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Nach seiner überzogenen Kritik am südamerikanischen Fußballverband ist der Star der argentinischen Nationalmannschaft zu einer Geldstrafe und 3 Monaten Länderspielsperre verdonnert worden.

Nachdem das Turnier für Argentinien, das als eines der Favoritenteams zur Südamerikameisterschaft nach Brasilien reiste, bis zum Halbfinale recht gut verlief, folgte in der Vorschlussrunde die erste Enttäuschung - das Team um Spielführer und Taktgeber Lionel Messi verlor gegen den Topfavoriten und Erzrivalen Brasilien mit 2:0.

Platzverweis im Spiel um Platz 3

Zwar konnten die Argentinier nach dem 2:1 Erfolg im Spiel um Platz Drei am Ende auf ein durchaus erfolgreiches Turnier zurückschauen, doch Sprachen alle nach dem Schlusspfiff über Messi.

Das in Rosario, Argentinien geborene Jahrhunderttalent, das schon seit seiner Jugend in der spanischen Liga spielt, war im kleinen Finale schon zu Ende der ersten Halbzeit mit Rot vom Platz geflogen. Der Platzverweis erfolgte nach einem eher harmlosen Gerangel mit dem chilenischen Abwehrspieler Gary Medel, der ebenfalls Rot sah. Im Nachhinein stellte sich der allgemeine Konsens ein, dass die Entscheidung von Schiedsrichter Mario Díaz de Vivar völlig überzogen war. Beide Spieler konnten die Entscheidung nicht nachvollziehen und trotteten fassungslos vom Spielfeld.

Harte Kritik am Verband

Messi, dem immer wieder nachgesagt wird, dass ihm der ganz große Erfolg im Trikot der Albiceleste fehle, war auch noch nach dem Spiel sehr erregt und ließ sich im Siegerinterview zu einigen unbedachten Äußerungen hinreißen. "Wir sollten an dieser Korruption nicht teilnehmen. Wir haben die Nase voll (...) von der Korruption, den Schiedsrichtern und allem, was das Spektakel verdirbt." Diese Aussage wurde natürlich nicht gut vom südamerikanischen Fußballverband CONMEBOL aufgenommen. Der Verband, der in der Vergangenheit durchaus mit Korruption zu kämpfen hatte, bestrafte Messi für seine Aussagen.

3 Monate Spielsperre

Neben der 50.000 US-Dollar Strafe, die für einen so reichen Sportler wie Messi natürlich höchstens symbolische Wirkung hat, wurde der Offensivspieler der FC Barcelona für 3 Monate vom Verband gesperrt. Da keine Pflichtspiele in nächster Zeit anstehen, wird Messi so nur eine Handvoll Freundschaftsspiele verpassen. Wermutstropfen für alle internationalen und deutschen Fans ist aber der Fakt, dass unter diesen Spielen hochklassige Duelle sein werden. Neben dem Klassiker gegen Deutschland im Oktober, wird der Kapitän der Argentinier auch in den Duellen gegen Chile, Mexiko und Portugal fehlen.

Zudem ist Messi wegen der Roten Karte für das erste Qualifikationsspiel für die WM 2022 in Katar gesperrt. Schafft es das argentinische Nationalteam sich für diesen Wettbewerb zu qualifizieren, wird dies eine der letzten Chancen für den 32-Jährigen sein, auch mit der Nationalmannschaft den wichtigsten Titel zu holen.


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