Wildstrubel
Wildstrubel 2025 (Foto: © Franck Oddoux / UTMB)
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Wildstrubel by UTMB 2025 brachte 6.500 Läufer zum Jubeln

Strahlender Sonnenschein, donnernde Kuhglocken und mehr als 6.500 begeisterte Läufer: Die vierte Auflage des Wildstrubel by UTMB war ein echtes Sportfest im Herzen der Schweizer Alpen.

Drei Tage lang wurde in Crans-Montana, Leukerbad, Kandersteg, Adelboden und Lenk nicht nur gelaufen, sondern gefeiert, angefeuert und mit lokalen Spezialitäten geschlemmt. Wo im Vorjahr Schnee und Kälte dominierten, strahlte diesmal die Sonne über einem Event, das Trailrunning, Kultur und Gastfreundschaft vereinte.

Von Kuhglocken bis Alphornklängen – Trailrunning auf Schweizer Art

Die Strecken führten die Teilnehmer über legendäre Panoramen wie den Tseuzier-Staudamm oder die Bisse du Ro. Dabei gaben nicht nur die Höhenmeter den Takt an – auch Alphornspieler, Trachtenvereine und Produzenten aus der Region sorgten für einen unvergleichlichen Rhythmus. Läufer stoppten an Verpflegungsstationen, um sich mit regionalen Schmankerln zu stärken, bevor es weiter durch die spektakuläre Bergwelt ging. Der Wildstrubel by UTMB war damit Sport- und Volksfest in einem.

Wildstrubel 2025

„Wir wollten die Jugend feiern“

Besonders im Mittelpunkt stand die junge Generation. Das neue Rennen Wild NextGen über 10 Kilometer zog 10- bis 17-Jährige in seinen Bann. Die Schnellsten flogen in gerade einmal 47 Minuten über die Strecke. Am Freitagabend ging es noch wilder zu: 220 Kinder stürmten beim Wild Kids-Rennen über ein oder zwei Kilometer ins Ziel – und bewiesen, dass Laufleidenschaft keine Altersfrage ist. Rennleiter Ryan Baumann betonte begeistert: „Die 2025er-Edition des Wildstrubel by UTMB war ein Erfolg. Wir wollten die Jugend feiern und die Kantone Wallis und Bern hervorheben.“

Wildstrubel 2025

Inklusion mit Herz und Teamgeist

Auch Inklusion war ein fester Bestandteil. Beim Wild Handi-Sport erlebten 20 Teilnehmer auf dem Ycoor-Platz einen unvergesslichen Abend, während adaptive Läufer sogar im Wild 10 starteten. Ein besonderer Gänsehautmoment: Acht Sportler bewegten am Sonntag eine Joëlette über die 26 Kilometer des Wild 25, um Menschen mit Handicap die Aussicht auf die Walliser Alpen zu schenken. Das war Trailrunning in seiner reinsten Form: gemeinschaftlich, inspirierend und voller Emotion.

Höhenmeter und heiße Kämpfe um Sekunden

Sportlich gesehen hatte die vierte Auflage jede Menge Dramatik zu bieten. Schweizer Läufer glänzten auf heimischem Boden. Gian Marchet Schicktanz stürmte im Wild 70 in 07:28:32 zum Sieg. Valentin Marchon erkämpfte im Wild 110 in 13:06:19 einen starken zweiten Platz. Über 50 Kilometer sicherte sich Maxime Pellouchoud in 04:53:50 den Sieg, während Simone Troxler mit Platz drei im Frauenrennen jubelte. Und auf der 25-km-Distanz zeigte Skilangläuferin Gianna Chiara Wohler, dass sie nicht nur auf Ski schnell ist – Platz zwei in 2:32:29.

Die internationale Konkurrenz war ebenso heiß. Bei den Männern triumphierte Robinson Balestriero über die 110 Kilometer, während bei den Frauen Andrea Vlasakova die Uhr nach 15:20:09 stoppte. Auf den weiteren Distanzen lieferten sich Athleten aus Belgien, Polen, Frankreich, Italien und Deutschland packende Kämpfe um Sekunden. Die Ergebnisse bestätigten einmal mehr den Status des Wildstrubel by UTMB als Top-Event der UTMB World Series.

Politiker auf Abwegen – und erfolgreich im Ziel

Für Schmunzeln sorgte der symbolische Staffellauf „Chamois du Parlement“. Mehrere Schweizer Parlamentarier tauschten Anzug gegen Laufoutfit und bewältigten die 113 Kilometer und 6.600 Höhenmeter in 18:25:20. Ein Beweis dafür, dass Trailrunning sogar im Bundeshaus Anklang findet – und dass man selbst auf höchster politischer Ebene Durchhaltevermögen beweisen kann.

Ein Wochenende voller Geschichten

Der Wildstrubel by UTMB 2025 war ein Fest aus Sport, Gemeinschaft und Emotionen. Er brachte Spitzenathleten, Nachwuchstalente, Freizeitläufer und Menschen mit Handicap zusammen – und alle wurden vom Publikum getragen, das mit Jubel, Glocken und Musik für Gänsehaut sorgte. Oder, um es in den Worten von Rennleiter Baumann zu sagen: „Ein großes Dankeschön an alle, die dieses außergewöhnliche Wochenende möglich gemacht haben.“

Alle wichtigen Informationen zum Wildstrubel by UTMB

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