Start zum Frankfurt Marathon
Start zum Frankfurt Marathon (Foto: © Mainova Frankfurt Marathon)
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Rekordjagd beim Frankfurt Marathon: Buze Diriba zündet den Turbo

Die Skyline glitzert, die Startlinie wartet – es ist wieder soweit! Der Mainova Frankfurt Marathon geht in seine 42. Auflage, und selten war das Feld so heiß wie in diesem Jahr.

Knapp 17.000 Läufer verwandeln Frankfurt am Sonntag in ein Läufer-Mekka. Dazu sorgt ein Weltklasse-Feld für internationales Spitzentempo – mit Buze Diriba aus Äthiopien im Fokus. Sie will den Frauen-Streckenrekord von 2:17:25 angreifen. Und das nicht leise.

Hawi hat mir vom schnellen Kurs in Frankfurt erzählt. Ich habe gut trainiert und freue mich auf mein erstes Rennen in Deutschland,“ sagt Diriba, die dem Rennen ordentlich Pfeffer verleihen dürfte. Sie trainiert unter Erfolgscoach Gemedu Dedefo – in einer Gruppe, in der Namen wie Tigst Assefa und Amane Beriso täglich das Tempo diktieren. Frankfurt darf sich also auf ein Feuerwerk freuen.

Ein Teilnehmerrekord und Gänsehautgarantie

Schon vor dem ersten Startschuss steht fest: Der Mainova Frankfurt Marathon ist 2025 ein Rekordrennen. Noch nie standen so viele Sportler auf der Startliste. „Dieses Jahr war die Nachfrage überwältigend“, betont Renndirektor Jo Schindler. „Dass wirklich jeder Startplatz vergeben ist, beweist die Strahlkraft unseres Marathons. Wir freuen uns auf ein sportliches Fest mit Gänsehautmomenten und starken Emotionen.

Das Männerfeld: Spannung bis zur Ziellinie

Bei den Männern verspricht das Rennen Hochspannung bis zur letzten Kurve. Shura Kitata, der Sieger von 2017, führt das Elitefeld an. Mit seiner Bestzeit von 2:04:49 und einem Sieg beim London Marathon 2020 weiß er, wie man große Titel holt. „Der Sieg damals in Frankfurt hat mir viel Selbstvertrauen gegeben. Ich bin gesund, fit und auf einem Level wie bei meinem London-Triumph.

Auch Dejene Megersa wird genau beobachtet. Der 20-jährige Äthiopier hat in Dubai eine 2:05:42 hingelegt – ein Ausrufezeichen. Er trainiert in Addis Abeba Seite an Seite mit Olympiasieger Tamirat Tola. Dahinter lauern Yasin Haji (2:09:52) und Filimon Abraham aus Deutschland, der auf Frankfurts ultraschnellem Kurs seine persönliche Bestzeit von 2:08:11 pulverisieren will. „Ich habe vier Monate trainiert, sechs Wochen davon in der Höhe von Eritrea. Ich bin in der besten Form meiner Karriere,“ kündigt Abraham an.

Elite-Koordinator Philipp Kopp bringt es auf den Punkt: „Das Rennen ist völlig offen. Bei guten Bedingungen können mehrere Läufer Zeiten um 2:05 laufen.“ Klingt nach einem Krimi – nur eben mit Laufschuhen statt Pistolen.

Die Frauen: Drei Asse für Frankfurt

Bei den Frauen knistert die Luft ähnlich stark. Magdalyne Masai, Sharon Chelimo und Buze Diriba bilden das Trio, das den Kurs zum Glühen bringen will. Alle drei sind in der Lage, unter 2:20 zu laufen – und damit im Bereich historischer Marken.

Für Masai ist es bereits der dritte Frankfurt-Auftritt. Im Vorjahr wurde sie in 2:18:58 Zweite. Nach dem Hitze-Drama bei der WM in Tokio will sie Wiedergutmachung. „Ich hoffe, dass mein dritter Start hier endlich den Sieg bringt, und ich visiere erneut eine Bestzeit an.“

Sharon Chelimo kennt den Frankfurter Asphalt ebenfalls bestens – 2023 belegte sie Rang drei. Dieses Jahr triumphierte sie in Barcelona in 2:19:33, bevor sie beim Berliner Marathon bei Hitze passen musste. „Es war das schlimmste Erlebnis meiner Karriere. Aber ich habe gut trainiert und bin bereit für einen neuen Anlauf,“ erklärt sie.

Und dann ist da noch Buze Diriba – die Frau mit dem klaren Ziel: Streckenrekord. Ihre Bestzeit liegt bei 2:20:22, doch sie hat gezeigt, dass sie sich auf schnellen Kursen wohlfühlt. Sollte das Wetter passen, könnte die 31-Jährige den Frankfurt-Kurs zum persönlichen Laufsteg machen.

Europäische Hoffnungsträgerinnen

Aus deutscher Sicht sorgt Laura Hottenrott für Spannung. Mit einer Bestzeit von 2:24:32 reist die Olympia-Marathonläuferin als schnellste Europäerin an. Konkurrenz bekommt sie von Abbie Donnelly aus Großbritannien (2:26:21). Beide haben angekündigt, sich nicht verstecken zu wollen – vielleicht ist Frankfurt ja auch für sie das Tor zu einer neuen Bestzeit.

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