Herbst in Graubünden bedeutet für viele Läufer nicht nur bunte Blätter, sondern vor allem das Trail-Abenteuer des Jahres: den Transruinaulta und den Transviamala.
Bereits zum elften Mal schickt das Etappenrennen die Teilnehmer auf zwei völlig unterschiedliche, aber gleichermaßen faszinierende Strecken – und dieses Jahr sorgt eine knackige Neuerung für besonders viel Gesprächsstoff.
Volle Startlisten und heiße Nachfrage
Schon Wochen vor dem großen Wochenende in Ilanz und Thusis herrscht Hochbetrieb in den Anmeldelisten. „Die 1000er-Grenze haben wir Ende August bereits überschritten“, berichtet Organisationschef Thomas Häusermann stolz. Insgesamt stehen für die beiden Renntage knapp 1600 Plätze zur Verfügung, doch aktuell sind nur noch rund 500 Startnummern übrig. Wer also am 18. oder 19. Oktober dabei sein will – oder sogar auf die kombinierte Schluchtenwertung schielt – sollte schneller zuschlagen als ein Sprinter auf der Zielgeraden.
Der Transruinaulta – Herzstück mit Rheinschlucht
Der Transruinaulta startet am 18. Oktober und hat mit seiner Marathon-Variante über 42 Kilometer und der Kurzdistanz über 24 Kilometer alles, was das Trail-Herz begehrt. Die Rheinschlucht bildet dabei das Zentrum dieses spektakulären Laufs, der durch zwei Täler und eine eindrucksvolle Landschaft führt. Schon die 11. Ausgabe verspricht erneut ein episches Erlebnis – egal ob man sich der langen oder der kürzeren Variante stellt. Und wer es gemütlicher mag, findet mit dem 5,2 Kilometer langen Transruinaulta noviz die perfekte Gelegenheit, Laufluft zu schnuppern.
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Der Transviamala – jetzt noch wilder
Am Sonntag, dem 19. Oktober, übernimmt der traditionsreiche Transviamala die Bühne. Und hier gibt es 2025 eine entscheidende Änderung. „Er ist jetzt noch trailiger, wilder und reizvoller“, verspricht Häusermann. Während die erste Hälfte wie gewohnt durch die mystische Viamala-Schlucht führt, biegt das Rennen ab Pignia auf einen neuen Abschnitt ab. Statt Asphalt warten nun schmale Waldpfade, ein Lehrpfad entlang des jungen Rheins und ein knackiger Aufstieg zur Burgruine Cagliatscha. „Diese neue Passage bringt nicht nur mehr Höhenmeter, sondern auch deutlich mehr Trailgefühl. Ein echtes Upgrade“, sagt der Veranstaltungschef – und man glaubt ihm sofort.
Die neue Strecke macht den Transviamala zu einer noch intensiveren Mischung aus Natur und sportlicher Herausforderung. Genau das, was viele Teilnehmer suchen: ein wilder Lauf, der mehr ist als Kilometer und Höhenmeter – ein Erlebnis mit Geschichte, Natur und sportlichem Biss.
Familienfest mit Trail-Atmosphäre
Doch nicht nur die ambitionierten Läufer kommen bei Transruinaulta und Transviamala auf ihre Kosten. Auch Kinder und Familien sind fest eingeplant. Eltern können beim Transruinaulta noviz gemeinsam mit dem Nachwuchs starten oder die Kleinen bei der Kinderbetreuung abgeben, während sie selbst den Marathon oder die Kurzdistanz in Angriff nehmen. Die Kids zwischen 4 und 14 Jahren erleben parallel ihre eigene kleine Reise durch die Rheinschlucht – betreut von Surselva Tourismus. „Die Kinder können am Start in Ilanz abgegeben und am Zielort wieder abgeholt werden“, erklärt Häusermann. Ein Rundum-sorglos-Paket, das den Event zum Familienhighlight macht.
Die Disziplinen im Überblick
Samstag
Transruinaulta maraton (42 km / 1.800 HM / Ilanz–Thusis)
Transruinaulta curta (24 km / 780 HM / Ilanz–Rhäzüns)
Transruinaulta noviz (5,2 km / 192 HM / Thusis)
Sonntag
Transviamala trail (19 km / +1000, –687 HM / Thusis–Donat)
Transviamala curta (11,5 km / +565, –252 HM / Thusis–Donat)
Cursa da juniors in Donat (3,7 km)
Cursa da lumpazis in Donat (Hindernislauf)
Wer dabei ist, wird die Magie dieser beiden Tage nicht vergessen. Der Transruinaulta und der Transviamala sind längst Kult – und 2025 wird das Trail-Feuerwerk noch ein gutes Stück heller lodern.

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