Im Sport geht es oft um Geschwindigkeit, Technik und Rekorde. Doch adidas wirft jetzt ein ganz anderes Kapitel auf.
Mit dem Supernova Rise 3 Adaptive bringt der Sportriese seinen ersten Leistungslaufschuh auf den Markt, der gezielt für Athleten mit Behinderungen entwickelt wurde. Nicht als Marketing-Gag, sondern in echter Zusammenarbeit mit denjenigen, die ihn brauchen. Das Ergebnis: ein Schuh, der Inklusion buchstäblich spürbar macht.
Ein Schuh, der Geschichten erzählt
Die Inspiration kommt von niemand Geringerem als Chris Nikic, dem ersten Menschen mit Down-Syndrom, der einen Ironman absolvierte. Wie er selbst sagt: "Was für die meisten Menschen eine 2 von 10 an Schmerz ist, fühlt sich für mich wie eine 8 an. adidas verstand genau, was ich in einem Schuh brauche. Jetzt liebe ich das Laufen – weil meine Füße nicht mehr weh tun." Ohne passende Schuhe war selbst ein paar Meilen laufen ein harter Kampf. Dank der engen Kooperation mit adidas konnte Chris in den letzten Jahren drei Ironmans, vier Halbironmans und 20 Marathons bestreiten und das ohne Fußschmerzen, die andere Läufer nur als kleines Ärgernis kennen.
Multi-Jahre-Projekt mit echtem Anspruch
Der Supernova Rise 3 Adaptive ist nicht irgendein Schuh mit bunten Extras. adidas arbeitete über Jahre hinweg mit GAMUT Management zusammen, um den Schuh auf Herz und Nieren zu testen. Fokusgruppen mit Menschen mit Down-Syndrom, Rollstuhlfahrern, chronisch Kranken und Personen mit Mobilitäts- oder Feinmotorikproblemen lieferten essentielle Erkenntnisse. Sogar zwei Paralympianer, Tracy Otto und Haven Shepherd, waren beteiligt. Das Resultat: der Schuh trägt das GAMUT Seal of Approval™. Ein Gütesiegel für inklusive Produkte.

Tracy Otto sagt: "Meine Erfahrung bei der Zusammenarbeit mit adidas war unglaublich und ein echtes Abenteuer! Das gesamte Team war darauf fokussiert, den besten adaptiven Schuh zu schaffen, mit Features, die mir Freiheit und Unabhängigkeit geben." Das klingt nach Sportleidenschaft, die weit über Marketing hinausgeht.
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Technik, die bewegt
Die Supernova Rise 3 Adaptive vereint bekannten Komfort der Supernova-Serie mit cleveren Anpassungen für adaptive Athleten:
- Dreamstrike+ Foam: Reformulierte Schaumtechnologie, 20% weicher als im Vorgänger.
- LIGHTTRAXION Outsole: Verlässlicher Grip, auf den Athleten sich verlassen können.
- Easy Step-In Heel: Robuster Einstieg für Hände-frei oder eingeschränkte Mobilität.
- Niedriger Druck auf Schnürsystem: Reduziert Druckstellen an empfindlichen Stellen.
- Taktile Elemente: Chevron-Muster am Absatz für visuelle oder sensorische Unterstützung.
- Magnetische Laschen: Einfacher Einstieg, besserer Halt und Anpassung.
- Breitere Passform: Zehen haben mehr Raum, Fuß anatomisch korrekt gelagert.

Mit einem Stapelhöhen-Mix von 37mm hinten zu 29mm vorne, einem Drop von 8mm und einem Gewicht von 290g bei Männern und 246g bei Frauen, liefert der Schuh Performance ohne Kompromisse. Preislich liegt er bei 140 Dollar oder 150 Euro. Ein fairer Deal für Inklusion und Technik zugleich.
adidas’ Anspruch auf Gleichberechtigung
Patrick Nava, Global GM bei adidas Running, bringt es auf den Punkt: "Wir glauben daran, dass Sport Leben verändern kann, und unsere Aufgabe bei adidas Running ist es, Laufen für alle Athleten zugänglich und angenehm zu machen. Wir haben unzählige Stunden damit verbracht, zuzuhören und zusammen mit adaptiven Athleten zu innovieren. Adaptive Performance darf kein Nebengedanke sein." Ein klarer Auftrag, den adidas hier ernst nimmt. Kritiker könnten einwenden, dass ein einzelner Schuh das System nicht revolutioniert, aber als Signalwirkung für den gesamten Markt ist er ein wichtiger Schritt.
Ab dem 21. März, dem Welt-Down-Syndrom-Tag, ist der Schuh weltweit erhältlich: online, in der adidas-App und in ausgewählten Stores. Für Millionen von Menschen mit Behinderungen könnte dieser Schuh die Tür zu Sport öffnen, die bisher verschlossen war. Und für die restlichen Läufer? Vielleicht ein kleiner Reminder, dass Inklusion und Leistung kein Widerspruch sein müssen.
Fotos: © Adidas

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