Adizero: Road to Records Herzogenaurach 2021 mit Agnes Tirop
Vor 4 Jahren lief die mittlerweile ermordete Agnes Tirop Weltrekord über die 10 km - nun ist dieser Rekord Geschichte. (Foto: © Veranstalter)
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Ein historischer Weltrekord: Agnes Ngetich bricht die 30-Minuten-Marke

Die Welt des Laufsports erlebte am Samstag in Herzogenaurach einen Moment für die Geschichtsbücher:

Agnes Ngetich lief bei der Adizero Road To Records Veranstaltung die 10 Kilometer in unglaublichen 29:27 Minuten – ein Rekord für ein reines Frauenrennen, der die bisherige Grenze von 30 Minuten regelrecht pulverisierte.

Dominanter Lauf nach Olympia-Out

Mit einem Tempo, das ihr früh einen komfortablen Vorsprung sicherte, diktierte die 24-jährige Kenianerin das Rennen von Anfang an. Nach nur fünf Minuten war das Feld weit auseinandergezogen. Ihre Durchgangszeit bei Kilometer fünf betrug beeindruckende 14:37 Minuten, was sie klar auf Weltrekordkurs brachte und die bisherige Bestmarke der verstorbenen Agnes Jebet Tirop (30:01) in weite Ferne rückte.https://vg01.met.vgwort.de/na/167c7fc1a543461c89ae61fa2a2a0c99

Obwohl ihr Tempo in der zweiten Rennhälfte minimal nachließ, blieb sie konstant unter drei Minuten pro Kilometer. Am Ende erreichte sie das Ziel nach einer zweiten Hälfte von 14:50 Minuten mit deutlichem Vorsprung.

„Ich bin so aufgeregt, ich hätte das nicht erwartet“, jubelte Agnes Ngetich nach ihrem Erfolg. „Letztes Jahr habe ich es um zwei Sekunden verpasst, deshalb wollte ich heute unbedingt wieder angreifen. Ich bin so stolz auf mich. Nachdem ich die Olympischen Spiele letztes Jahr verpasst habe, möchte ich dieses Jahr bei den Weltmeisterschaften alles wieder gutmachen.“

Für Ngetich war es nicht der erste Weltrekord über diese Distanz. Im Jänner 2024 lief sie in Valencia in einem gemischten Rennen mit 28:46 Minuten als erste Frau unter 29 Minuten.

Emmanuel Wanyonyi sorgt für Furore über die Meile

Auf der Männerseite zeigte Emmanuel Wanyonyi, der amtierende Olympiasieger über 800 Meter, eine spektakuläre Leistung. Im Meilenrennen sprintete er mit 3:52,45 Minuten nicht nur zum Sieg, sondern stellte auch einen neuen kenianischen Rekord auf. Damit katapultierte er sich auf Platz drei der ewigen Weltbestenliste.

Hobbs Kessler aus den USA lief persönliche Bestzeit (3:54,34) und sicherte sich Platz zwei, knapp gefolgt von seinem Landsmann Nico Young (3:54,50).

Yomif Kejelcha dominiert das 5km-Rennen

Yomif Kejelcha bewies einmal mehr seine Ausnahmestellung im 5km-Straßenlauf. Der Äthiopier verpasste den Weltrekord nur um fünf Sekunden und triumphierte in 12:54 Minuten – neun Sekunden vor dem Zweitplatzierten Andrew Alamisi.

Sein Erfolg reiht sich in seine beeindruckende Serie in Herzogenaurach ein, nachdem er dort bereits 2022 und 2024 gewonnen hatte.

Medina Eisa feiert dritten Sieg in Herzogenaurach

Auch bei den Frauen über die fünf Kilometer setzte sich mit Medina Eisa eine alte Bekannte durch. Mit 14:48 Minuten behauptete sie sich knapp gegen ihre Landsfrauen Fotyen Tesfay (14:50) und Gela Hambese (14:51) und machte damit ihren dritten Sieg in Herzogenaurach perfekt.

Nelly Chepchirchir verteidigt ihren Titel eindrucksvoll

Über die Meile der Frauen gelang Nelly Chepchirchir eine starke Titelverteidigung. Mit 4:23 Minuten verbesserte sie ihre eigene Bestmarke aus dem Vorjahr deutlich und setzte ein Ausrufezeichen für die kommende Saison.

Spektakel im 10km-Männerrennen: Fotofinish entscheidet

Das spannendste Rennen des Tages lieferten sich die Männer über zehn Kilometer. Gleich vier Athleten lagen auf den letzten Metern dicht beieinander. Schließlich setzte sich Birhanu Balew aus Bahrain mit einem energischen Schlussspurt durch und siegte in 26:54 Minuten, zeitgleich mit Gemechu Dida Diriba und Rodrigue Kwizera.

Knapp dahinter belegte Nicholas Kipkorir Kimeli Rang vier mit 26:56 Minuten. Ein packender Abschluss eines Rekordtages in Herzogenaurach.

Das große Laufbuch der Trainingspläne

Ergebnisse im Überblick

Frauen

Mile

  • 1. Nelly Chepchirchir (KEN) 4:23.98
  • 2. Hawi Abera Kumsa (ETH) 4:25.62
  • 3. Addison Wiley (USA) 4:30.90
  • 4. Birtukan Degu Shiferaw (ETH) 4:36.00
  • 5. Taryn Rawlings (USA) 4:40.09

5km

  • 1. Medina Eisa (ETH) 14:48
  • 2. Fotyen Tesfay (ETH) 14:50
  • 3. Gela Hambese (ETH) 14:51
  • 4. Janeth Chepngetich (KEN) 14:55
  • 5. Loice Chekwemoi (UGA) 15:15

10km

  • 1. Agnes Ngetich (KEN) 29:27
  • 2. Fentaye Belayneh (ETH) 30:30
  • 3. Senayet Getachew (ETH) 30:31
  • 4. Girmawit Gebrzihair (ETH) 30:41
  • 5. Alemaddis Eyayu (ETH) 31:15

Männer

Mile

  • 1. Emmanuel Wanyonyi (KEN) 3:52.45
  • 2. Hobbs Kessler (USA) 3:54.34
  • 3. Nico Young (USA) 3:54.50
  • 4. Phanuel Kipkosgei (KEN) 3:56.08
  • 5. Collins Kibiwott Koech (KEN) 3:58.63

5km

  • 1. Yomif Kejelcha (ETH) 12:54
  • 2. Andrew Alamisi (KEN) 13:03
  • 3. Thierry Ndikumwenayo (ESP) 13:08
  • 4. Cornelius Kemboi (KEN) 13:11
  • 5. Jacob Krop (KEN) 13:22

10km

  • 1. Birhanu Balew (BRN) 26:54
  • 2. Gemechu Dida Diriba (ETH) 26:54
  • 3. Rodrigue Kwizera (BDI) 26:54
  • 4. Nicholas Kipkorir Kimeli (KEN) 26:56
  • 5. Vincent Kipkorir (KEN) 27:08

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