Faith Kipyegon bei der WM 2023
Faith Kipyegon bei der WM 2023 (Foto: Getty Images for World Athletics)
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Weltrekord und Fast-Weltrekord: Diamond League startet furios

Mit einem Donnerschlag eröffnete Karsten Warholm seine Saison:

Beim Diamond-League-Auftakt in Xiamen zertrümmerte der Norweger am Samstagabend seinen eigenen Weltbestwert über 300 Meter Hürden. In einem Rennen, das die Grenzen des Vorstellbaren sprengte, flog Warholm in 33,05 Sekunden ins Ziel – eine Verbesserung um 0,21 Sekunden gegenüber seiner Bestmarke von 2021.

„Ich war ein wenig überrascht, wie leicht sich meine Beine nach der letzten Kurve anfühlten,“ erklärte Warholm nach seinem Triumph. „Natürlich spürt man es am Ende ein wenig, aber ich konnte auf den letzten 45 Metern noch einmal richtig drücken. Das zeigt, dass die Geschwindigkeit da ist – und die Technik über die Hürden auch.“

Hinter dem entfesselten Norweger lief Brasiliens Matheus Lima auf Rang zwei (33,98 Sekunden), dicht gefolgt von Japans Ken Toyoda (34,22 Sekunden). Das Highlight: Der 300m-Hürdenlauf wird in Kürze von World Athletics offiziell als Weltrekord-Disziplin anerkannt – Warholm setzt hier gleich das erste Ausrufezeichen!

Magische Momente über die 1000 Meter: Kipyegon nur hauchdünn am Weltrekord vorbei

Auch auf den längeren Distanzen bebte das Stadion: Faith Kipyegon, die unangefochtene Königin der Mittelstrecke, lieferte im 1000-Meter-Lauf ein Rennen für die Geschichtsbücher. Mit 2:29,21 Minuten verfehlte sie den legendären Weltrekord von Svetlana Masterkova (2:28,98) nur um Wimpernschläge – und lief gleichzeitig die drittschnellste Zeit aller Zeiten.

„Es war ein sehr guter Start in meine Saison,“ kommentierte Kipyegon mit einem Lächeln. „Ich bin glücklich, so zu starten, und hoffe, gesund zu bleiben für die kommenden Rennen.“

Hinter ihr lief Australiens Abby Caldwell mit neuem Ozeanienrekord (2:32,94 Minuten) ins Ziel – doch die Welt hielt nur für Kipyegon den Atem an.

Chebet dominiert über 5000 Meter – Rekordflut in der Tiefe

Die nächste Gala auf der Bahn präsentierte Beatrice Chebet über die 5000 Meter. In 14:27,12 Minuten pulverisierte sie den Meeting-Rekord und ließ selbst Weltklasseläuferinnen wie Gudaf Tsegay (14:28,18 Minuten) hinter sich. Bemerkenswert: Acht Läuferinnen unterboten die Marke von 14:34 Minuten – ein Rekord für die Tiefe eines einzigen Rennens!

Chebet, zweifache Olympiasiegerin, ließ der Konkurrenz keine Chance und bewies eindrucksvoll, warum sie derzeit als Maßstab auf der Langstrecke gilt.

Drama pur im 3000-Meter-Hindernislauf – Firewu stürzt den Champion

Über 3000 Meter Hindernis folgte die nächste Sensation: Der junge Äthiopier Samuel Firewu rang Welt- und Olympiasieger Soufiane El Bakkali in einem packenden Finale nieder. In 8:05,61 Minuten stürmte Firewu zum Sieg – und entriss El Bakkali nicht nur den Meeting-Rekord, sondern auch den Nimbus der Unbesiegbarkeit.

El Bakkali rettete sich in 8:06,66 Minuten auf Platz zwei vor dem ebenfalls stark laufenden Simon Koech (8:07,12 Minuten). Das letzte Hindernis wurde zur Entscheidung – Firewu hatte die größeren Reserven und den kühleren Kopf.

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