Die DM 2025 in Dresden elektrisiert das Stadion
Die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften 2025 in Dresden begannen am Freitagabend mit einem echten Kracher: Der 5.000-Meter-Endlauf der Männer verwandelte das Heinz-Steyer-Stadion bei perfekten Bedingungen in ein brodelndes Tollhaus. 6.100 Zuschauer bekamen ein Rennen zu sehen, das lange von taktischem Geplänkel geprägt war – und dann in einem explosiven Finish mündete.
5.000 Meter der Männer: Spannung bis auf die Ziellinie
Allen voran machte Jonathan Dahlke (TSV Bayer 04 Leverkusen) über weite Strecken das Tempo – sein mutiger Schritt sorgte für ein Grundtempo um 2:48 Minuten pro Kilometer. Doch im Hintergrund formierte sich das Favoriten-Quartett, das den Showdown einläuten sollte.
600 Meter vor Schluss zündete Sam Parsons (SCC Berlin) den Turbo und ging entschlossen nach vorn. An seinen Fersen: Maximilian Thorwirth (SFD 75 Düsseldorf), Florian Bremm (LSC Höchstadt/Aisch) und Mohamed Abdilaahi (Cologne Athletics). Die vier schenkten sich nichts – doch Abdilaahi hatte noch einen Pfeil im Köcher. Eingangs der Zielgeraden setzte er alles auf eine Karte und zog unwiderstehlich davon. Die Arme schon früh ausgebreitet, jubelte er in 13:50,28 Minuten über seinen vierten DM-Titel.
„Ich habe abgewartet und auf meinen Speed vertraut“, sagte der Deutsche Rekordhalter am Stadionmikrofon laut DLV.
Florian Bremm versuchte alles, fand jedoch auf der Innenbahn keinen Weg vorbei und musste außenrum – Silber in 13:50,42 Minuten. Maximilian Thorwirth sicherte sich Bronze (13:50,57 min), Sam Parsons kam nach einem Stolperer auf Rang vier ins Ziel (13:52,30 min).
Wichtiger Hinweis: Dieses Buch macht dich zum besseren Läufer
Frauenrennen: Lea Meyer lässt nichts anbrennen
Im 5.000-Meter-Finale der Frauen bei der DM 2025 in Dresden meldete sich ein bekanntes Gesicht eindrucksvoll zurück: Konstanze Klosterhalfen (TSV Bayer 04 Leverkusen) stand zum ersten Mal seit sechs Jahren wieder bei einer Freiluft-DM an der Startlinie. Doch der goldene Glanz gehörte am Ende einer anderen: Lea Meyer (VfL Löningen) setzte sich mit einem starken Schlussspurt gegen die hartnäckige Elena Burkard (LG Farbtex Nordschwarzwald) durch und sicherte sich in 15:26,33 Minuten souverän den Titel.
Die Entscheidung fiel erst auf den letzten 200 Metern. Zuvor hatte Burkard das Tempo forciert, doch Meyer konterte eiskalt. „Ich hatte sehr viel Spaß und habe es genossen, hier zu laufen“, erklärte sie im Interview und betonte, wie besonders es sei, vor heimischem Publikum aufzutreten.
Elena Burkard holte Silber (15:27,43 min), Konstanze Klosterhalfen musste sich mit Bronze (15:36,77 min) begnügen. Dahinter überzeugte Blanka Dörfel (SCC Berlin), die fast das ganze Rennen allein lief und dennoch mit einer neuen Bestleistung auf Platz vier (15:41,20 min) landete.
Stadion-Explosion beim Hindernis-Finale
Am Samstag setzte die DM 2025 in Dresden noch einen drauf. Das Finale über 3.000 Meter Hindernis entwickelte sich zum emotionalen Höhepunkt – ausgerechnet Lokalmatador Karl Bebendorf (Dresdner SC 1898) lieferte ab. Vor ausverkauftem Haus (10.343 Zuschauer) krönte er sich nach einem packenden Endspurt erneut zum Meister.
Der große Favorit Frederik Ruppert (LAV Stadtwerke Tübingen) konnte dem Antritt auf der letzten Runde nicht folgen. Auch ein kurzer Strauchler am Wassergraben brachte Bebendorf nicht aus dem Takt – in 8:32,90 Minuten feierte er den sechsten DM-Titel seiner Karriere.
„Ich musste hier heute gewinnen. Etwas anderes stand gar nicht zur Debatte“, erklärte Bebendorf nach dem Lauf. Frederik Ruppert kam als Zweiter ins Ziel (8:33,79 min), Bronze ging an Niklas Buchholz (LSC Höchstadt/Aisch; 8:39,98 min).

Kommentar schreiben