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Hochtor (via Schneelochsteig & Josefinensteig) und Hochzinödl

 
3.9
 
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https://vg09.met.vgwort.de/na/e772a5dcea94401b934f89f0e4f84dcf

Mit einer maximalen Höhe von 2.369 Metern ist das Hochtor der höchste Gipfel der Ennstaler Alpen!

Doch nicht nur deswegen ist eine Tour auf das Hochtor ein absolutes Muss für Bergliebhaber.

Denn die Auf- und Abstiegsrouten auf den Gesäuse-Gipfel garantieren sowohl dem Einsteiger als auch dem Routinier Abwechslung. Von Johnsbach aus ist eine Aufstieg sowohl über den Schneelochsteig als auch über den Josefinensteig möglich. Meine Empfehlung: Aufstieg über den Schneelochsteig und Abstieg über den Josefinensteig. Die Routen haben einige technisch mittel anspruchsvolle Kletterpassagen, die für den geübten Wanderer kein Problem darstellen, aber ideal als "Warm-Up" für anspruchsvollere Hochtouren im Laufe der Saison sind. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit (v.a. am Josefinensteig) sind aber ein absolutes Muss. Für Einsteiger technisch anspruchsvoll und aufgrund seiner Länge anstrengend, aber auch zu schaffen.


Route Hochtor und Hochzinödl:

Köblwirt Johnsbach - Weg 01 Richtung Hochtor / Schneelochsteig - Schneelochsteig (664) - Hochtor-Gipfel - Abstieg Josefinensteig - Hesshütte - Weg 662 auf Hochzinödl - Hochzinödl-Gipfel - Panoramaweg (61) - Hesshütte - Weg 101 retour nach Johnsbach

Exakte Tourenbeschreibung Hochtor mit Hochzinödl:

Nach dem Start beim Köblwirt in Johnsbach führt die Route anfangs durch Wiesen und Wälder an Kühen vorbei, bis man zur Abzweigung kommt, an der sich der Schneelochsteig vom Josefinensteig trennt. Nun geht es links dem Schneelochsteig entlang, auf dem sich nun sanfte Waldwanderwege langsam aber doch in Felsen und Geröll wandeln. Ziemlich früh führt die Route auch über die ersten Altschneefelder, die sich meist auch den gesamten Sommer halten - daher auch der Name Schneelochsteig. Meist hält man sich dabei links. Die Route ist allerdings durchgehend hervorragend markiert. Ein Verlaufen ist trotz Schneefelder nahezu unmöglich. Danach geht es über Serpentinen und Felsbänder (Schwierigkeit I bis I+) Meter für Meter Richtung Gipfel. Die Kletterpassagen sollten auch für Einsteiger keine unüberwindbaren Herausforderungen darstellen, erfordern aber Trittsicherheit und Konzentration.

Ist der Gipfel des Hochtors erreicht, geht es nun über den markierten Josefinensteig bergab zur Hesshütte. Der luftige Abstieg (anfangs über den Grat) ist an den anspruchsvollen Stellen mit Drahtseilen versichert. Schwindlfreiheit ist aber auf diesem Abstieg ein absolutes Muss. Erst auf den letzten Metern Richtung Hesshütte wird es wieder gemütlich. Nun folgt auch der angenehmste Teil der Tour.

Ist die Hesshütte erreicht, kann man nun der markierten Route nach Johnsbach folgen oder noch einen kleinen Abstecher zum Hochzinödl (2.191 m) machen - ein Gipfel gegenüber des Hochtors. Der Anstieg über den Weg 662 wird auf 90 Minuten geschätzt, kann aber bei zügigem Tempo auch deutlich schneller gemacht werden. Bergab geht es über den etwas längeren Panoramaweg (61). Beide Wege sind technisch nicht anspruchsvoll. Über den Panoramaweg erreicht man nun wieder die Hesshütte, von der nun endgültig der ebenfalls einfache Retourweg nach Johnsbach folgt.

Karte bzw. Strecke:

Route bzw. Strecke Hochtor

Dauer*:

4,5 Stunden Aufstieg zum Hochtor / 2 Stunden Abstieg zur Hesshütte / 1,5 Stunden Aufstieg zum Hochzinödl / 1,5 Stunden Abstieg zur Hesshütte / 2 Stunden Abstieg nach Johnsbach
* offizielle Angaben laut Wegweisern.


Route Hochtor (ohne Hochzinödl):

Köblwirt Johnsbach - Weg 01 Richtung Hochtor / Schneelochsteig - Schneelochsteig (664) - Hochtor-Gipfel - Abstieg Josefinensteig - Hesshütte - Weg 101 retour nach Johnsbach.

Alternativen: Die Route kann auch genau umgekehrt gegangen werden. Also Aufstieg via Josefinensteig und Abstieg via Schneelochsteig.


Charakteristik / Schwierigkeit

Fazit: Technisch mittel-anspruchsvolle Tour, die aber sowohl für Einsteiger als auch erfahrene Bergwanderer seinen Reiz hat. Für konditionell gute Athleten ist der Hochzinödl ein tolles Zusatzprogramm.

Mein Tipp

Sofern man nach dem Abstieg vom Hochtor zur Hesshütte noch genug Reserven hatte, sollte man den Hochzinödl unbedingt mitnehmen. Er ist auf jeden Fall eine schöne "Belohnung" für den davor technisch deutlich anspruchsvolleren Auf- und Abstieg vom Hochtour und nimmt nicht zu viel Zeit und Energie in Anspruch.

Topo und Höhenprofil

Topo und Höhenprofil Hochtor


Ausrüstung

Normale Bergschuhe oder Trailschuhe (für Sportliche). Etwas Verpflegung und Flüssigkeit. Einkehr (Hesshütte) ist beim Abstieg möglich.


Hochtor im Winter bzw. als Skitour

Skitouren auf das Hochtor sind äußerst anspruchsvoll. Ein "Extrem-Klassiker" ist die Skitour mit Anstieg über den Schneelochsteig und auch die Abfahrt über selbige Route. Steigung von bis zu 48 Grad. Steigeisen beim Aufstieg notwendig.


Anreise und Parken

Von Admont oder Hieflau nach Johnsbach fahren. Dort einen der vielen Parkplätze am Straßenrand nehmen. Idealerweise den beim GH Kölbl auf 860 Metern Höhe. Dort startet die Route. Parken ist gebührenfrei.


Alle Informationen: Hochtor Schneelochsteig

Schwierigkeit der Tour
Schwierigkeit Klettern
Schwierigkeit Klettersteig
Max. Möhe
2369 Meter
Min. Höhe
860 Meter
Höhenmeter
2149 Höhenmeter
Datum der Bergtour
28.05.2018
Adresse Startpunkt
8912 Johnsbach, Köblwirt
Dauer
11:00 Stunden
Distanz
20.31 km
Eigenschaften
  • Abschnitte durch Wälder
  • Als Zweitagestour mit Hüttenübernachtung möglich
  • Durchgehend markierte Route
  • Einkehrmöglichkeit(en) entlang der Route
  • Felskontakt entlang der Route
  • Helm zu empfehlen
  • Klettersteige entlang des Weges
  • Kostenlos Parken
  • Rundtour
  • Schotter-Passagen
Frequenz
mittlere Frequenz
Rastmöglichkeiten

Ort

Bundesland
PLZ
8912
Straße
Köblwirt
Gebirgsgruppe

Route (GPX-Strecke): Hochtor Schneelochsteig

Die Route mit Höhenprofil und GPX-File zur Tour: Strecke Hochtor Schneelochsteig

Hotel oder Unterkunft in Johnsbach

Bergwetter Johnsbach

Fotos

Hochtor Cover
4,5 Stunden Aufstiegszeit für das Hochtor.. Das muss doch schneller gehen ;)
Startschuss um 05:30 morgens bei Johnsbach
Anfangs geht es auf gut sichtbaren Pfaden...
...vorbei an einer großen Herde an Kühen
Das erste Hindernis an diesem Tag. Kaum anspruchsvoll :)
Nun trennen sich die Aufstiegswege. Ich gehe den Schneelochwg Richtung Gipfel. Alternativ kann man auch über die Hesshütte (601) und den darauffolgenden Josefinensteig zum Gipfel aufsteigen.
Kurz danach folgen sehr früh die ersten Altschneefelder.
Die Route ist übrigens trotz der Schneefelder hervorragend markiert
Ein Verlaufen ist nahezu unmöglich
Blick zurück
Nun geht es immer wieder über Schneefelder bergauf.
Zum Glück geht es nur mäßig steil bergauf, wodurch es auch mit Traillaufschen über den festen Schnee keine Probleme gibt
Das nächste große Altschneefeld auf dem man sich nun links hält
Der Großteil der Schneepassagen ist geschafft
Hochtor (via Schneelochsteig & Josefinensteig) und Hochzinödl
Nun folgen auch die ersten Kraxelpassagen. Allerdings weniger anspruchsvoll.
Ein vorsichtiger Schritt ist nun gefragt.
...dafür macht es umso mehr Spaß, wenn man schnell voran kommt
Kurz vor dem Gipfel geht es noch einmal über ein Altschneefeld
Das Gifeplkreuz ist bereits in Sicht.
Und nach nicht einmal 2 Stunden sind die 1.500 Höhenmeter bis zum Gipfel geschafft.
Oben ist es doch etwas windig
Und natürlich auch Zeit für das eine oder andere Foto am Gipfel
2 Stunden chillen alleine am Gipfel ist aber drinnen
Hochtor (via Schneelochsteig & Josefinensteig) und Hochzinödl
Nun geht es über den Josefinensteig zur Hesshütte
Der Schnee war sehr hat und dadurch war eine Querung des steilen Schneefeldes alles andere als einfach.
Nun folgt der luftigste Teil der Tour. Der Abstieg über den Josefinensteig.
Technisch zwar keine große Herausforderung. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind aber ein Muss.
Nach knapp einer Stunde ist der Abstieg zur...
...Hesshütte geschafft.
Die wahrscheinlich heikelste Stelle auf der Strecke.
Da es noch sehr früh ist und genug Reserven da sind, entschließe ich mich für einen Abstecher auf den Hochzinödl. Aufstieg über den Normalweg, retour über den Panoramaweg.
Der Aufstieg geht richtig flott.
Nach knapp 30 Minuten bin ich am zweiten 2000er für heute. Das ging überraschend flott.
Blick vom Gipfelkreuz zum Hochtor.
Wieder gönne ich mir eine längere Gipfelrast...
Blick vom Hochzinödl zum Hochtor
Ehe es über den längeren Panoramaweg retour zur Hesshütte geht.
Die sehr schöne Route ermöglicht sogar den einen oder anderen Laufschritt
Nach etwa einer halben Stunde ist die Hesshütte wieder erreicht.
Nun folgt der Retourweg zum Ausgangspunkt
Hochtor (via Schneelochsteig & Josefinensteig) und Hochzinödl
Die restlichen paar hundert Höhenmeter bis ins Tal wird immer wieder auch gelaufen...
Wieder vorbei an den Kühen. Das heißt, die Tour ist gleich geschafft.
Und wieder im Tal. Weit über 2.000 abwechslunsgreiche Höhenmeter waren das...
Hochtor Topo und Höhenprofil
Hochtor Route bzw. Strecke

Karte

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Autoren-Bewertung

1 Bewertung
Technisch mittel-anspruchsvoll / Schwindelfreiheit und Trittsicherheit
(Aktualisiert: 17 Oktober 2025)
Gesamtbewertung
 
3.9
Atmosphäre
 
4.0
Ausdauer
 
4.0
Technik / Schwierigkeit
 
3.5
Hochtor: Trittsicherheit und Schwindelfreiheit (v.a. Josefinensteig) erforderlich. Leichte Kletterpassagen (Schneelochsteig) und Klettersteige (Josefinensteig). Am Gipfel bei wolkenfreiem Himmel toller Rundumblick u.a. auf Großglockner, Dachstein oder Grimming. Für routinierte Bergwanderer ideal als Einstieg bzw. "Warm-Up" für alpine Hochtouren. Für weniger erfahrene Bergwanderer anspruchsvoll. Mit dem Hochzinödl konditionell sehr fordernd. Ohne Hochzinödl auch für konditionell weniger gute Wanderer an einem Tag zu schaffen.

Der Hochzinödl stellt technisch keine Schwierigkeiten da.
H
#1 Bewerter
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