Schafberg
Der Schafberglauf bietet immer wieder aufs Neue ein wunderbares Panorama. (Foto: © kunstbahr.at)
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Schafberglauf 2025: Hochspannung auf 1.188 Höhenmetern!

Der Countdown läuft: In St. Wolfgang fiebert die Berglaufszene dem wohl spektakulärsten Event des Jahres entgegen – dem 25. Internationalen Schafberglauf.

Am Samstag, dem 17. Mai 2025, fällt um Punkt 16:00 Uhr bei der Talstation der historischen SchafbergBahn der Startschuss für ein Berglauf-Spektakel, das Emotionen, Naturgenuss und sportliche Höchstleistungen vereint.

Ein Vierteljahrhundert Berglaufgeschichte – und kein bisschen müde

Die Jubiläumsedition des Klassikers steht unter dem Motto: „Laufen, wo andere staunen.“ Das Organisationsteam der Laufgemeinschaft St. Wolfgang rund um Werner Haas hat nichts dem Zufall überlassen. „Gegen Abend hin auf einen der schönsten Aussichtsberge Österreichs zu laufen, den Sonnenuntergang am Berg zu genießen und dann mit der Bahn ins Tal zu fahren, bleibt einzigartig“, schwärmt Haas, der auch heuer mit 50 Helfern im Einsatz steht – unterstützt von 15 laufbegeisterten Vereinsmitgliedern.

Die Zahlen beeindrucken: 176 Anmeldungen aus sieben Nationen sind bereits eingegangen – rund 250 Teilnehmer werden insgesamt erwartet. Und die Spannung an der Spitze könnte kaum größer sein!

Die Favoriten: Hochkarätige Duelle auf schmalem Grat

Bei den Damen will Amelie Muss ihren Triumph vom Vorjahr wiederholen. Die 22-jährige Ausnahmeathletin vom Martini Speed Team/LCAV Jodl Packaging gewann erst kürzlich zwei Vizestaatsmeistertitel in Innsbruck – sowohl im klassischen Berglauf als auch im Trail. Nun peilt sie nicht nur den Titel am Schafberg, sondern auch die Gesamtwertung des „Wolfgangsee-Champion“ an, der im Oktober mit dem 27-km-Lauf rund um den See abgeschlossen wird.

Auch bei den Herren bahnt sich ein enges Rennen an. Daniel Rohringer, vierfacher Schafberglauf-Sieger (2014, 2017, 2019, 2023) und Routinier im La Sportiva Mountain Running Team, will erneut ganz vorne mitmischen. Er präsentierte sich mit Platz 9 bei den Berglauf-Staatsmeisterschaften in Innsbruck in starker Form.

Nicht zu unterschätzen: Alexander Hanreich von #badischllaeuft, der 2024 Rang 11 belegte, und das junge Talent Roland Höll von der LG St. Wolfgang. Er lief im Vorjahr auf Platz 7 (54:41 Minuten) – Tendenz steigend! Auch Vereinskollege Robert Reiter mischt mit: Der M45-Meister im Halbmarathon und Marathon hat die Top 10 fest im Visier.

Bei den Damen gilt Stefanie Schöndorfer als stärkste Lokalmatadorin. Ihre Zeit aus dem Vorjahr (1:19:12 Stunden) brachte ihr Platz 10 – heuer soll es weiter nach vorne gehen.

Die Überraschungen von morgen?

Schafberglauf 2024: Start bei der Talstation der Schafbergbahn.

Der Berg schreibt seine eigenen Geschichten – das zeigt sich jedes Jahr. Besonders eindrucksvoll war 2024 der Triumph von Alexander Brandner (Kolland Topsport). Als kaum beachteter Starter pulverisierte er nicht nur die Konkurrenz, sondern stellte in 49:19 Minuten auch einen neuen Streckenrekord auf. Zudem bewies er bei der Nordischen Ski-WM 2025 mit Top-Platzierungen, dass seine Ausdauer auch im Schnee unschlagbar ist.

Immer für Staunen sorgt Hans Weber. Der 87-jährige Laufpionier aus Regau ist vielfacher österreichischer Masters-Meister und hat auch auf EM- und WM-Ebene Medaillen gesammelt. Er wird als ältester Teilnehmer erneut die M80 gewinnen – 2024 benötigte er gerade einmal 1:47:40 Stunden für die 7,2 km und 1.188 Höhenmeter.

Österreich dominiert – noch

Von 48 möglichen Siegen gingen 42 an österreichische Athleten – darunter große Namen wie die siebenfache Weltmeisterin Dr. Andrea Mayr (5 Siege) und Olympiasieger Christian Hoffmann. Doch auch deutsche Bergläufer wie Tina Fischl und Julius Ott haben bewiesen, dass man sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen darf.

Die Strecke: Natur, Nostalgie, Nervenkitzel

Seit 2021 führt die Strecke über ein neues, laufintensiveres Profil, das dennoch 1.188 Höhenmeter auf 7,2 Kilometern aufweist. Vom Start in St. Wolfgang (540 m) geht es über die Dorneralm (1.011 m) und Schafbergalm (1.366 m) bis zur Bergstation auf 1.730 Metern. Bei Schönwetter bietet der Gipfel ein 360°-Panorama – vom Wolfgangsee über den Mondsee bis zu elf weiteren Seen. Die Siegerehrung im traditionsreichen Hotel Schafbergspitze (Baujahr 1862) sorgt für ein würdiges Finale.

Mehr als nur ein Lauf

Der Schafberglauf ist auch logistisch perfekt durchdacht: Drei Labestellen, Umkleide und Duschen im Ziel, edle Glastrophäen für die Top 3 jeder Klasse, ein attraktives Starterpaket, Finishermedaille, persönliche Urkunde und die Gratis-Talfahrt mit der 132 Jahre alten Zahnradbahn machen das Event zu einem Rundum-Erlebnis.

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Wichtige Hinweise & Anmeldung

Die Startgebühr variiert je nach Anmeldezeitpunkt zwischen 35 und 50 Euro, inkludiert aber bereits die Rückfahrt mit der Bahn. Wer dabei sein will, sollte sich beeilen – bei 300 ist das Teilnehmerlimit erreicht! Persönliche Nachmeldungen sind am Renntag von 12:30 bis 15:30 Uhr möglich, sofern Plätze verfügbar sind.

Zuschauer können ihre Liebsten ebenfalls live am Gipfel empfangen – mit vergünstigten Tickets für die Berg- und Talfahrt (€ 39,80 für Erwachsene, € 11,90 für Kinder). Drei Bergfahrten am Nachmittag stehen zur Wahl, die Rückfahrt ist bis 21:00 Uhr möglich.

Ein Vierteljahrhundert Leidenschaft für den Berg

Der Schafberglauf hat sich in 25 Jahren vom Geheimtipp zum Fixpunkt im Berglaufkalender entwickelt. Er bietet nicht nur spannende Wettkämpfe, sondern auch Emotionen, Naturverbundenheit und eine ganz besondere Magie. Wer einmal dabei war, weiß: Dieses Erlebnis bleibt für immer.

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