Die Strecke beim Kopenhagen Halbmarathon
Die Strecke beim Kopenhagen Halbmarathon (Foto: Piere Mangez)
0 Kommentar(e)
Featured

Jakob Ingebrigtsen mit kuriosem Halbmarathon-Debüt

Superstar Jakob Ingebrigtsen gab beim Kopenhagen Halbmarathon überraschend sein Halbmarathon-Debüt.

Trotz eines unerwarteten 34. Platzes stellte der zweifache Olympiasieger in diesem Rennen einen bemerkenswerten Rekord auf. Der Sieg bei einem der schnellsten Halbmarathons der Welt ging jedoch an die Top-Läufer aus Kenia.

Halbmarathon-Strategie: 10 km im Rekordtempo, 11 km entspannt

Jakob Ingebrigtsen, der erst vor zwei Tagen das Diamond League Finale über die 1.500 Meter gewann, entschied sich kurzfristig, am Kopenhagen Halbmarathon 2024 teilzunehmen. Der Olympiasieger über die 1.500 Meter (2021) und die 5.000 Meter (2024) lief eine ungewöhnliche Taktik: Mit der Vorbelastung durch den 1.500-Meter-Lauf wusste Ingebrigtsen, dass er nicht sein volles Leistungspotenzial abrufen konnte. Er entschied sich, die ersten zehn Kilometer im Spitzenfeld zu laufen und erreichte die 10-Kilometer-Marke in einer Zeit von 27:27 Minuten – einem neuen norwegischen Landesrekord. Anschließend nahm er das Tempo raus und lief das Rennen in entspannterem Tempo zu Ende, um sicherzustellen, dass seine Rekordzeit offiziell anerkannt wird. Mit einer Endzeit von 63:13 Minuten und mehr als fünf Minuten Rückstand auf den Sieger beendete er das Rennen. Ingebrigtsen setzte dennoch zwei persönliche Bestzeiten und einen neuen Landesrekord um.

Spannende Finalentscheidungen: Nur Sekunden bis zum Streckenrekord

An der Spitze des Feldes gab es einen spannenden Dreikampf um den Sieg, bei dem der Kenianer Sebastian Sawe nach 58:05 Minuten als Sieger hervorging. Nur vier Sekunden trennten ihn von dem Zweitplatzierten Jacob Kiplimo aus Uganda, gefolgt von Isaia Lasoi (Kenia), der eine weitere Sekunde dahinter ins Ziel kam. Der Streckenrekord wurde dabei nur um vier Sekunden verfehlt. Dieser Rekord stammt von Geoffrey Kamworor, der vor fünf Jahren mit 58:01 Minuten einen Weltrekord aufstellte, der inzwischen um eine halbe Minute verbessert wurde.

Auch bei den Frauen wurde der Streckenrekord nur knapp verpasst. Margaret Chelimo Kipkemboi sicherte sich den Sieg nach 65:11 Minuten und führte damit einen Dreifachsieg für Kenia an. Sie verpasste den Rekord um nur drei Sekunden.

Empfohlene Artikel

Kommentar schreiben

Senden

Weitere interessante Themen