Fayetteville bebte, die Uhr auch. Beim Tyson Invitational lieferte die Halle eine Show, die selbst Sprint-Puristen kurz sprachlos machte.
Im Mittelpunkt: Khaleb McRae, der auf der kurzen 400-Meter-Bahn Geschichte schrieb und dem Meeting seinen ganz eigenen Stempel aufdrückte.
McRae zündet den Turbo
44,52 Sekunden. Diese Zahl hallte nach dem Zieleinlauf durch die Arena und machte das Tyson Invitational endgültig zum Hotspot der Leichtathletik. McRae stürmte die erste Runde in 21,24 Sekunden an, dicht gefolgt von William Jones. Doch was danach kam, war ein Solo mit Ansage. Schritt für Schritt wuchs der Vorsprung, am Ende lag McRae satte 1,11 Sekunden vor Jones.
Mit seiner Zeit von 44,52 Sekunden verbesserte er die offizielle Weltbestmarke auf der Kurzbahn um 0,05 Sekunden. Den bisherigen Rekord von 44,57 hatte Kerron Clement 2005 auf derselben Bahn aufgestellt. Seitdem waren zwar Michael Norman mit 44,52 und Christopher Morales Williams mit 44,49 schneller unterwegs, doch ihre Zeiten wurden nie als Rekord anerkannt. Jetzt steht McRae ganz oben in der Liste, sofern die Marke offiziell ratifiziert wird.
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Für den WM-Silbermedaillengewinner mit der 4x400-Meter-Staffel ist es der nächste Schritt nach vorne. Schon beim New Balance Indoor Grand Prix hatte er in dieser Saison gewonnen. Seine bisherige Kurzbahn-Bestzeit lag bei 45,02 Sekunden. Draußen steigerte er sich im Vorjahr auf 43,91 Sekunden und erreichte bei der WM in Tokio das Halbfinale.
Im zweiten Finale sicherte sich der WM-Silbermedaillengewinner Jereem Richards den Sieg in 45,56 Sekunden. Stark gelaufen, doch an diesem Abend führte kein Weg an McRae vorbei.

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