Bei der 6. Auflage des Abu Dhabi-Marathons feierte Äthiopien erstmals einen Sieg im Männerfeld.
Chala Ketema Regasa, nicht zu verwechseln mit dem ehemaligen 50-km-Weltrekordhalter Ketema, setzte sich mit einem starken Finish in 2:06:16 Stunden durch. Er verpasste seine persönliche Bestzeit lediglich um fünf Sekunden. Der Streckenrekord aus dem Jahr 2019 (2:04:40 Stunden) blieb jedoch außer Reichweite.
"Für mich ist heute alles gut gelaufen. Die Strecke und das Wetter waren fantastisch, und natürlich bin ich überglücklich mit diesem Ergebnis", kommentierte Regasa seinen Erfolg.
Kenianerin setzt Siegesserie fort
Das Frauenrennen dominierte die Kenianerin Catherine Reline Amanang‘ole, die sich in 2:20:34 Stunden deutlich von ihren Konkurrentinnen absetzte. Damit setzte sie die Erfolgsserie kenianischer Läuferinnen in Abu Dhabi fort. Ihre Zeit war die drittbeste in der Geschichte des Rennens. Ursprünglich als Halbmarathon-Spezialistin bekannt (PB: 1:05:39 Stunden, Barcelona 2023), zeigte sie bei ihrem Marathon-Debüt beeindruckende Form.
"Ich bin begeistert von diesem Ergebnis. Es ist mein erster Marathon. Ich habe dafür trainiert, aber ich war mir nicht sicher, ob ich gewinnen würde", erklärte die Siegerin.
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Starkes Debüt von Thabang Mosiako
Einen besonderen Akzent setzte auch der Südafrikaner Thabang Mosiako (Nedbank Running Club). Bei seinem ersten Marathon belegte er im Elitefeld den achten Platz mit einer Zeit von 2:09:14 Stunden. Damit lief er den schnellsten Debüt-Marathon eines südafrikanischen Athleten.
Bis zur 30-km-Marke (1:29:25 Stunden) hielt Mosiako mit der Spitzengruppe mit, musste jedoch in der Endphase seinem noch begrenzten Erfahrungsschatz Tribut zollen. Trotzdem blieb er als letzter Läufer der Spitzengruppe unter der Marke von 2:10 Stunden.
Der 29-Jährige zeigte sich überglücklich mit seiner Leistung, die knapp fünf Minuten unter seiner eigenen Erwartung lag.
"Mein Hauptziel war es, den ersten Marathon zu beenden. Ich hätte nie gedacht, dass ich so schnell laufen könnte. Die meisten südafrikanischen Läufer starten ihren ersten Marathon mit Zeiten von 2:12 oder 2:14 Stunden, daher dachte ich, dass ich auch irgendwo dort landen würde."
Blick in die Zukunft: Kein Fokus auf die WM
Obwohl Mosiako mit seiner Halbmarathon-Bestzeit von 59:52 Minuten (6. Platz bei der WM 2023) ausgezeichnete Voraussetzungen für die lange Distanz mitbringt, denkt er nicht an eine Teilnahme bei der Marathon-Weltmeisterschaft 2025 in Tokio.
"Mein Fokus liegt lediglich darauf, einen Marathon pro Jahr zu laufen. Denkt daran, dass wir im kommenden Jahr die Halbmarathon-WM in San Diego haben. Darauf liegt mein Hauptaugenmerk."
Neue Rekorde für den Abu Dhabi-Marathon
Die Veranstaltung, eine der letzten großen Rennen der ausklingenden Marathonsaison, konnte einen neuen Teilnehmerrekord verzeichnen. Mehr als 33.000 Aktive nahmen in verschiedenen Wettbewerbskategorien teil – ein beeindruckendes Ergebnis für den Golfstaat und seine engagierten Organisatoren.

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