Gastgeber Italien räumte auch am Beginn des dritten Tages der Leichtathletik-EM in Rom ab.
Yemaneberhan Crippa führte bei den Männern einen Doppelsieg an. Deutschland schrieb ebenfalls mehrfach in den Medaillenrängen an.
Männer-Halbmarathon: Thriller bis zum letzten Meter
In einem hochspannenden Männer-Rennen bildete sich gegen Ende des Rennens an der Spitze eine Dreiergruppe aus Yemaneberhan Crippa und dem deutschen Duo Amanal Petros und Samuel Fitwi Sibhaut. Während der Italiener Pietro Riva und der Israeli Maru Teferi in der Endphase sogar die Lücke auf das Trio schließen konnten, musste Fitwi Sibhatu etwa einem Kilometer vor dem Ziel als Erster abreisen lassen. Eingangs der Stadionrunde setzten sich Crippa und Petros ab. Crippa löste sich auf der Stadionrunde erfolgreich von Petros. Der wiederum wurde auf der Zielgeraden noch von Riva abgefangen.
Fast ausschließlich eingebürgerte Läufer in den Top 10
Mit einem neuen Meisterschaftsrekord von 1:01:03 Stunden führte Crippa einen Doppelsieg vor Riva (1:01:04 Stunden) an. Bronze sicherte sich Petros (1:01:07 Stunden) vor Teferi (1:01:10 Stunden) und Fitwi, der mit 1:01:17 Stunden sogar Bestzeit lief. Für Crippa war es nach Gold bei der EM 2022 in München über die 10.000 Meter der zweite Titel auf kontinentaler Ebene. Gastgeber Italien hält bei dieser EM bei mittlerweile sieben Goldmedaillen.
Unter den Top 5 war Riva der einzige nicht aus Afrika stammende Läufer. In den Top 10 gab es lediglich zwei gebürtige Europäer.
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Weitere Bronze-Medaille für Deutschlands Männer
Gold in der Teamwertung holte ebenfalls Italien, die fünf Läufer in den Top 10 platzieren konnten. Silber sicherte sich Israel mit drei Läufern in den Top 9 vor Deutschland mit Petros, Fitwi, Filimon Abraham (1:03:09 Stunden / 22.), Marathon-Europameister Richard Ringer (1:03:53 Stunden / 28.), Simon Boch (1:04:16 Stunden / 31.) und Hendrik Pfeiffer (1:04:32 Stunden / 34.) jubelte über Bronze knapp vor Spanien.
Bester Österreicher war Debütant Timo Hinterndorfer auf Platz 32 in 1:04:27 Stunden. Andreas Vojta (1:05:38 Stunden / 42.), Peter Herzog (1:06:07 Stunden / 49.), Mario Bauernfeind (1:08:03 Stunden / 54.) und Dominik Stadlmann (1:09:03 Stunden / 57. und letzter Finisher) blieben unter ihren Möglichkeiten.
Frauen-Halbmarathon: Grøvdal triumphiert nach Vorbelastung
Bei den Frauen triumphierte die norwegische Mitfavoritin Karoline Bjerkeli Grøvdal, obwohl diese erst am Freitag Abend im 5.000-Meter-Rennen Silber holte. Die Norwegerin siegte nach 1:08:09 Stunden (Meisterschaftsrekord) überlegen vor der Rumänin Joan Chelimo Melly (1:08:55 Stunden) und der Britin Calli Hauger-Thackery (1:08:58 Stunden).
Deutschlands Team läuft zu Silber
Deutschlands Vize-Weltmeisterin Melat Yisak Kejeta verpasste nach 1:09:42 Stunden auf Platz 5 die Medaillenränge. Dafür sicherte sich Kejeta in der Teamwertung hinter Großbritannien und vor Spanien Silber.
Ein starkes deutsches Mannschaftsresultat komplettierten Domenika Mayer (1:10:49 Stunden / 11.), Esther Pfeiffer (1:11:28 Stunden / 18.), Fabienne Königstein (1:11:34 Stunden / 20.) und Katharina Steinruck (1:12.48 Stunden / 37.). Die Österreicherin Julia Mayer war nach 1:12:40 Stunden auf Platz 36 und damit im Mittelfeld der 69 Starterinnen positioniert. Die Schweizerin Fabienne Schlumpf schaffte nach 1:10:01 Stunden als Siebente den Sprung in die Top 10.
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