Am letzten Tag der Leichtathletik-Europameisterschaften kürte sich Jakob Ingebrigtsen zum dritten Mal im Serie zum Doppel-Europameister.
Der Norweger siegte über die 1.500 Meter souverän. Der Österreicher Raphael Pallitsch lief mit einem unfassbaren Finish fast noch in die Medaillenränge.
Bei EM weiterhin ungeschlagen
Wie auch schon 2018 in Berlin und 2022 in München holte Norwegens Lauflegende Jakob Ingebrigtsen sowohl über die 1.500 Meter als auch über die 5.000 Meter Gold. Der 23-Jährige ist damit bei Freiluft-Europameisterschaften weiterhin ungeschlagen. Nachdem Ingebrigtsen vor vier Tagen über die 5.000 Meter bereits souverän zu Gold lief, ließ er auch über die 1.500 Meter nichts anbrennen. Er lief mit neuem Meisterschaftsrekord von 3:31,95 Minuten ungefährdet zum Sieg.
Pallitsch mit sensationeller Aufholjagd
Hinter Ingebrigtsen entwickelte sich auf der Zielgeraden ein packender Schlussspurt um die weiteren Medaillenränge. Und beinahe hätte sogar der Österreicher Raphael Pallitsch in den Kampf um die Medaillenränge eingegriffen. Der Burgenländer arbeitete sich auf den letzten 100 Metern mit einen beeindrucken Sprint von Platz 14 bis auf Platz 6 nach vorne. Mit einer Zeit von 3:33,60 Minuten blieb er nur eine Hundertstel über seinem eigenen österreichischen Rekord und nur 26 Hundertstel hinter Bronze bzw. drei Zehntel hinter Silber. Auf die Plätze 2 und 3 liefen der Belgier Jochem Vermeulen und der Italiener Pietro Arese. Pallitsch fing auf den letzten Metern u.a. noch den Deutschen Robert Farken ab, der nach 3:33,98 Minuten Platz 8 belegte.
Wichtiger Hinweis: Dieses Buch macht dich zum besseren Läufer
Schweiz mit 4 x Gold
Das Schweizer Leichtathletik-Team beendete den Medaillenregen mit einer Goldmedaille durch Dominic Lokinyomo Lobalu. Für den Flüchtling aus dem Südsudan war es das erste internationale Großereignis für die Schweiz. Nach Bronze über die 5.000 Meter vor vier Tagen lief Lobalu nun über die 10.000 Meter gar zu Gold. Der 25-Jährige gewann nach einem taktischen Rennen in 28:00,32 Minuten vor dem Franzosen Yann Schrub und dem Spanier Thierry Ndikumwenayo. Die Deutschen Aaron Bienenfeld (28:18,19 Minuten) und Nils Voigt (28:21,28 Minuten) waren auf den Plätzen 15 und 16 chancenlos.
Bei den Frauen triumphierte über die 800 Meter erwartungsgemäß die Britin Keely Hodginskon.
Deutschland mit einer einzigen Goldmedaille
Deutschlands Leichtathletik-Team beendete die EM lediglich mit einer Goldmedaille. Die holte am letzten Wettkampftag erwartungsgemäß Weitspringerin Malaika Mihambo mit 7,22 Metern.
Die Staffel-Bewerbe am letzten Tag gewannen Italien (4 x 100 Meter Herren), Großbritannien (4 x 100 Meter Frauen), Belgien (4 x 400 Meter Männer) und die Niederlande (4 x 400 Meter Frauen). Im Weitsprung triumphierte der Tscheche Jakub Vadlejch vor dem Deutschen Julian Weber. Im Stabhochsprung war Armand Duplantis (Schweden) erneut unschlagbar.
Italien dominiert die EM
Die Medaillenwertung führte Gastgeber Italien mit 11 x Gold, 9 x Silber und 4 x Bronze überlegen vor Frankreich, Großbritannien, Norwegen und der Schweiz an (alle mit 4 Goldmedaillen). Deutschland belegte mit 1 x Gold, 3 x Silber und 6 x Bronze nur den 11. Platz. Österreich folgte mit 1 x Gold und 1 x Silber auf Rang 15.
Alle wichtigen Informationen zur Leichtathletik-EM 2024 in Italien:

Kommentar schreiben