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Britisch-Französischer Triumph im Hamburger Stadtpark: Vincent Luis verteidigt den Weltmeistertitel bei den Herren und gewinnt das Rennen in Hamburg mit einer Zeit von 49:13 und zwei Sekunden Vorsprung vor Vasco Vilaca (49:15) aus Portugal und seinem französischen Landsmann Léo Bergere (49:18).

Bei den Frauen setzte sich Georgia Taylor-Brown (54:16) vor Flora Duffy aus Bermuda (54:25) und der Deutschen Laura Lindemann (54:39) durch. Die Potsdamerin sicherte sich als einzige der deutschen Athletinnen und Athleten einen Platz auf dem Podium.

Überraschung auf Platz 2

Das Wetter hatte sich nach den nassen und windigen Bedingungen vom frühen Nachmittag beruhigt, als die Herren um 16 Uhr die Masken absetzten und sich zum Startsprung aufreihten. Die Bedingungen konnten ungewöhnlicher kaum sein, nachdem alle weiteren Rennen der World Triathlon Series in 2020 abgesagt werden mussten, aber es sollte der Franzose Vincent Luis sein, der beim HAMBURG WASSER World Triathlon 2020 eine brillante Leistung ablieferte und sich damit seinen zweiten Weltmeistertitel in Folge sicherte. Nach einer starken Leistung beim Schwimmen reihte er sich gemeinsam mit Alistair Brownlee und einem weiteren Franzosen, Dorian Coninx, in die führende Gruppe beim Radfahren ein. Auf der Laufstrecke konnte der Champion von 2019 letzendlich dem Portugiesen Vasco Vilaça und seinem französischen Landsmann Léo Bergere davonziehen. Der 20-Jährige Vilaça konnte sich bei seinem erst zweiten WTS-Ausflug eine sensationelle Silbermedaille sichern.

Rennen ohne Zuschauer

"Ich wusste, dass ich gut in Form bin, und ich habe die letzten sechs Wochen damit verbracht, viele Trainingseinheiten mit einigen der besten Jungs der Welt zu machen", gab sich ein begeisterter Vincent Luis nach dem Rennen zufrieden.

Es gab zwar keine Zuschauer an der Strecke, aber es fehlte ebenfalls nicht an Spannung im Rennen der Frauen, als Georgia Taylor-Brown als Erste die Ziellinie überquerte und einen großartigen ersten Weltmeistertitel holte. Die Britin setzte sich gegen Flora Duffy von den Bermudas und die Deutsche Laura Lindemann durch. Für Taylor-Brown war es von Anfang bis Ende ein tadelloses Rennen.

"Ich war überhaupt nicht zuversichtlich", sagte die neue Weltmeisterin. "Ich habe vor ein paar Wochen an Super League-Arenaspielen teilgenommen und mir dort schwere Lungenverbrennungen zugezogen. Ich habe mich gefragt, wie es laufen würde und habe nicht wirklich viel von mir erwartet. Ich war dankbar, dass ich wieder an einem Rennen teilnehmen durfte aber bin ziemlich schockiert über diese Leistung, um ehrlich zu sein", erklärte sie

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Die Deutsche Laura Lindemann konnte sich als einzige Athletin aus dem Deutschen Aufgebot einen Platz auf dem Podium sichern. „Ich bin echt froh, dass eine Medaille rausgekommen ist. Das Rennen war echt hart“, freut sich die viermalige Deutsche Meisterin. In der zweiten Wechselzone hatte sie Probleme beim Schuhwechsel: „Ich war richtig sauer in dem Moment, meine Hände waren so kalt und meine Füße auch, da habe ich noch ein paar Sekunden verloren“, erklärt sie. Die Tirolerin Therese Feuersinger überraschte als Zehnte mit einem Top-10-Platz.

Nach dem gelungenen Auftakt des HAMBURG WASSER World Triathlon ertönt am morgigen Sonntag um 13:31 das Startsignal für die Mixed Team-Weltmeisterschaft, bei der 20 Nationen nach der Krone greifen. Vertreten werden die verschiedenen Länder dabei von jeweils zwei Frauen und zwei Männern.

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