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In letzter Zeit wird immer häufiger diskutiert, was eigentlich Sport ist und was nicht. Vielleicht liegt das daran, dass eine steigende Anzahl an Aktivitäten als sportlich gehandelt werden, die nichts mit körperlicher Betätigung zu tun haben.

So sind professionelle Computerspieler mittlerweile eAthleten und auch im Poker hält man Turniere ab, als spiele man in der Riege der Leistungssportler. Wenn man es genau bedenkt, dann ist diese Diskussion nicht einmal neu – schließlich gehört auch Schach zu den anerkannten Sportarten; was wiederum in Frage stellt, ob Sport wirklich nur physische Aktivität beschreibt. Man könnte auch reden von Denksport, Wettsport und so weiter und so fort. Dieser Artikel geht der Frage im Zusammenhang mit der World Series of Poker auf den Grund.

Die Wörterbuch-Frage

Schlägt man Sport im Wörterbuch nach, so ist hier in erster Linie von körperlicher Betätigung die Rede. Bedeutet das das Aus für Poker als Sportart? Nein! Denn als zweite Definition bietet der Duden, dass Sport eine „Betätigung zum Vergnügen, zum Zeitvertreib, ein Hobby“ ist – und diese Bedingung erfüllt Poker allemal. Es lässt sich natürlich auch professionalisieren – doch das tut in diesem Fall seinen grundlegenden Charaktereigenschaften keinen Abbruch. Ob man es nun am Tisch eines WSOP-Turniers spielt, während einem der eigene Manager fest die Daumen drückt, oder sich beim freispielecasino.com Österreich eine Plattform zum Zocken sucht, vergnügen wird man sich dabei in jedem Fall – und die Zeit vertreiben sowieso.

ESPN ist bereits überzeugt

Kein Sender ist mehr Synonym für Sport wie der amerikanische Kanal ESPN. Dass er die WSOP in sein Programm aufgenommen hat, ist gewissermaßen ein Ritterschlag. Kritiker behaupten zwar, dass Poker nicht mit regulären Sportübertragungen mithalten kann – schließlich werden hier keine atemberaubenden körperlichen Leistungen übertragen. Allerdings fiebert man bei einem guten Pokerturnier ähnlich stark mit wie bei den Olympischen Spielen oder der Fußball-WM: Man weiß schließlich, was für riesige Summen auf dem Spiel stehen und was ein falscher Zug für den Spieler bedeuten könnte. Auch die Glückskomponente spielt hier eine Rolle. Letztlich entscheidet über den Ausgang des Spiels nämlich das Schicksal und das macht das Ganze noch nervenaufreibender.

Profisportler wechseln das Feld

Ob Poker nun von allen Instanzen offiziell als Sport anerkannt wird oder nicht – eine Verbindung zu klassischen sportlichen Tätigkeiten besteht auf jeden Fall. Denn immer wieder gibt es Sportler, die ihre Karriere in der körperlichen Betätigung hinter sich lassen, um an den Pokertisch zu wechseln. Hierzu gehören etwa die ehemalige holländische Hockeyspielerin Fatima Moreira de Melo oder der ehemalige Schwimmer Michael Phelps. Den Athleten scheint also die Disziplin und der Wettkampfgeist zu gefallen, den man beim Pokern an den Tag legen muss. Und zu guter Letzt stellt sich noch die Frage: Wie schlimm wäre es, wenn Poker schließlich nicht als Sport klassifiziert würde? Es ist ohne Frage immer noch ein Spiel, für das man starke Skills braucht und das Zuschauer in seinen Bann zieht.

Ob Sport oder nicht – es ist unwahrscheinlich, dass das Interesse an der WSOP abreißen wird. Bleibt nur noch zu hoffen, dass auch Sportsender in Deutschland sich bald des Turnieres annehmen.


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