Das neue Jahr beginnt mit Tempo, Hitze und großen Namen. Der Doha Marathon rückt am 16. Januar ins Zentrum der internationalen Laufszene und verspricht ein Rennen, das sportlich wie symbolisch Gewicht hat. Der World-Athletics-Gold-Label-Marathon wächst weiter – und 2026 steht er so stark da wie nie zuvor.
Start und Ziel liegen erneut im Hotel Park, während die Strecke flach, schnell und kompromisslos entlang der Corniche von Doha verläuft. Der Doha Marathon kombiniert ideale Rennbedingungen mit einer Kulisse, die selbst erfahrene Profis kurz den Blick heben lässt – bevor sie wieder beschleunigen.
Ein Olympiasieger führt das Feld an
An der Spitze des Elitefeldes steht Tamirat Tola. Der Äthiopier reist als amtierender Olympiasieger nach Katar und bringt eine Geschichte mit, die selbst im Profisport selten ist. Bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 lief Tola in 2:06:26 Minuten zum Gold – olympischer Rekord und der erste äthiopische Olympiasieg im Marathon seit 24 Jahren.
Bemerkenswert: Tola rückte erst kurzfristig ins Team nach. Der Rest ist Geschichte. Dieser Erfolg fügte sich nahtlos in eine Karriere ein, die bereits olympische Bronze über 10.000 Meter 2016, WM-Silber im Marathon 2017 und den WM-Titel 2022 in Eugene umfasst. Dort lief er mit 2:05:36 Minuten eine Meisterschaftsbestzeit.
Wichtiger Hinweis: Dieses Buch macht dich zum besseren Läufer
Auch abseits globaler Titel hat Tola Maßstäbe gesetzt. 2023 gewann er den New York City Marathon mit Streckenrekord in 2:04:58 Stunden. Seine persönliche Bestzeit von 2:03:39 stellte er 2021 in Amsterdam auf.
„Meine Reise hat mich gelehrt, immer bereit für die nächste Herausforderung zu sein, und als Olympiasieger nach Katar zu kommen, ist eine starke Motivation“, wird Tola auf Athletics Weekly zitiert. „Es ist eine Ehre, Teil eines Events zu sein, das die nächste Generation von Läufern inspiriert.“
Erfahrung, Konstanz und offene Rechnungen
Der Doha Marathon bietet jedoch weit mehr als einen klaren Favoriten. Mit Sammy Kitwara und Nicholas Kirwa stehen zwei Kenianer an der Startlinie, die wissen, wie man große Rennen liest. Kitwara bringt eine Bestzeit von 2:04:28 mit und gewann 2024 die Marathons von Marrakesh und Shenzhen. Auch zweite Plätze in Chicago sowie ein sechster Rang in London unterstreichen seine Konstanz.
Kirwa kehrt nach Doha zurück, nachdem er im Vorjahr Fünfter wurde. Seine persönliche Bestzeit liegt bei 2:05:01. Der Sieger von 2024, Ezra Kipketer Tanui, fehlt diesmal – ein Umstand, der die Karten neu mischt.
Frauenfeld mit klarer Spitze und spannender Tiefe
Im Elitefeld der Frauen führt Tigist Girma die Meldeliste an. Die Äthiopierin bringt mit 2:18:52 Minuten die schnellste Bestzeit ins Rennen, aufgestellt 2022 in Valencia. Nach einer längeren Wettkampfpause meldete sie sich 2025 mit Rang drei beim Dubai Marathon eindrucksvoll zurück.
Äthiopien stellt weitere ernsthafte Anwärterinnen. Sentayehu Lewetegn besitzt eine Bestzeit von 2:22:36, Tigist Gezahagn folgt mit 2:22:47. Beide haben das Potenzial, weit vorne zu landen.
Eine saubere äthiopische Dominanz will Amana Mursi Kipyatich verhindern. Die Kenianerin kennt den Doha Marathon bestens. Nach Rang zwei 2024 und Platz acht im Jahr davor bringt sie Streckenkenntnis und Erfahrung mit. Ihre Bestzeit liegt bei 2:23:45.
Früher Start, große Wirkung
Der Startschuss fällt um 6:00 Uhr Ortszeit. Wenn die Sonne über Doha aufgeht, beginnt ein Rennen, das weit über Katar hinaus Beachtung findet. Der Doha Marathon setzt erneut ein Ausrufezeichen im internationalen Kalender – mit Tempo, Tiefe und sportlicher Relevanz auf höchstem Niveau.
Kommentar schreiben