Am Sonntag findet mit dem Halbmarathon die längste Disziplin bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2024 in Rom statt.
Der Halbmarathonlauf ist erst zum zweiten Mal Teil der EM. Bei den Männern ist ein Lokalmatador einer der Top-Favoriten im Feld.
Crippa will zweites EM-Gold
Denn Yemaneberhan Crippa, der 2022 in München Gold über 10.000 Meter gewann, strebt nun in Rom nach Gold im Halbmarathon. Die Strecke beginnt bei den Fori Imperiali und endet im Olympiastadion.
"Es wird spannend sein, in meiner Heimatstadt Rom zu laufen, umgeben von Kultur und wunderschöner Architektur", sagte Crippa gegenüber European Athletics. Mit einer Zeit von 59:26 Minuten ist Crippa der drittschnellste europäische Halbmarathonläufer aller Zeiten und führt ein starkes italienisches Team an.
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Deutschland sehr stark vertreten
Während Crippa seine Laufdistanz steigert, reduziert der Deutsche Richard Ringer seine Wettkampflänge. Denn der gewann vor zwei Jahren in München mit einem sensationellen Finish Marathon-Gold
Da in Rom auch die Mannschaftsmedaillen vergeben werden, gelten die Deutschen als klare Favoriten. Das Team umfasst unter anderem Amanal Petros, der den deutschen Marathonrekord mit 2:04:56 Stunden hält, sowie Samuel Fitwi und Hendrik Pfeiffer, die in diesem Jahr Zeiten von 2:06:27 bzw. 2:07:14 Stunden erreicht haben.
Oldie als Titelverteidiger
Der Halbmarathon wurde bisher nur einmal bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2016 in Amsterdam ausgetragen. Der damalige Sieger Tadesse Abraham tritt mit mittlerweile über 40 Jahren wieder an und gehört zu einem starken Schweizer Team, das auch den Europarekordhalter Julien Wanders (59:13 Minuten) umfasst, der nach vielen gesundheitlichen Rückschlägen wieder in Form ist. Zudem startet Matthias Kyburz, mehrfacher Weltmeister im Orientierungslauf, der bei seinem Marathondebüt in Paris im April 2:07:44 Stunden lief.
Gefährliche Außenseiter
Weitere ambitionierte Teilnehmer sind die Norweger Sondre Nordstad Moen und Zerei Kbrom – Letzterer gewann 2022 in München Silber über die 10.000 Meter hinter Crippa – sowie ein starkes israelisches Team, zu dem auch der Bronzemedaillengewinner der Marathon-EM 2022, Gashau Ayele, gehört.
Österreichs Männer-Team ist mit fünf Läufern vertreten, darunter Marathon-Rekordhalter Peter Herzog.
Fragezeichen bei den Frauen
Im Halbmarathon der Frauen gehört die 10.000-Meter-Europameisterin von 2018, Lonah Chemtai Salpeter, zu den Favoritinnen, obwohl ihre Fitness fraglich ist, da sie in dieser Saison noch kein Rennen bestritten hat.
Deutschland auch bei den Frauen stark
Zu den herausragenden Teilnehmerinnen zählen auch die deutsche Europarekordhalterin Melat Kejeta (65:18 Minuten), die dreifache Crosslauf-Europameisterin Karoline Bjerkeli Grøvdal (67:24 Minuten) sowie zwei starke Läuferinnen, die 2024 ihr Debüt für ihre neuen Heimatländer geben.
Die erfahrene Straßenläuferin Joan Chelimo, die 2018 mit einer Bestzeit von 65:04 Minuten für Kenia lief, gibt ihr Debüt für Rumänien. Helen Bekele Tola (66:45 Minuten), die nun für die Schweiz startet, hat nach langer Wartezeit die Freigabe erhalten, das Land zu vertreten.
Die Polin Aleksandra Lisowska, die 2022 in München überraschend Marathon-Gold gewann, ist ebenfalls wieder dabei, ebenso wie die Kroatin Mateo Parlov Kostro, die damals Silber im Marathon holte.
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