Wenn Trailrunning zum Spektakel wird
Vergesst Netflix, vergesst Formel 1 – was sich vom 12. bis 14. Juli im Walliser Val de Bagnes abspielte, war Trailrunning vom Allerfeinsten. Die 16. Ausgabe des Trail Verbier St-Bernard by UTMB war ein explosiver Mix aus alpiner Action, sportlichem Wahnsinn und Emotionen, die einem die Waden krampfen lassen – und zwar vor Begeisterung!
Über 5.400 Teilnehmer aus 65 Ländern – darunter 23 % Frauen – machten die Region rund um Verbier zur absoluten Trail-Hochburg. Von der ultrafiesen X-Alpine (140 km, 9.300 Höhenmeter) bis zur spritzigen X-Plore (28 km, 1.700 Höhenmeter) war für jeden etwas dabei – außer vielleicht für Sofasitzer. Die Organisatoren zündeten ein Feuerwerk aus vier Wettkämpfen, Kinderläufen und Gänsehautmomenten, das seinesgleichen sucht.

Beñat, der Berserker
Der unumstrittene König der Trails: Beñat Marmissole aus den Pyrenäen. Der Franzose ballerte die X-Alpine in gerade mal 18:41:47 Stunden runter – satte 75 Minuten vor seinem Landsmann Anthony Costa. Und das Beste: Er war sogar schneller im Ziel als die 100K-Läufer. Eine Premiere beim Trail Verbier St-Bernard by UTMB!
„Die X-Alpine ist einer der schönsten und zugleich härtesten Kurse der World Series. Die Landschaft war atemberaubend – einfach ein Geschenk, dort laufen zu dürfen.“ – Beñat Marmissole, Sieger X-Alpine
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Auch Tristan Blanchard zeigte als Dritter, dass die Schweiz trailtechnisch einiges drauf hat.

Caroline Chaverot: Eleganz mit Höhenmetern
Einen besonderen Triumph feierte Caroline Chaverot, die sich die Krone der X-Traversée (76 km, 5.300 m D+) holte. Ihr Fazit? „Sehr technisch und sehr schön – einfach unglaublich!“ Dass sie das Val de Bagnes eigentlich nur vom Biken kannte, macht ihre Leistung umso beeindruckender.
Junge Wilde und Lokalmatadoren
Für Gänsehaut sorgte auch Dimitri Gabioud. Der 19-Jährige gewann die X-Plore in seiner Altersklasse und wurde Gesamt-13. – mit einer Zeit von 3:10:55. Damit unterstützte er auch noch die Organisation „What’s for Life“. Läuft bei ihm!
Auch Ophélie Maret konnte sich feiern lassen. Sie lief die Verbier Marathon (43 km, 3.200 m D+) – begleitet vom Jubel ihrer Familie.
Nicht ganz so happy: Arnaud Rey, der nach starker Leistung auf der X-Alpine in Panossière aussteigen musste. Aber hey – auch das ist Trailrunning.
Internationale Stars auf Walliser Boden
Das Teilnehmerfeld beim Trail Verbier St-Bernard by UTMB las sich wie das Line-Up eines Trailrunning-Weltcups. Die Podien waren international gewürzt:
- Dominik Hohenleitner (Deutschland) siegte beim Verbier Marathon
- Isabelle Oblom Delattre (Schweden) wurde Zweite bei der X-Plore
- Tom Joly (Großbritannien) holte Bronze bei der X-Traversée
Man merkt: Der Trail Verbier St-Bernard by UTMB zieht die Elite an – mit Recht!

Strecken, die brennen
Die verschiedenen Kurse hatten es in sich: Felsig, technisch, brutal schön. Und dazu Wetter wie gemalt – kein Wunder, dass Race Director Matthieu Girard zufrieden bilanzierte:
„Eine außergewöhnliche Ausgabe! Die Stimmung, die Strecken, die Energie – das alles macht unseren Einsatz über das Jahr hinweg mehr als lohnenswert.“
Und wer nicht lief, feierte im Ultra-Trail Village oder feuerte wie wild am Streckenrand an. Über 400 Volunteers sorgten für einen reibungslosen Ablauf – Chapeau!

Mit Herz und Höhenmeter
Auch sozial machte der Event Schlagzeilen: 4.000 CHF gingen durch Charity-Bibs an lokale Projekte wie „Sport Handicap Martigny“. Laufen mit Sinn? Hier Standard.
Der Trail Verbier St-Bernard by UTMB war ein Naturrausch. Ein Kraftakt. Ein Fest der Beine, des Willens – und der Emotionen. Wer dabei war, wird es nie vergessen. Wer nicht, sollte sich für 2026 schon mal Urlaub nehmen.

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