Alex Matata bleibt das Maß aller Dinge auf der Halbmarathonstrecke:
Beim 20. Türkiye Is Bankasi Halbmarathon in Istanbul (Istanbul-Halbmarathon) feierte der Kenianer am Sonntag seinen fünften Sieg in Serie. In beeindruckenden 59:40 Minuten stürmte er zum Triumph – trotz kräftigem Wind, der vielen Läufern zu schaffen machte.
„Es war wirklich windig, daher konnte ich die avisierte Zeit von unter 59:00 Minuten heute nicht erreichen. Aber ich habe das Rennen gewonnen, womit ich nicht gerechnet hatte“, erklärte Matata nach seinem Lauf, bei dem er nur knapp an seiner persönlichen Bestleistung von 59:20 Minuten vorbeischrammte.
Starker Konkurrenzdruck, souveräne Antwort
Mit einem deutlichen Vorsprung ließ Matata die Konkurrenz hinter sich. Der Äthiopier Berehanu Tsegu erreichte das Ziel nach 60:47 Minuten als Zweiter, während Shadrack Kipkurui aus Kenia in 61:28 Minuten den dritten Platz sicherte. Besonders beeindruckend: Mit seiner Zeit lief Matata die drittschnellste Siegleistung in der Geschichte des Istanbul Halbmarathons.
Für eine positive Überraschung aus deutscher Sicht sorgte Aaron Bienenfeld von Düsseldorf Athletics, der in 62:14 Minuten einen starken sechsten Rang belegte. Bereits im Januar hatte er in Houston seine persönliche Bestzeit auf 61:39 Minuten verbessert und bewies nun auch auf internationaler Bühne seine Klasse.
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Drama pur bei den Frauen
Im Frauenrennen schien alles auf eine Titelverteidigung von Sheila Chelangat hinauszulaufen. Bereits nach fünf Kilometern hatte sie sich von der Konkurrenz abgesetzt, doch bei Kilometer 13 holte sie ihre kenianische Landsfrau Miriam Chebet wieder ein. Chelangat mobilisierte nach 17 Kilometern noch einmal alle Kräfte und setzte sich erneut ab – doch auf der Zielgeraden schlug Chebet zu.
Mit einem beherzten Schlussspurt überholte sie Chelangat nur 50 Meter vor der Ziellinie und sicherte sich in 66:07 Minuten den größten Erfolg ihrer noch jungen Karriere. „Es war nicht leicht, Sheila noch ein zweites Mal einzuholen“, kommentierte die 22-jährige Siegerin ihren packenden Endspurt.
Chelangat kam nach 66:13 Minuten ins Ziel, während Judy Kemboi in 67:47 Minuten den kenianischen Dreifacherfolg perfekt machte. Beste Deutsche war Kristina Hendel vom SCC Berlin (Marathon Team), die sich mit einer Zeit von 1:15:13 auf Rang 18 platzierte.
Großer Andrang trotz Erdbeben
Nur vier Tage nach einem Erdbeben in Istanbul, das glücklicherweise keine Todesopfer forderte und nur geringe Schäden verursachte, verzeichneten die Veranstalter einen neuen Teilnehmerrekord. Rund 16.000 Läufer gingen an den Start, darunter auch viele Teilnehmer am parallel ausgetragenen 10-km-Rennen.
Ergebnisse im Überblick
Männer
- 1. Alex Matata (KEN) – 59:40
- 2. Berehanu Tsegu (ETH) – 60:47
- 3. Shadrack Kipkurui (KEN) – 61:28
- 4. Mathew Samperu (KEN) – 61:32
- 5. Sezgin Atac (TUR) – 61:49
- 6. Aaron Bienenfeld (GER) – 62:14
Frauen
- 1. Miriam Chebet (KEN) – 66:07
- 2. Sheila Chelangat (ETH) – 66:13
- 3. Judy Kemboi (KEN) – 67:47
- 4. Daisilah Jerono (KEN) – 68:17
- 5. Rebecca Chepkwemoi (KEN) – 68:40
- 6. Gete Alemayehu (KEN) – 68:42
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