Das große Laufbuch der Trainingspläne

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Der Einsatz von Stöcken beim Laufen auf Bergen und Trails hat viele Vorteile.

Zwar ist es nicht zwingend notwendig Trail-Stöcke beim Laufen oder Wandern auf Trails im Gebirge zu verwenden, doch es gibt einige Argumente, die für die Stöcke sprechen.

Wir klären in diesem Artikel nicht nur die Vorteile und Nachteile von Trailstöcken auf, sondern stellen auch die 3 besten Modelle vor. Zudem erfährst du, welche unterschiedlichen Kategorien es bei den Trailstöcken gibt, wie sie korrekt eingesetzt werden und welche Länge bei den Stöcken optimal ist.


Trail-Stöcke: Vorteile

1) Sicherheit geht vor

Die Sturzgefahr wird durch Stöcke sowohl bergauf- als auch bergab minimiert. Zudem kann durch den richtigen Einsatz von Trail-Stöcken Energie gespart werden, was wiederum zu besserer Konzentration führt und demnach die Fehleranfälligkeit reduziert. Auch auf nassem oder rutschigem Gelände kann das Risiko von Unfällen dank der Hilfe von Stöcken reduziert werden.

2) Entlastung der Beine

Der Einsatz von Stöcken sorgt auf den Bergen generell für eine bessere Kraftverteilung, was auch einen der Nachteile (das Zusatzgewicht) entschärft. Denn werden die Stöcke korrekt eingesetzt, so kann der Oberkörper (speziell Arme und Schulter) den Beinen etwas an Arbeitsaufwand abnehmen. Auch wenn wir in den Beinen deutlich mehr Kraft haben als in den Armen, ist es vorteilhaft, wenn wir auf Trails bergauf etwas Energie in den Beinen sparen können, indem wir die Last zumindest teilweise auf den Oberkörper verteilen.

Auch bergab können die Beine entlastet werden. Aber nicht nur das. Womit wir schon zum nächsten Punkt kommen.

Vorteile von Trail-Stöcken für Trailrunning

3) Tempokontrolle bergab

Wer an Trailwettkämpfen teilnimmt, muss nicht nur schnell bergauf, sondern auch schnell bergab laufen können. Ohne Stöcke ist die Gefahr eines Sturzes größer und zugleich auch die Tempokontrolle geringer. Denn mit den Stöcken kann auf steilen Bergabpassagen ideal das Tempo kontrolliert werden. So laufen wir damit genauso schnell, wodurch wir weiter zügig vorankommen, aber die Gefahr von Stürzen möglichst gegen Null reduzieren.

4) Längere Energie

Durch die Entlastung der Beine bzw. die bessere Verteilung der Kräfte auf den ganzen Körper, steht uns mit Stöcken in der Regel auch länger Energie auf Trails bzw. in den Bergen zur Verfügung. Demnach steigt auch mit zunehmender Distanz bzw. Dauer die Notwendigkeit von Stöcken.

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5) Entlastung der Gelenke

Stöcke entlasten nicht nur die Beine, sondern auch die Gelenke. Das gilt speziell für die Knie bei Bergab-Abschnitten. Auch die Sprunggelenke werden geschont, sowohl bergauf als auch bergab. Die Gefahr von körperlichen Nachwirkungen nach der Aktivität wird so ebenfalls reduziert.

6) Sehr geringes Gewicht und gut verstaubar

Natürlich möchten wir im Gelände so leicht wie möglich unterwegs sein. Demnach werden hochwertige Trail-Stöcke längst schon so konzipiert, dass sie so wenig wie möglich wiegen. Zudem können zusammenklappbare Stöcke problemlos auch an kleinen Trinkrucksäcken verstaut bzw. befestigt werden.

7) Günstiger Preis

Hochwertige Trailstöcke sind nicht extrem teuer. Stöcke im zweistelligen Euro-Bereich oder im sehr niedrigen dreistelligen Bereich inkl. guter Verarbeitung gibt es zur Genüge am Markt. Die Geldbörse muss also auch nicht darunter leiden.

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8) Langfristige Investition bzw. lange Haltbarkeit

Während Trailschuhe eine begrenzte Lebensdauer haben, können Stöcke auch bei regelmäßiger Nutzung oft über Jahre hinweg genutzt werden. Es ist also eine einmalige (oder zumindest langjährige) Investition, die sich bezahlt macht.


Trail-Stöcke: Nachteile

1) Zusatzgewicht

Auch wenn das Gewicht (ca. ab 100 Gramm pro Stock) mittlerweile kaum noch ins "Gewicht" fällt, ist es eben ein Zusatzgewicht, welches mitgenommen werden muss. Auf kurzen oder technisch einfachen Trails ist so womöglich der Aufwand größer als der tatsächliche Nutzen.

Womit wir gleich zum zweiten Punkt kommen:

2) Nicht für alle Routen in den Bergen geeignet

Trailstöcke sind nicht unbedingt immer und überall auf jedem Trail notwendig. Flache Touren mit wenigen Höhenmetern können problemlos auch ohne Stöcke absolviert werden. Auch bei sehr anspruchsvollen Routen sollte vorab abgewogen werden, ob es diese Stöcke benötigt. Wer womöglich eine Klettertour machen möchte, inkl. einem gemütlichen flachen Zustieg zur Wand, wird die Stöcke ebenfalls nicht benötigen. Zumal beim Klettern tatsächlich jedes Gramm zählt.

3) Falsche Technik

Wer die Stöcke am Berg vollkommen falsch einsetzt, wird damit garantiert nicht glücklich. Manchmal benötigt es dafür schon etwas Rhythmusgefühl. Fehlt dieses, könnten Stöcke sogar die Gefahr von Stürzen oder Unfällen erhöhen.

4) Keine freien Hände

Wer während der Bewegung essen oder trinken möchte, hat da natürlich mit Stöcken in der Hand deutlich mehr Probleme als ohne. Zwar können die Stöcke dazwischen eingesteckt werden, dass erfordert aber wiederum einige zusätzliche Handgriffe. Ebenfalls hinderlich sind sie auf einem Terrain wo regelmäßig leichte Kletterpassagen mit Trailabschnitten wechseln. Bei Kletterpassagen ist es natürlich nicht sinnvoll, die Stöcke in den Händen zu halten.


Vorteil von faltbaren Trail-Stöcken

  • Faltbare bzw. klappbare Stöcke haben einen riesigen Vorteil. Sie können problemlos auch in bzw. auf den kleinsten Rücksäcken verstaut werden, auch auf typischen Trinkrucksäcken für Trailläufer.
  • Da sie zusammenklappbar sind, ragen sie, außen am Rucksack angebracht, nicht übermäßig steil empor. Damit ist die Gefahr von Unfällen oder Behinderungen anderer stark reduziert.

Die optimale Länge von Trailrunning-Stöcken

Formel: Körpergröße in cm x 0,67 = Stocklänge in cm

Anmerkung: Statt 0,67 gibt es verschieden Empfehlungen, meist 0,68 oder 0,66 - deswegen haben wir uns für den Mittelwert entschieden.

Unser Tipp: Teleskopstöcke sind größenverstellbar, womit die Gefahr einer falschen Stocklänge quasi gegen Null reduziert wird. Mehr dazu im nächsten Punkt.

KörpergrößeStocklänge
140 94
145 97
150 101
155 104
160 107
165 111
170 114
175 117
180 121
185 124
190 127
195 131
200 134

Angaben in cm


Verstellbare Trail-Stöcke

Auch wenn sogenannte Teleskopstöcke etwas kostspieliger sind, haben sei einen großen Vorteil: Sie sind größenverstellbar bzw. besser gesagt, längenverstellbar. Das hat viele Vorteile:

  • Die Länge der Strecke kann an das Terrain angepasst werden (bergauf kürzer, bergab länger)
  • Bei Nachwuchssportlern können sie an den Wachstumsschub angepasst werden
  • Verleih an andere Personen mit unterschiedlicher Körpergröße ist möglich

Nachteile: Das Gewicht ist normalerweise etwas höher. Auch bei der Stabilität könnte es kleine Einbußen geben.


Trail-Stöcke am Rucksack befestigen

Die klassischen Laufrucksäcke sind selbstverständlich mit einer Befestigungsmöglichkeit für Stöcke ausgestattet. Diese befindet sich an der Außenseite des Rucksacks. Bei sehr großen Rucksäcken, z.b. für Hochtouren, können die Stöcke auch im Rucksack platziert werden. In der Regel werden sie aber immer an der Außenseite des Rucksacks angebracht.

Auch einige Trinkgürtel bieten die Möglichkeit, Trail-Stöcke am Gürtel zu fixieren.


Trail-Stöcke im Test: Unsere Top 3

Die Reihenfolge ist alphabetisch und keine Platzierung

1) Black Diamond Distance Carbon Z

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Ein sehr leichtes Modell und daher ideal für Trailläufer, ist der "Distance Carbon Z". Das Modell kommt auf unter 300 Gramm pro Paar, lässt sich zusammenklappen und wird für Trailläufer und Ultra-Trailläufer empfohlen.

Zum Black Diamond Distance Carbon Z *


2) Komperdell C3

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Die Komperdell C3 Stöcke werden ja eigentlich als Trekking- und Wanderstöcke empfohlen. Es spricht aber nichts gegen einen Einsatz bei Trail-Wettkämpfen.

Denn das Gewicht ist mit 224 Gramm der Hammer, zudem kann die Größe des Carbon-Stockes individuell eingestellt werden und im Bereich von 105 - 140 cm genutzt werden.

Unser Preis-Leistungstipp!

Zum Komperdell C3 *


3) Leki Micro Trail Race

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Den Leki Mirco Trail Race gibt es in drei unterschiedlichen Größten. Es ist also kein Teleskopstock, dafür ist er aber faltbar. Das Gewicht ist mit 350 Gramm pro Paar etwas hoch, überzeugend ist bei diesem Carbon-Stock aber die Stabilität und die Qualität der Verarbeitung.

Unser Tipp für lange Trail- und Wandertouren.

Zum Leki Micro Trail Race *

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Unterschiedliche Varianten von Stöcken für Trailläufer

1) Zusammenklappbar: Ja oder Nein?

Zusammenklappbare (faltbare) Stöcke können im Gegensatz zu herkömmlichen Stöcken besser verstaut werden. Solche Stöcke lassen sich in der Länge zumeist auf ein Drittel (also auf 3 Teile) verkleinern.

2) Größenverstellbar: Ja oder Nein?

Verstellbare Stöcke können individuell an die Körpergröße und auch an die Gegebenheiten des Terrains angepasst werden. Diese werden als "Teleskopstöcke" bezeichnet.

3) Material: Carbon oder Aluminium

Wie auch etwa beim Steigeisen gibt es unterschiedliche Materialien zur Auswahl. Und wie auch beim Steigeisen stellt Aluminium die sichere und langlebige Variante dar. Aber gerade sportlich ambitionierte Trailläufer werden bei Stöcken wohl eher auf die leichte Carbon-Variante setzen.

4) Griffe

Bei den Griffen gibt es verschiedene Varianten. Unser Tipp: Die unterschiedlichen Griffe ausprobieren und individuell testen, welche Variante die Bequemste ist. Sehr beliebt sind zudem Trigger-Shark-Systeme, wie etwa von Leki.https://vg08.met.vgwort.de/na/2a33419de86b472cbe58b58a7583b912

Unser Tipp für Trailläufer: Trailstöcke aus Carbon, die zumindest zusammenklappbar (faltbar) sind.


Korrekter Einsatz von Trail-Stöcken beim Laufen

  • Bergauf im Wechsel links rechts: Zu dem Zeitpunkt wo der linke Stock am Boden ansetzt, wird der rechte Fuß vom Boden abgedrückt.
  • Auf steilen Passagen ist bergauf auch ein Doppelstock-Einsatz sinnvoll.
  • Bergab, je nach Schwierigkeit des Geländes. Die Stöcke sollen in dem Fall Stürze verhindern und das Tempo so zügeln, dass sicheres Fortbewegen garantiert wird. Meistens werden die Stöcke seitlich vor dem Körper aufgesetzt.

Zusammenfassung: Vorteile und Nachteile von Trailstöcken und Trekkingstöcken

Vorteile

  1. Mehr Sicherheit
  2. Entlastung der Beine
  3. Tempokontrolle
  4. Längere Energie
  5. Entlastung der Gelenke
  6. Geringes Gewicht & gut verstaubar
  7. Günstiger Preis
  8. Lange Haltbarkeit

Nachteile

  1. Zusatzgewicht
  2. Nicht auf allen Routen geeignet
  3. Falsche Technik kann zu Unfällen führen
  4. Keine freien Hände

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