Ich bin seit Jahren ein Ostafrika-Fan, besonders von Kenia. Im Oktober 2023 finishte ich den Nairobi Marathon, ein Jahr später war ich beim spektakulären Kilimandscharo Marathon in Tansania dabei.
Für Anfang Juni dieses Jahres war eigentlich Ruanda geplant, doch eine OP im März zwang mich zu einer längeren Pause. Anfang Juli erreichte mich dann eine überraschende Einladung: Ein Laufkollege aus Kampala, den ich im Februar 2024 in der Lodge in Moshi kennengelernt hatte, lud mich ein – am 23. August 2025 soll ich beim vierten Tusker Lite Rwenzori Marathon in Kasese starten. Ein Event, das sich seit seiner Premiere 2022 rasant zum Sport- und Tourismushighlight Ostafrikas entwickelt hat.
Registrierung, Visabesorgung, Organisation der Reise
Die Online-Anmeldung über die Veranstalterseite (https://www.rwenzorimarathon.com/) klappt problemlos, das Startgeld ist mit 20 USD sehr günstig. Schwierigkeiten bereitet jedoch das Touristenvisum: Der offizielle Link (https://visas.immigration.go.ug/) funktioniert nicht, beim Bezahlen von 50 USD via PayPal stürzt das System ab. „Visa on Arrival“ wird laut Regierungsseite nicht angeboten. Schließlich bleibt nur der Weg über eine private Agentur (https://evisatravel.org/uganda/), die den Antrag stark vereinfacht und 124 USD verlangt. Drei Tage später habe ich das Visum per Mail erhalten.

Anreise nach Uganda über Dubai
Bei Afrika- oder Asienflügen mit Emirates lege ich traditionell einen Stopp in Dubai ein. Selbst bei über 40° C Mitte August gibt es in den klimatisierten Malls genug zu unternehmen. Der A380-800 landet am 18. August um 23:10 Uhr, die Metro fährt da schon nicht mehr. Kurz nach Mitternacht bringt mich der Shuttle des Rove Hotels in Deira City Center zu meiner Stammunterkunft. Nach dem reichhaltigen Frühstück fahre ich mit dem Hotelshuttle für drei Stunden an den Strand nahe dem Burj al Arab. Wegen der Hitze ist er fast leer, das Meer über 30 °C warm. Später besuche ich die Deira City Mall, mache einige kleine Einkäufe und esse dort in einem asiatischen Lokal günstig.
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Flug nach Entebbe
Am 21.8. fliege ich um 09:55 Uhr vom Terminal 3 weiter nach Uganda. Nach weniger als fünf Stunden setzt die Boeing 777 in Entebbe auf.
Dank des hervorragenden Emirates-Entertainmentsystems vergehen die Flüge nie langweilig. Der Flughafen von Entebbe ist relativ klein, doch die Einreise zieht sich hin, es kommt zu Wartezeiten. Nach meiner Beobachtung lassen sich in diesen Ländern ältere Menschen um die 50 gerne im Rollstuhl an der Warteschlange vorbei schieben – um nach der Kontrolle plötzlich kerngesund aufzustehen.

Ein vorbestelltes Taxi bringt mich in zehn Minuten ins Hotel Horizon im Zentrum von Entebbe. Die Suite im 3. Stock mit großer Terrasse und Seeblick kostet 124 Euro pro Nacht inkl. Frühstück.

Zum Abendessen spaziere ich zur ca. 1 km entfernten Viktoria Mall. Gehwege gibt es nicht, der Verkehr ist chaotisch und gefährlich, Abgase hängen in der Luft. Hinter der Hauptstraße liegen dennoch grüne Villenviertel mit tropischen Bäumen und Bananenhainen. Wie in vielen Schwellenländern liegt entlang der Straße viel Müll, Plastiksäcke verweht der Wind.

Im Carrefour in der Viktoria Mall sind die Preise oft höher als z.B. in Dubai – trotz schwachem Uganda-Schilling (1 USD = 3750 UGX) und sehr niedrigen Durchschnittslöhnen, ein Polizist verdient kaum mehr als 120 USD.

Unweit davon befindet sich ein Markt, auf dem Handwerkskunst verkauft wird, zumeist Ölgemälde mit Tierdarstellungen und Porträts auf Leinwand.

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