Was als mutiger Schritt in eine neue Ära verkauft wurde, endet in einem sportpolitischen Rückzieher:
Die Ironman-Weltmeisterschaften kehren 2026 wieder zu ihren Wurzeln zurück – auf Hawaii, gemeinsam, Männer und Frauen im gleichen Event.
Schluss mit getrennten Wegen
Der Plan war ambitioniert: Zwei Austragungsorte, zwei getrennte Rennen, mehr Sichtbarkeit für den Frauensport – so lautete die Theorie. In der Praxis stieß das Modell jedoch immer wieder auf heftige Kritik. Ab 2026 heißt es nun endgültig: zurück zum Ursprung. Die Verantwortlichen des Weltverbands gaben bekannt, dass die Trennung von Männer- und Frauenrennen mit dem laufenden Jahr ein Ende findet.
Letztes Aufbäumen 2025
Noch einmal wird 2025 das Konzept durchgezogen. Die Männer treten zum letzten Mal in Nizza an. Die Frauen – angeführt von der deutschen Titelverteidigerin Laura Philipp – kämpfen parallel um die Krone auf der mythischen Strecke in Kailua-Kona. Dann ist Schluss mit der künstlichen Teilung.
Hawaii bleibt das Herz des Sports
Bis 2019 war Hawaii der unbestrittene Mittelpunkt der Ironman-Welt. Männer und Frauen gingen gemeinsam auf die Strecke, der Mythos Kona lebte. Und nicht selten schrieb das Event Sportgeschichte: Beim bislang letzten gemeinsamen Wettkampf triumphierten mit Anne Haug und Jan Frodeno gleich zwei Deutsche – ein Gänsehaut-Moment für Fans weltweit.
Jetzt kehrt der Sport zurück an diesen Ort. Zurück zur Tradition. Und vielleicht auch zurück zu mehr Authentizität. Die Trennung hat ihre Chance gehabt – und sie nicht genutzt.
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