Die 39. Ausgabe des Venedig Marathon hat am Sonntag die Lagunenstadt in ein riesiges Läuferfest verwandelt.
Über 20.500 Marathon-Fans sorgten für eine bunte, lebendige Kulisse entlang der Wasserstraßen von Venedig und machten den Tag zu einem unvergesslichen Spektakel. Die Sonne schien warm auf die Läufer, während das Hochwasser der Lagune der Veranstaltung einen zusätzlichen Hauch von Dramatik verlieh.
Der Männer-Marathon wird zum Sololauf
Im Männer-Marathon setzte Deribe Robi aus Äthiopien ein klares Ausrufezeichen. Nach einer ruhigen ersten Hälfte in 1:03:41 machte er auf der Ponte della Libertà den entscheidenden Angriff und zog allen davon. Robi lief die letzten Kilometer durch das steigende Wasser der Lagune und erreichte das Ziel am Riva Sette Martiri in 2:08:58 – die siebtschnellste Zeit in der Geschichte des Venicemarathons.

Hinter ihm kämpften die Kenianer Isaac Cheluko und Hammingaton Kimaiyo um die Plätze, doch Robi ließ sich nicht einholen. Cheluko finishte in 2:10:54 und Kimaiyo in 2:11:03. Robi kehrt damit nach Jahren der Verletzungen auf die internationale Bühne zurück: „Endlich, mit diesem prestigeträchtigen Sieg bin ich zurück auf meinem Level. Nächstes Jahr will ich unter 2:05 laufen und vielleicht erneut in Venedig antreten, ein Rennen, das ich wirklich genossen habe.“
Äthiopien dominiert auch bei den Frauen
Bei den Frauen bestimmte Ashumar Zebenay das Tempo von Beginn an. Nach einem soliden Halbmarathon in 1:13:39 löste sie sich allmählich von der Konkurrenz auf der langen Gerade der Ponte della Libertà. Ein Sturz auf nassem Pflaster in der Piazza San Marco konnte ihren Lauf nicht stoppen. Zebenay gewann in 2:27:31 und verbesserte ihre persönliche Bestzeit um über sechs Minuten – die sechstschnellste Zeit, die je in Venedig gelaufen wurde.
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Auf den weiteren Podestplätzen landeten die Äthiopierin Azalech Masresha in 2:30:42 und überraschend die Kenianerin Daizy Jemutai auf Platz drei mit 2:30:50, ihrem Debüt über die Marathon-Distanz. „Ich bin wirklich glücklich mit meinem Rennen. Nach dem 30. Kilometer wusste ich, dass ich gewinnen kann. Der Sturz in Piazza San Marco hätte alles ruinieren können, aber zum Glück konnte ich weitermachen und den prestigeträchtigen Sieg sichern,“ erklärte Zebenay voller Freude.
Venice Marathon 2025: Die Ergebnisse im Überblick
Männer-Marathon
- Deribe Robi (ETH) 2:08:58
- Isaac Cheluko (KEN) 2:10:54
- Hammingaton Kimaiyo (KEN) 2:11:03
- Kipsambu Kimakal (KEN) 2:12:22
- Moses Koech (KEN) 2:14:58
Frauen-Marathon
- Ashumar Zebenay (ETH) 2:27:31
- Azalech Masresha (ETH) 2:30:42
- Daizy Jemutai (KEN) 2:30:50
- Birhanu Abera (ETH) 2:31:26
- Addisalem Belay (ETH) 2:35:04

Ein Rekordmarathon und Ausblick auf 2026
Der 39. Venedig Marathon hat die Stadt Venedig in eine riesige Sportbühne verwandelt und die Fans begeistert. Die Anmeldung für den 40. Venicemarathon am 25. Oktober 2026 ist bereits geöffnet, mit einem Limit von 10.000 Teilnehmern auf der Marathon-Distanz. Auch die 21K und 10K werden wieder gestartet, um die Lagune erneut in ein buntes Läuferfest zu verwandeln.

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