Der Hannover Triathlon hat seine 18. Auflage genutzt, um die Latte noch höher zu legen – und das nicht nur bei den Hindernissen, sondern in allen Belangen.
Über 2.000 Athleten sorgten für ein Sport-Spektakel, das den Maschsee in eine brodelnde Arena verwandelte. Schon am Vormittag herrschte am Nordufer Partystimmung, und die Begeisterung schwappte von den Zuschauern direkt auf die Sportler über.
Ein Rekord, der Laune macht
Sportchef Jan Raphael brachte es nach dem Zieleinlauf auf den Punkt: „Der neue Teilnahmerekord unterstreicht, dass der Schritt zurück ans Nordufer des Maschsees goldrichtig war.“ Begeistert lobte er die Mischung aus Spitzenleistungen und leidenschaftlichen Breitensportlern, die gemeinsam für ein unvergleichliches Gesamtbild sorgten. Die Teilnehmerfelder in Sprint- und Olympischer Distanz waren schon lange vor dem Startschuss komplett ausgebucht – ein klares Zeichen, dass der Hannover Triathlon mehr denn je gefragt ist.
Die Bühne der Großen – und ein 17-jähriges Phänomen
Das große Finale der 1. Bundesliga lieferte dann den emotionalen Höhepunkt. Dort zeigte das 17-jährige Supertalent Fanni Szalai, warum sie als Ausnahmeerscheinung gilt. Mit einer beeindruckenden Performance dominierte sie das Feld und gewann klar vor Franka Rust und Rebecca Beti, die beide für Lüneburg antraten. Während bei den Damen die Kräfteverhältnisse schnell geklärt waren, blieb es bei den Herren bis zum Schluss spannend: Fabian Schönke aus Neckarsulm setzte sich am Ende knapp gegen Justus Töpper und den Dänen Emil Holm durch.
Triumphzüge und Überraschungen
Im Gesamtklassement der Bundesliga gab es neue und alte Gesichter an der Spitze. Die Männer vom AST Süßen holten sich erstmals den Titel, während die Damen von Witten ihren Thron erfolgreich verteidigten. In der 2. Bundesliga ließen Andrea Magdalena Bolvig aus Hamburg und Christoph Mattner aus Itzehoe ihre Konkurrenz hinter sich und feierten am Maschsee große Erfolge.
Auch die Olympische Distanz bot reichlich Unterhaltung. Lokalmatador Tino Warnecke von Hannover 96 Triathlon nutzte den Heimvorteil perfekt und stürmte souverän zum Sieg. Bei den Damen triumphierte Merle Hinrichs vom SV Nienhagen, die bereits den Wechsel auf die Langdistanz für das kommende Jahr angekündigt hat.
Prominente Stimmen voller Lob
Besonderen Glanz verlieh dem Event der ehemalige Weltmeister Daniel Unger, der nicht mit Lob sparte: „Kompakt und super cool. Die Qualität dieser Veranstaltung ist schlichtweg herausragend.“ Und auch Dr. Martin Engelhardt, Präsident der Deutschen Triathlon-Union, hob die Bedeutung hervor: „Die Wettbewerbe sind so noch einmal wesentlich attraktiver geworden und zeigen das riesige Potenzial dieses Events. Eine absolute Werbung für den Triathlonsport und die Sportstadt Hannover.“

Der Hannover Triathlon als Aushängeschild
Die 18. Auflage hat klar gemacht: Der Hannover Triathlon ist längst mehr als ein regionales Event. Er ist ein Sportfest, das Spitzenathleten und Breitensportler verbindet, Rekorde bricht und für Gänsehaut sorgt. Mit einem Publikum, das sich in Feierlaune präsentiert, und Athleten, die ihre ganze Leidenschaft zeigen, bleibt der Hannover Triathlon ein Fixpunkt im deutschen Sportkalender.
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