Dirk Kahlmeyer beim Auckland Marathon 2024
Dirk Kahlmeyer beim Auckland Marathon 2024
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Der 250. Marathon: Am Ende der Welt

Dirk Kahlmeyer lief am 03.11.2024 in Auckland/Neuseeland bzw. Aotearoa, wie es auf Māori heißt, seinen 250. Marathon.

Der Wecker meldete sich um 03:30 Uhr! Kaffeemaschine an und ab ins Badezimmer. Zähne putzen rechts oder linksherum – der Jetlag hinterfragte jede Handlung. Vor 36 Stunden landete ich in Auckland, und somit entstand eine Anreise von knapp 30 Stunden und eine Zeitverschiebung von 12:00 Stunden nach Deutschland.

Es wurde Zeit – rein in das heutige Läuferoutfit, das bereitlag. Nebenbei eine schwarze Tasse Kaffee und ein Süßgebäck. Mit dem Fahrstuhl ab auf die Straßen von Auckland.https://vg04.met.vgwort.de/na/32f69d36faf1480eac480785706ee370

Dirk Kahlmeyer beim Auckland Marathon 2024

Fähre nach Devonport

04:15 Uhr: Auckland feierte noch Halloween. Ja, alles hat seine Zeiten. Wenn das Hotel in Auckland City liegt, benötigt man morgens eine Fähre nach Devonport. 15 Gehminuten bis zur Fähre. Die Marathonläufer sammelten sich im Hafen, und es ging nun auf die Fähren. Die einzelnen Gesichter, das jeweilige Sportoutfit sprechen für sich – Marathontag! Nach 10 Minuten war Devonport erreicht.

Startbereich in Devonport

04:50 Uhr im Hafen von Devonport – dunkel, kalte Windböen, unangenehm, und immer mehr Läufer fanden sich ein. Hier, direkt neben dem Fähranleger, waren die Autos für den Kleiderbeutel, und 300 Meter weiter lag der Startbereich direkt auf der Küstenstraße. Devonport ist ein wundervoller Stadtteil mit den Vulkanen Takarunga/Mount Victoria und Maungauika/North Head mit herrlichen Ausblicken.

05:40 Uhr: Kleiderbeutel abgeben und ab in den Startblock – Start gleich um 06:00 Uhr. Sonnenaufgang und der Marathon wurde gestartet.

Auckland Marathon: Herausforderungen und Eindrücke

Dirk Kahlmeyer beim Auckland Marathon 2024

Endlich war es so weit, aber dieser Marathon hatte es in sich. Nach der Küstenstraße wurde es auch hügeliger! Wir Läufer feierten einander, und mit den Eindrücken und der gesamten Atmosphäre war genügend Energie vorhanden, um diesen 250. Marathon zu meistern.

Auckland Harbour Bridge

KM 15: State Highway 1 – jetzt ging es mit großen Schritten in Richtung Auckland Harbour Bridge. Die Sonne lachte, aber diese kalten Windböen zogen mir die Kraft aus dem Körper. KM 16: Mitten auf der Brücke – was für eine Freude mit atemberaubenden Ausblicken!

Runter von der Brücke durch den Yachthafen – wunderschön, aber ich hatte heute schon ganz gut zu kämpfen.

Wendepunktstrecke

KM 21: Hier ums Eck liegt auch der Victoria Park – Ziel für alle Läuferdistanzen. Weiter durch die City von Auckland, durch den Hafen, am Fähranleger vorbei Richtung St. Heliers Bay. Auf dieser schönen Küstenstraße Tamaki Drive in Richtung St. Heliers Bay war der Wendepunkt.

Jetzt trafen sich die Gesichter von der Fähre oder mein italienischer Kellner (Lauffreund) von gestern und vorgestern. Wir klatschten uns mit einem großen Lächeln ab!

Das Ziel im Victoria Park

Ich musste mich immer wieder fokussieren – der Jetlag, die kalten Windböen – aber das Ziel kam auch für mich immer näher. Die Hochhäuser, der Sky Tower, das Wahrzeichen von Auckland, waren greifbar. Nun noch einmal abbiegen – da liegt der Victoria Park, das Ziel.

Was für eine Lebensfreude, was für ein Lauf! Der 250. Marathon in Ozeanien, Mittelerde, Neuseeland, Auckland – das war großes Kino mit interessanten Begegnungen!

Dirk Kahlmeyer vom 100 Marathon Club, TV Georgsmarienhütte, kam nach 04:14:02 auf Platz 1360, AK 34, sehr glücklich ins Ziel.


Neuseeland: Diese Landschaften lesen sich wie ein Actionthriller!

Dirk Kahlmeyer in Neuseeland

Die Nordinsel vom Norden über Auckland bis nach Wellington. Mittelerde rund um den Waikato-Ort Matamata mit den Kulissen von „Der Herr der Ringe“ und den Hobbits.

Das große Laufbuch der Trainingspläne

Eindrücke der Natur

Mit ihren Küstenabschnitten, Stränden, geothermalen Naturspielen, vulkanischen Mondlandschaften, satten Wäldern bzw. Regenwäldern und ihren majestätischen Bergen – was für eine beeindruckende Naturkulisse!

Überall in den einzelnen Regionen haben wir Wanderungen oder Besichtigungen unternommen. Es gab so viele Highlights wie die Cathedral Cave, die Karangahake Gorge Historic Walkway über die Martha Goldmine bis hin zu den Hobbits!

Dirk Kahlmeyer in Neuseeland

Bei einer Wanderung durch den Regenwald in Richtung Wairere Falls, dem höchsten Wasserfall Neuseelands mit 153 Metern, gab es eine wunderschöne Begegnung mit einer Deutsch-Kanadierin. Wir kamen ins Gespräch, und ich sagte dann mal so: „Die besten Bonbons im Leben sind gelutscht!“ Sie machte ihren Rucksack auf, und eine Tüte kam zum Vorschein – mit Karamell-Bonbons aus Halle. Alle mussten lachen – was für ein Moment!

Viele Deutsche nutzen ihren Aufenthalt in Neuseeland für Work and Travel. Es gab überall immer wieder sehr interessante Gespräche!

Wai-O-Tapu Thermal Wonderland

Einzigartig war dieser Besuch im Geothermalgebiet. Besonders erwähnen möchte ich den Champagner Pool, einen 65 Meter im Durchmesser großen Teich, und den gesteuerten Lady Knox Geysir – was für ein Naturschauspiel!

Napier: Art-Deco-Stadt

Nun ging es weiter nach Napier. 1931 gab es hier ein starkes Erdbeben, das zahlreiche Häuser zerstörte. Der Wiederaufbau erfolgte in dem damals aktuellen Art-Deco-Stil – absolut sehenswert!

Wellington: Die Hauptstadt

Natürlich durfte Wellington, die Hauptstadt, nicht fehlen. Heute erlebten wir sie bei blauem Himmel – was will man mehr? Durch die Straßen von „San Francisco“ – nee, durch die Straßen von Wellington – ging es hoch zum Mount Victoria Lookout. Was für eine Aussicht, ein Postkartenmotiv!

Dirk Kahlmeyer in Neuseeland

Mit den Filmstudios Weta Cave ging es weiter ins Te Papa Tongarewa Museum, das größte Museum über Neuseeland, die Māori-Kultur und vieles mehr. Ein Besuch lohnt sich!

Um diesen Tag abzurunden, fuhren wir mit der Cable Car zum Aussichtspunkt. Wow, was für ein Tag – und dann der Sonnenuntergang über Wellington!

Waitomo Glühwürmchen-Höhlen

Ein weiteres Highlight war die Besichtigung der Waitomo Glühwürmchen-Höhlen. Ein Besuch hier ist Pflicht!

Rückfahrt über den Forgotten Highway

Dirk Kahlmeyer in Neuseeland

Die letzten Tage brachen an. Wir entschieden uns, über den Forgotten Highway (SH43) nach Auckland zurückzureisen. Traumhaftes Wetter begleitete uns, und einmal mit dem Wagen durch den Regenwald zu fahren, war ein Erlebnis mit glänzenden Aussichten.

Diese Reise war ein wundervoller Actionthriller!

Fotos: © Dirk Kahlmeyer



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