Die WM-Serie Karlovy Vary 2025 bot alles, was Triathlon-Fans lieben: packende Attacken, dramatische Wendungen und einen Österreicher, der ganz vorne mitmischte.
Der Tiroler Tjebbe Kaindl raste auf Platz neun und sicherte sich damit das zweitbeste Resultat eines Österreichers in der Geschichte dieser weltweiten Elite-Serie. Teamkollege Luis Knabl erreichte Rang 25, während Peter Luftensteiner bei seinem Debüt nicht ins Ziel kam.
Heiße Action schon im Wasser
Der sechste Stopp der WM-Serie Karlovy Vary versprach Hochspannung – und hielt dieses Versprechen. Kaindl platzierte sich nach dem Schwimmen clever in der 14-köpfigen Führungsgruppe, in der sich die besten Athleten der Welt versammelt hatten. Mit rund 30 Sekunden Vorsprung ging es für diese Truppe auf die anspruchsvolle Radstrecke. Dahinter kämpfte Knabl im Verfolgerfeld um den Anschluss.
Attacken auf zwei Rädern
Im Mittelteil des Rennens zündeten der Deutsche Henry Graf und der Ungar Marc Dévay die erste Rakete. Beide setzten sich mutig ab, doch Kaindl ließ nicht locker. Zwei Runden vor Schluss wagte auch er die Flucht nach vorne, schloss die Lücke und machte das Rennen zu einem Dreikampf. Mit einem satten Polster von 40 Sekunden stürmte das Trio auf die Laufstrecke durch die malerische Kurstadt.
Drama kurz vor dem Ziel
Auf den zehn Kilometern Laufen zeigte Kaindl erneut seine Stärke. Bis 300 Meter vor der Ziellinie sah alles nach einer Top-6-Sensation aus. Doch dann das Missgeschick: Bei einem U-Turn stützte er sich am Absperrgitter ab, kassierte prompt eine Strafe und verlor wertvolle Sekunden. Am Ende stand dennoch Platz neun und eine starke Laufzeit von 31:44 Minuten.
"Es sind gerade gemischte Gefühle im Ziel. Eigentlich sollte ich mich darüber freuen, ich ärgere mich aber brutal. Ob du Sechster oder Neunter wirst, ist ein Riesenunterschied", erklärte Kaindl nach dem Rennen. Trotz seines Ärgers ist der neunte Platz historisch – nur Thomas Springer war 2013 mit Rang sieben in Kitzbühel noch besser.
Österreichs Team im Überblick
Knabl zeigte ebenfalls einen kämpferischen Auftritt und erreichte das Ziel als 25. Luftensteiner hingegen musste bei seinem WM-Serien-Debüt die Segel streichen. Der Sieg in Karlovy Vary ging an Henry Graf aus Deutschland, der sich in 1:49:22 Stunden durchsetzte. Miguel Hidalgo (BRA) und Csongor Lehmann (HUN) komplettierten das Podest.
Der Blick nach vorn
Die WM-Serie Karlovy Vary war ein weiterer Höhepunkt dieser Saison – doch noch ist nicht Schluss. Zwei Stopps stehen noch bevor: Weihai am 26. September und das große Grand Final in Wollongong, Australien. Für Kaindl und das österreichische Team heißt es nun, die positive Energie mitzunehmen und vielleicht sogar noch einen draufzusetzen.
51 Athleten aus 23 Nationen gingen in Karlovy Vary an den Start. Das Rennen hat eindrucksvoll gezeigt: Die Triathlon-Weltmeisterschaftsserie bleibt ein Garant für sportliches Feuerwerk und Geschichten, die man nicht vergisst.
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