Nadia Battocletti
Nadia Battocletti gewann für Italien die 5000 Meter (Foto: © European Athletics)
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Italien ist Team-Europameister; Deutschland holt Bronze

Die European Athletics Team Championships 2025 in Madrid waren der eindrucksvolle Beweis für die aktuelle Vormachtstellung Italiens auf europäischem Boden.

Im Estadio Vallehermoso entwickelte sich ein spannungsgeladener Vierkampf an der Spitze, doch am Ende ließ der Titelverteidiger nichts anbrennen: Italien krönte sich erneut zum Champion der European Athletics Team Championships 2025 und verteidigte damit souverän seinen ersten Platz aus dem Jahr 2023.

Italien von Beginn an auf Siegeskurs

Bereits nach drei Wettkampftagen lagen die Azzurri deutlich in Führung – ein komfortables Polster von 24 Punkten vor Deutschland und weiteren 9,5 Punkten vor Polen. Doch am Finaltag verwandelten sie diese Führung mit Präzision und Nervenstärke in den Gesamtsieg.

Stellvertretend für den italienischen Triumph standen zwei herausragende Einzelsiege: Leonardo Fabbri dominierte den Kugelstoß der Männer, während Larissa Iapichino im Weitsprung der Frauen mit einem beherzten Sprung glänzte. Beide sorgten für die entscheidenden Akzente am letzten Tag der European Athletics Team Championships 2025.

Schon am Freitag hatte Nadia Battocletti im 5000-Meter-Lauf der Frauen mit einem starken Finish den ersten italienischen Einzelsieg markiert. Trotz nur drei Einzelsiegen war es vor allem die unglaubliche Breite der Squadra Azzurra, die den Unterschied machte: sieben zweite Plätze, neun vierte Ränge – eine nationale Teamleistung, wie sie im Buche steht.

Italien war in 30 der 37 Disziplinen unter den Top Acht vertreten – das Ergebnis: 431,5 Punkte und der erneute Gewinn der Team-EM 2025. Damit bestätigten sie eindrucksvoll ihre dominante Form, die bereits bei der Heim-EM 2024 in Rom mit einem Rekord von 24 Medaillen (davon 11 Gold) aufblitzte.

Polen vor Deutschland

Polen kämpfte sich dank eines kraftvollen Schlussspurts und dem Sieg im abschließenden Mixed-4x400-Meter-Staffellauf auf den zweiten Rang (405,5 Punkte), vor Deutschland (397 Punkte). Die Niederlande sicherten sich mit einer historischen Leistung Platz vier und verzeichneten ganze acht Einzelsiege – darunter ein spektakulärer Lauf von Niels Laros über 5000 Meter und ein Meisterschaftsrekord im 200-Meter-Rennen durch Xavi Mo-Ajok.

Weniger erfreulich verlief das Wochenende für Ukraine (231 Punkte), Finnland (220,5) und Litauen (178,5) – alle drei Teams müssen in der kommenden Saison in die zweite Division absteigen, trotz herausragender Einzelauftritte von Yaroslava Mahuchikh im Hochsprung und Ilona Mononen im 3000-Meter-Hindernislauf.

 

 



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