwa der Hochschwab, der Lugauer, der Grimming oder der Greim. Letzterer ist bei Skitourengehern groß angesagt. In Oberösterreich ist etwa der Traunstein ein – nicht zu unterschätzender – Klassiker! Eines haben die beiden Bundesländer aber gemeinsam. Sie teilen sich den höchsten Gipfel – nämlich den „Hohen Dachstein“. Das Dachsteinmassiv bildet mit einer maximalen Höhe von 2.995 Metern sozusagen den Beginn der hochalpinen Touren und ist von Gletschern umgeben. Noch weiter westlich sind stark vergletscherte Berge hingegen keine Seltenheit mehr. Für die benötigt der Bergfex natürlich zusätzliches Equipment, Erfahrung und Fachwissen. Ein absoluter Klassiker unter den Gletschertouren ist der Hochvenediger in Salzburg, der mit 3.657 Metern auch zu den höchsten Bergen Österreichs zählt. Die Tour über die Normalwege ist technisch einfach, aber von vielen Gletscherspalten umgeben.

Der höchste Punkt Österreichs und der größte Berg der Ostalpen

Der höchste Punkt in Österreich: Der Gipfel des Großglockners!

Den höchsten Berg Österreichs teilen sich Kärnten und Tirol. Der Großglockner bildet mit einer Höhe von 3.798 Metern den höchsten Punkt in der Alpenrepublik und ist natürlich das Ziel eines jeden Bergsteigers. Viele weitere Bergtouren über 3.000 Meter gibt es in den westlichen Bundesländern Österreichs (Salzburg, Tirol, Vorarlberg). Für den ersten Gipfel über 4.000 Meter muss man allerdings noch ein Stück weiter westlich. Der Piz Bernina ist mit 4.048 Metern der einzige Viertausender in den Ostalpen und befindet sich im Osten der Schweiz. Der Gipfel liegt nur 200 Meter entfernt von der Grenze zu Italien.

Ein Berg, der Jedem in Erinnerung bleibt

Noch ein Stück dünner ist die Höhenluft in den Westalpen, wo sich 81 weitere Viertausender aneinanderreihen. Bekannt ist etwa das Monte-Rosa-Massiv, mit mehr als zehn Viertausendern, die von guten Bergsteigern binnen weniger Tage alle erreicht werden können. Einer davon ist die Dufourspitze, die mit 4.634 Metern den höchsten Punkt der Schweiz bildet. Etwas niedriger, aber noch bekannter ist das Matterhorn. Der Berg bleibt aufgrund seines markanten Aussehens jedem in Erinnerung. Das Matterhorn wird auch gerne als der schönste Berg der Alpen bezeichnet. Allerdings ist er auch einer der schwersten und gefährlichsten Berge der Alpen.

 

Höchster Punkt der Alpen & der EU – aber auch in Europa?

Blick auf den Mont Blanc bei Nacht

Technisch weniger anspruchsvoll, aber keineswegs zu unterschätzen, ist der höchste Punkt der Alpen – der Mont Blanc. Mit 4.810 Metern ist der Mont Blanc zudem der höchste Berg in der EU. Ob der französisch-italienische Berg auch der Höchste in ganz Europa ist, darüber scheiden sich die Geister. Denn der Elbrus im russischen Kaukasus ist mit 5.642 Metern deutlich höher. Ob er sich aber noch in Europa befindet oder nicht, darüber gibt es keine eindeutigen Aussagen. In den Alpen übertrifft aber nichts den Mont Blanc. Obwohl viele der Aufstiegswege auf den Mont Blanc technisch unschwierig sind, ist er laut Unfallstatistik der tödlichste Berg der Welt. Das hat viele Gründe: Einerseits, weil er natürlich teilweise stark überlaufen ist und von vielen Personen unterschätzt wird. Andererseits machen ihn die Höhe und die stark wechselnden Wetterbedingungen rasch zu einer Todesfalle.

Eine ausreichende Akklimatisation, eine zielgerichtete Ausrüstung und eine gute Vorbereitung sollte sich daher jeder Bergwanderer und Bergsteiger ans Herz legen. Das gilt nicht nur für den Mont Blanc, sondern auch für alle anderen Bergtouren. Dann steht auch einer traumhaft schönen Bergtour nichts mehr im Wege.

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