Von der beinahe verpassten Olympia-Qualifikation fast noch zum Weltrekord gelaufen.
Das Wochenende des Kenianers Emmanuel Wanyonyi war ein Wellental der Gefühle. Der erst 19 Jahre alte Läufer stürzte zunächst bei den Olympia-Trials im 800-Meter-Semifinale.
Der Olympia-Traum schien nach dem Sturz geplatzt. Doch nach seinem Sturz wurde Emmanuel Wanyonyi doch ein Startplatz für das Finale zugesprochen. Und dort schockte der Vize-Weltmeister die gesamte Leichtathletik-Welt.
Keine Sekunde fehlte auf den Weltrekord
Mit einer Zeit von 1:41,70 Minuten lief sich Wanyonyi auf Platz 3 in der ewigen Weltbestenliste. Es war die schnellste 800-Meter-Zeit seit 12 Jahren als damals David Rudisha bei den Olympischen Spielen in London mit 1:40,91 Minuten einen neuen Weltrekord aufstellte. Auf diesen Rekord fehlten Wanyonyi nur 79 Hundertstel. Wanyonyi gelang diese Performance übrigens in Nairobi auf fast 2.000 Metern Höhe, was die Zeit noch bemerkenswerter macht.
6 Läufer im elitären Club
In der ewigen Bestenliste reihte er sich hinter Landsmann David Rudisha und dem Dänen Wilson Kipketer (1:41,11 Minuten) auf Platz 3 ein. Wanyonyi ist der sechste Läufer mit einer 800-Meter-Zeit unter 1:42 Minuten. Knapp hinter ihm positioniert sind Sebastian Coe (Großbritannien / 1:41,73 Minuten), Nijel Amos (Botswana / 1:41,73 Minuten) und Joaquim Cruz (Brasilien / 1:41,77 Minuten).
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Starkes Kenia-Trio
Wanyonyi ist damit auch einer der Top-Favoriten auf Olympia-Gold, nachdem er vergangenes Jahr in Budapest hinter dem Kanadier Marco Arop Vize-Weltmeister über die 800 Meter wurde. Bei den Trials belegten Wycliffe Kinyamal (1:42,50 Minuten) und Koitatoi Kidali (1:42,66 Minuten) die weiteren Podestplätze. Auch sie sind heiße Medaillenkandidaten für Kenia.
Bei den Frauen beeindruckte über die 1.500 Meter Olympiasiegerin Faith Kipyegon mit einer Zeit von 3:53,98 Minuten.
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