Drei Tage, vier Rennen und über 3.000 Finisher – Malaucène wird zur Trail-Hochburg.
Ein Mythos ist geboren: Die erste Ausgabe des Grand Raid Ventoux by UTMB hat die Trailszene mit voller Wucht getroffen. Vom 25. bis 27. April verwandelte sich das sonst ruhige Malaucène in ein pulsierendes Zentrum des Trailrunnings – ein Wochenende voller Emotionen, sportlicher Höchstleistungen und gelebter Solidarität.
Insgesamt 3.004 Läuferinnen und Läufer aus 46 Nationen durchquerten die Ziellinie – 19 % davon Frauen. Sie stellten sich den vier Distanzen, die vom fordernden 20K bis hin zum ultralangen 100-Meilen-Ritt reichten. Besonders die Nähe zum berüchtigten Mont Ventoux, dem „Giganten der Provence“, verlieh dem Event eine epische Kulisse.
Der Grand Raid Ventoux bringt Bewegung – und Emotion
Schon am Freitagabend startete das Abenteuer: Konzerte von L'Aristokat und Livingside sorgten für Festivalstimmung, ehe pünktlich um 23:59 Uhr die Startlinie für die 100-Meilen-Distanz fiel. Von da an gab es kein Halten mehr – das Trailfieber hatte Malaucène fest im Griff.

Der Ultra-Trail® Village war das Herzstück des Wochenendes. Hier trafen Neugierige auf erfahrene Läufer, Teststationen auf Fachsimpeln, neue Produkte auf alte Hasen. Am Samstag lockte der regionale Bauernmarkt mit Aromen aus dem Vaucluse, während die Feuerwehr von Vaucluse nicht nur Erste-Hilfe-Workshops anbot, sondern auch die jüngsten Besucher mit kreativen Aktionen begeisterte.
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Solidarität als Fundament
Der Grand Raid Ventoux by UTMB ist nicht nur ein sportliches Highlight, sondern auch ein soziales. In Kooperation mit der OEuvre des Pupilles Orphelins des Sapeurs-Pompiers du Vaucluse wurden 10 Solidaritäts-Startnummern vergeben und insgesamt 14.884 Euro für die Kinder verstorbener Feuerwehrleute gesammelt.
Laurent Belmonte, technischer Direktor des Events, brachte es auf den Punkt: „Diese drei Tage waren ein unglaubliches menschliches Abenteuer. Mehr als 3.000 Läufer haben sich dem Grand Raid Ventoux by UTMB angeschlossen. Dank ihnen konnten wir unsere Unterstützung für diese wichtige Sache verdreifachen.“
„Nach monatelanger Vorbereitung sind wir stolz und gerührt über den Erfolg dieser ersten Ausgabe. Sie gibt der Veranstaltung eine neue Dimension, ohne dabei die Werte und Verbindungen zu verlieren, die uns seit über zehn Jahren vereinen – Läufer, Organisatoren, Gemeinden und Freiwillige. Danke und bis zum nächsten Jahr!“
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Spannung pur auf der 20K-Strecke – Sonne nach dem Regen
Der 20-Kilometer-Lauf entwickelte sich zum schnellen Spektakel. Nach regnerischem Auftakt riss der Himmel auf – und die Läufer drehten auf. Technische Passagen wechselten sich mit schnellen Downhills ab, die Entscheidungen fielen erst auf den letzten Metern in Malaucène.

Bei den Frauen setzte sich Amandine Ferrato (FRA - UTMB Index 725) gegen starke Konkurrenz durch. Ihr folgten Marie Goncalvez (FRA - UTMB Index 740) und Alice Gorry (FRA - UTMB Index 616). Bei den Herren war Maël Allaire (FRA - UTMB Index 858) der Schnellste, vor Thomas Butez (FRA - UTMB Index 843) und Sébastien Poesy (FRA - UTMB Index 878).
Ein Event, das Maßstäbe setzt
Mit einer durchdachten Organisation, 300 engagierten Freiwilligen und einem Konzept, das Sport, Region und Menschlichkeit vereint, hat der Grand Raid Ventoux by UTMB Maßstäbe gesetzt. Die Premiere war mehr als gelungen – sie war ein Statement: Trailrunning kann Menschen bewegen, im wahrsten Sinne des Wortes.
Wer in Malaucène dabei war, hat nicht nur einen Lauf erlebt. Er wurde Teil eines neu geborenen Klassikers, der das Zeug hat, ein Fixpunkt im internationalen Trail-Kalender zu werden. Der Grand Raid Ventoux by UTMB ist gekommen, um zu bleiben – und das mit wehenden Fahnen.

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