Die Straßen von Istanbul bereiten sich auf ein spektakuläres Spektakel vor: Der Istanbul Halbmarathon kehrt am 19. April zurück und verspricht Spannung, Geschwindigkeit und eine gehörige Portion Überraschungen.
Für die Titelverteidiger Alex Matata und Miriam Chebet bedeutet das Rennen eine Gelegenheit, ihre beeindruckende Serie fortzusetzen und vielleicht noch Geschichte zu schreiben.
Alex Matata will seine Serie fortsetzen
Alex Matata steht im Fokus der Männerelite. Der 28-jährige Kenianer hat in den letzten zwei Jahren zehn von zwölf Halbmarathons gewonnen, darunter Ras Al Khaimah mit 59:20, Istanbul mit 59:40 bei windigen Bedingungen und New Delhi in 59:50. „Die Rückkehr nach Istanbul fühlt sich wie ein Heimspiel an, und ich will meinen Lauf fortsetzen“, sagte Matata. Mit seinem Zwillingsbruder Charles an seiner Seite, der als Tempomacher startet, aber möglicherweise selbst ins Ziel läuft – könnte es spannend werden. Charles bringt eine persönliche Bestzeit von 60:05 mit.
Auch Solomon Yego wird genau beobachten, ob er die Zeiten von vor zehn Jahren wiederholen kann, als er Rom Ostia in 58:44 lief. Zwar ist dieser Rekord offiziell nicht gelistet, doch Yego, der 59:29 in Barcelona lief, hat gezeigt, dass er nach wie vor zur Spitze gehört.
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Hinzu kommt Shura Kitata, der nach großen Marathon-Erfolgen in London und Sevilla nun auch im Halbmarathon wieder Akzente setzen will. Mit einem offiziellen PB von 59:47 aus Houston und einer unscheinbaren, aber bemerkenswerten Leistung in Philadelphia 2018, könnte Kitata die Mischung aus Erfahrung und frischer Form zu seinem Vorteil nutzen.
Chebet und Zeray liefern sich ein Duell der Extraklasse
Bei den Frauen wird Miriam Chebet ihr Titelverteidigungsrennen bestreiten. Ihre bisher beste Leistung beim Türkiye Is Bankasi Istanbul Half Marathon liegt bei 66:07, und auch in Cardiff zeigte sie 2025 Stärke mit 66:36. In diesem Jahr beeindruckte sie bei einem 10-km-Rennen in Valencia mit 30:08. „Istanbul hat für mich etwas Besonderes, ich freue mich auf die Herausforderung“, betonte Chebet.
Doch die Konkurrenz schläft nicht: Ftaw Zeray hat sich nach einem dritten Platz in Dubai (67:01) und einem Sieg in Paris (65:12) als Topfavoritin etabliert. In den letzten zwei Jahren lief die Äthiopierin neunmal unter 68 Minuten und in drei Rennen sogar unter 67 Minuten. Neben Zeray will auch Asmarech Anley überraschen. Bei ihrem Halbmarathon-Debüt in Ras Al Khaimah gewann sie in 67:22, ohne dass Tempomacher halfen – eine Leistung, die Respekt verdient.
Twins, Rekorde und jede Menge Action
Ein besonderes Highlight: Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen stehen Zwillinge am Start. Die Kenianerinnen Caroline und Purity Gitonga haben bereits international für Furore gesorgt. Bei ihrem einzigen gemeinsamen Rennen in Udine gewann Purity knapp vor Caroline. Ein erneutes spektakuläres Duell steht bevor. Ihre Bestzeiten liegen bei 66:26 und 67:31, was sie zu den schnellsten Zwillingen im Halbmarathon macht.
Die Organisatoren erwarten rund 20.000 Athleten, die sowohl am Halbmarathon als auch beim parallel stattfindenden 10-km-Rennen teilnehmen. Die 21. Auflage des Istanbul Halbmarathon ist als World Athletics Gold Label Road Race gekennzeichnet. Ein Beweis für das internationale Niveau und die Prestige dieses Events.
Der 19. April verspricht also nicht nur Spitzensport, sondern auch Geschichten, die man noch lange erzählen wird. Spannung, Tempo und strategische Rennen: Istanbul wird brennen!
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