Von Null auf Gipfelglük – der OTS 2025 brachte die Berge zum Beben
Obertauern ist ohnehin nicht unbedingt für Zurückhaltung bekannt. Aber was sich beim 2. Sanct Bernhard Sport Obertauern Trailrun Summit (kurz: OTS 2025) vom 11. bis 13. Juli abgespielt hat, war eine regelrechte Trailrunning-Eruption. Über 650 Starter, sieben Events, acht neue Streckenrekorde, unfassbare Leistungen – und das alles bei Kaiserwetter. Oder wie man in Obertauern sagt: "Wia ma's brauch'n!"
Nach Tagen voller Regen hatte Petrus am Freitag ein Einsehen – und schickte pünktlich zum SCARPA Seekarspitz Vertical trockene, aber zapfige Bedingungen. Gerade mal 5 Grad auf 2.200 Meter. Doch frieren war nicht angesagt – dafür ging's zu schnell rauf.
Julius Ott knallte die 4,6 km mit 471 Höhenmetern in 24:58 Min. rauf und kassierte den verdienten 100€-Scheck. Nur knapp dahinter: Christof Hochenwarter (25:15 Min.) und Alexander Brandner (25:46 Min.). Bei den Damen dominierte Franziska Althaus (33:11 Min.), gefolgt von Teresa Kurzmann (38:11 Min.) und Michaela Schwarzenbacher (40:43 Min.).

Super-Samstag: Rekorde am Fließband
Der Samstag beim OTS 2025 war nichts für schwache Oberschenkel – fünf Rennen, ein Highlight nach dem anderen. Den Anfang machte der MARTINI SPORTSWEAR Short Trail 1 Summit. Sebastian Falkensteiner ballerte in 54:58 Min. über die 8,7 km – neuer Streckenrekord! Fabian Hennerbichler (1:00:11 Std.) fightete sich mit einem brutalen Zielsprint auf Rang 2, knapp vor Péter Málits (1:00:13 Std.).
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Wieder top in Form: Franziska Althaus. Zweiter Lauf, zweiter Sieg, zweiter Rekord (1:07:47 Std.). Der Nachwuchs folgte mit Emely Breitfuss (1:12:48) und Fabiola Fortschegger (1:15:28) auf den Plätzen.
Der HOCHALM Easy Trail brachte internationales Flair. Oriol Fauria Torrent (39:35 Min.) siegte knapp vor dem US-Boy Thomas Nelson (39:54 Min.) und dem Österreicher Jochen Waurisch (44:11 Min.). Bei den Damen: Ina Forchthammer (44:36 Min.) souverän vor Emma Hainzer (49:17 Min.) und Tina Jereb (49:39 Min.).

Ultraschnell: Marathon & Ultra mit Wahnsinnszeiten
Dann kam der Hammer: Anton Gustafsson aus Schweden zündete auf dem SPORTSHOP SKIWORLD Marathon Trail 2 Summits die Turbo-Sohle und zerlegte den Streckenrekord mit 5:47:24 Std. in seine Einzelteile. "Unglaublich, wie der geflogen is," hörte man mehrmals im Zielbereich.
Seine Verfolger: Julius Ott (6:05:30 Std.) und Erik Simkovics (6:16:02 Std.). Bei den Damen: Martina Trojáková (7:54:20 Std.) vor Julia Richter (8:05:18 Std.) und Nóra Juhász (8:13:57 Std.). Allesamt ebenfalls mit Rekordzeit!

Im HOTEL ALPINA ½ Marathon Trail 1 Summit feierte Thomas Jöbstl einen Heimsieg in 2:35:05 Std. – Streckenrekord, jawohl! Wendelin Mörtendorfer und Christof Hochenwarter komplettierten das Podium. Bei den Frauen: Veronika Beichl („Nixfürluschen“ – der Name war Programm!) mit Rekordzeit von 3:05:39 Std. vor Caterina Stenta und Ausrine Kutkaite.
OTS 2025 Ultra-Könige aus Nepal
Der absolute Wahnsinn kam aus dem Himalaya: Suman Kulung – für viele unbekannt, für alle jetzt ein Begriff – knallte beim RAIFFEISEN Trail Ultra 8 Summits (75,7km / 5.044 Hm) mit 9:30:29 Std. einen Weltklasselauf raus. Der bisherige Rekord? Zwei Stunden langsamer. Kein Scherz!

Bei den Frauen toppte Anita Rai mit 11:36:35 Std. alles bisher Gesehene. "Ich hab sie beim Aufstieg zur Plattenspitze noch gesehen – und dann war sie weg," so eine entgeisterte Zuschauerin.
Platz 2 für Marlon Widmer (10:37:00 Std.) und Filip Reiskup (11:10:02 Std.). Bei den Damen komplettierten Michaela Portenkirchner und Tatiana Mitkina das Podium.
Family-Finale mit Baby-Speed
Sonntag war Familientag beim OTS 2025. Beim SEEKARHAUS UND KRINGSALM Family Trail flitzten 88 Teilnehmer über zwei Strecken – ganz ohne Zeitdruck, dafür mit jeder Menge Spaß. Der jüngste Teilnehmer: Xaver Lürzer – keine vier Monate alt. Der älteste: Karl Zöbl, 72 Jahre – und Finisher beim Marathon. Respekt!

Die Abschlussrunde führte durchs Seekargebiet bis zur Hochalm – Natur pur und ein würdiger Abschluss für ein Event, das Maßstäbe gesetzt hat.
Der OTS 2025 hat geliefert. Nächster Stopp: OTS 2026 vom 10. bis 12. Juli. Wer da nicht dabei ist, verpasst was!


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