Der KAT100 by UTMB® hat wieder einmal bewiesen, dass er nicht nur irgendein Trailrun ist, sondern eine knallharte Auslese für jene, die Berge nicht nur anschauen, sondern bezwingen wollen.
Und mittendrin ein Mann aus Südtirol, der in Fieberbrunn Geschichte schrieb: Martin Graf setzte sich in einem gnadenlosen Zweikampf gegen den französischen Ex-Weltmeister Sylvain Court durch und holte sich den Sieg über 173 Kilometer und 9.900 Höhenmeter.
Ein Kampf auf Messers Schneide
Wer beim KAT100 by UTMB® vorne mitlaufen will, muss nicht nur schnelle Beine, sondern auch einen harten Kopf haben. Genau das bewiesen Graf und Court: Stundenlang klebten sie aneinander wie zwei Murmeltiere im Winterschlaf – keiner wollte loslassen. Erst auf den letzten Kilometern gelang dem Südtiroler der entscheidende Befreiungsschlag.
„Im Downhill war er extrem stark – bist du deppert, sowas habe ich noch nie gesehen. Bergauf war ich wahrscheinlich ein bisschen stärker“, erklärte Graf später mit einem verschmitzten Lächeln. Doch selbst der beste Bergfex weiß: Der KAT100 frisst Energie schneller, als man sie nachtanken kann. „Viel war nicht mehr übrig – ich habe echt die letzten Körner verbraucht.“
Wichtiger Hinweis: Dieses Buch macht dich zum besseren Läufer

Ein Sieg, der nicht auf der Favoritenliste stand
Vor dem Start hatte kaum jemand Graf auf dem Zettel. Klar, er ist kein Unbekannter – Siege wie beim Dolomiti Extreme Trail 2024 sprechen für sich – aber ein 100-Meilen-Rennen? Für den 43-jährigen Gsiesertaler war es Neuland. Vielleicht war es genau das, was ihm den Mut gab, beim KAT100 by UTMB® voll auf Angriff zu gehen. Im Ziel gab’s ein Siegerbussi von seiner Frau, Tränen vom Sohn – und als Draufgabe einen Startplatz fürs große UTMB-Finale in Chamonix.

Hitze, Höhenmeter und harte Männer
24 Stunden und 28 Minuten, dazu Temperaturen jenseits der 30 Grad – der KAT100 kennt keine Gnade. Auch David Wöhrer, der als bester Österreicher auf Platz drei ins Ziel kam, spürte jeden der 200.000 Schritte. „Wir waren lange Zeit in einer Vierergruppe unterwegs, was in der Nacht einfach angenehmer ist. Aber am Hahnenkamm musste ich die anderen dann ziehen lassen“, erzählte er. Während er sein Rennen abschloss, war seine Freundin Leonie Hasenauer noch mitten in ihrer zweiten Nacht unterwegs – und gewann schließlich souverän die Damenwertung.

Und das Abenteuer geht weiter
Kaum hatten die ersten Finisher ihre Medaille um den Hals, ging’s für viele erst richtig los: Vier weitere Bewerbe stehen auf dem Programm, darunter der Endurance Trail – der „kleine Bruder“ des 100-Meilers. 81 Kilometer und 4.850 Höhenmeter warten hier auf jene, die immer noch nicht genug haben. Die Marathonstrecke verspricht ebenfalls Spannung pur, mit internationalen Top-Läufern wie Jiaiu Zhao, Hu Zhao, Michele Meridio, Claudio Diaz Castan, John Luna Lima, Riccardo Borgialli und Augustin Kerhardy.

Kommentar schreiben