Raphael Pallitsch bei der Leichtathletik-WM 2023.
Raphael Pallitsch bei der Leichtathletik-WM 2023. Foto: © ÖLV / Giancarlo Colombo
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Schnellster 1.000-Meterlauf aller Zeiten: Pallitsch läuft Rekord

Die Leichtathletik-Fans dürfen jubeln: Bei einem Meeting in Cernusco sul Naviglio bei Mailand schrieb Raphael Pallitsch am Abend Sportgeschichte.

Der Läufer aus St. Pölten stürmte über die 1000 Meter zu einer Fabelzeit von 2:17,89 Minuten und schnappte sich damit den österreichischen Rekord.

Der Rekord wackelte – und fiel

Bisher war es Andreas Vojta, der die rot-weiß-rote Bestmarke hielt. Seit 2014 war seine 2:18,06 Minuten aus Ostrava unantastbar. Doch der „Abendsturm von Mailand“ machte dem ein Ende. Pallitsch stürmte im stark besetzten Rennen zu Rang zwei und verdrängte Vojta damit aus den Rekordlisten.

Federico Riva nicht zu knacken

Den Sieg schnappte sich Lokalmatador Federico Riva. Der Italiener, aktuell eine der heißesten Karten Europas über 1500 Meter, preschte in 2:17,09 Minuten ins Ziel. Pallitsch biss sich an ihm die Zähne aus, hielt aber die internationale Konkurrenz in Schach. Hinter ihm landeten Joao Busotti Neves mit 2:18,01 Minuten und Pietro Arese in 2:19,70 Minuten.

Regen, Höhenlager und ein Rekord

Pallitsch selbst war nach dem Rennen bester Dinge: "Mit der Zeit bin ich unter den Bedingungen sehr zufrieden. Ich kam direkt aus dem Höhentrainingslager zum Wettkampf. Leider begann es dann vor dem Rennen sehr stark zu Regnen und hat nicht mehr aufgehört."

Trotz dieser widrigen Umstände ließ er die Stars der Gastgebernation hinter sich. "Die drei stärksten Italiener über 1500 Meter waren auch am Start, vor mir war nur Riva der auch eine bessere Saisonbestzeit hat."

Nächster Halt: Tokio

Für Pallitsch war das Meeting ein perfekter Härtetest. "Diese Woche mache ich noch ein Abschlusstraining in Wien und am Sonntag geht es nach Tokyo zu den Weltmeisterschaften." Dort will der frisch gebackene Rekordhalter für weitere Überraschungen sorgen. Ein besonderes Dankeschön richtete er an Kevin Kamenschak, der ihn begleitete: "Mein Dank geht an meinen Trainingspartner Kevin Kamenschak, der mich nach Italien begleitet und vor Ort unterstützt hat."

Für Pallitsch war es nicht der erste Rekord in diesem Jahr. Über die 1.500 Meter gelang ihm sowohl in der Halle als auch im Freien ein neuer ÖLV-Rekord.



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