Die kenianische Läuferin Achol wegen positivem Dopingtest vorläufig suspendiert.
Die kenianische Langstreckenläuferin Emmaculate Anyango Achol, die Anfang des Jahres mit einer beeindruckenden Zeit beim 10-Kilometer-Straßenlauf auf sich aufmerksam machte, wurde vorläufig gesperrt.
Grund dafür ist ein positiver Dopingtest auf die leistungssteigernden Substanzen Testosteron und Erythropoetin (EPO), wie die Athletics Integrity Unit (AIU) mitteilte.
Positiver Test auf Testosteron und EPO
Die AIU bestätigte in einer offiziellen Erklärung, dass bei Achol sowohl Testosteron als auch EPO nachgewiesen wurden, was zu ihrer sofortigen Suspendierung führte. Diese Maßnahme ist vorläufig und wird solange aufrechterhalten, bis die laufenden Ermittlungen abgeschlossen sind.
Eine vielversprechende Karriere vor einer ungewissen Zukunft
Achol erlangte Anfang 2024 internationale Aufmerksamkeit, als sie beim 10-Kilometer-Straßenlauf in Valencia mit einer Zeit von 28:57 Minuten nur knapp hinter dem Weltrekord von Agnes Ngetich lag. Mit dieser Leistung zementierte sie ihren Status als vielversprechender Star der kenianischen Langstreckenszene. Doch nun droht ihrer Karriere ein ernster Rückschlag.
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Zweifelhafte Leistungsentwicklung
Doch bereits damals äußerten Experten Zweifel an der Leistung von Achol. Denn die Läuferin hatte in den vergangenen Jahren abrupte Leistungssprünge, die alles andere als realistisch sind. Laut World Athletics Datenbank hatte die 24-Jährige im Jahr 2022 eine 10-Kilometer-Bestzeit von 33:50 Minuten. Binnen zwei Jahren steigerte sie sich um fast fünf Minuten, was auf diesem Niveau völlig absurd ist.
Weitere Dopingfälle trüben Kenias Leichtathletik-Ruhm
Der Fall Achol ist nur einer von vielen, die den Ruf Kenias als dominierende Nation im Langstreckenlauf belasten. In den vergangenen Jahren wurden mehrere Spitzenläufer, darunter Wilson Kipsang und die Olympiasiegerin Jemima Sumgong, wegen Dopingverstößen gesperrt. Diese Vorfälle haben das Ansehen des kenianischen Laufsports erheblich geschwächt und das Land unter verstärkte Beobachtung internationaler Anti-Doping-Behörden gebracht.
Internationale Aufmerksamkeit auf Kenias Leichtathletik
Kenia ist weltweit bekannt für die Produktion von Elite-Langstreckenläufern. Doch die steigende Zahl von Dopingfällen hat dazu geführt, dass das Land zunehmend ins Visier internationaler Anti-Doping-Agenturen gerät. Die jüngsten Enthüllungen rund um Achol werfen erneut Fragen über die Sauberkeit des Sports auf und stellen Kenias Dominanz auf der globalen Leichtathletik-Bühne infrage.
Zusammenfassung
- Vorläufige Sperrung wegen Doping: Die kenianische Läuferin Emmaculate Anyango Achol wurde vorläufig suspendiert, nachdem sie positiv auf Testosteron und EPO getestet wurde, wie die Athletics Integrity Unit (AIU) mitteilte.
- Zweifel an Leistungssteigerung: Achol erzielte beim 10-Kilometer-Straßenlauf in Valencia eine Zeit von 28:57 Minuten, was nur knapp hinter dem Weltrekord liegt. Experten äußerten jedoch Bedenken, da sie sich innerhalb von zwei Jahren von 33:50 Minuten auf unter 29 Minuten verbesserte.
- Dopingproblematik in Kenia: Achols Fall ist Teil einer breiteren Dopingproblematik im kenianischen Sport, die das Ansehen des Landes im Langstreckenlauf belastet und internationale Anti-Doping-Behörden auf den Plan ruft.

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