Monaco Run
Monaco Run (© FMA)
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Monaco Run: Kipyegon mit Traum-Debüt; Krause läuft Bestzeit

Glitzernde Küste, schnelle Schuhe und eine Frau mit klarer Ansage: Faith Kipyegon hat beim Monaco Run ihr 10-Kilometer-Debüt hingelegt und dabei gleich eine Duftmarke gesetzt.

29:46 Minuten standen am Ende auf der Laufuhr. Für eine Athletin, die bislang vor allem auf der Bahn die Konkurrenz zerlegt hat, war es der erste Ausflug auf diese Distanz im Straßenrennen. Und der hatte es in sich.

Die 32-Jährige, die 2023 in Monaco bereits den Meilen-Weltrekord auf der Bahn in 4:07,64 Minuten aufgestellt hatte, taucht mit dieser Leistung nun auf Rang 14 der ewigen Weltbestenliste über 10 Kilometer auf der Straße auf. Für ihr bislang längstes Rennen ein Einstand, der Eindruck hinterlässt.

"Ich komme einfach gerne nach Monaco", sagte sie vor dem Start des Monaco Run. "Es ist ein ganz besonderer Ort, an dem ich normalerweise gerne auf der Bahn laufe. Jetzt bin ich mit einer anderen Mission hier, um auf der Straße zu laufen. Das ist eine weitere Herausforderung, mehr als 5 Kilometer auf der Straße zu absolvieren. Es geht darum zu lernen und zu verstehen, wie die Straße funktioniert. Ich spreche normalerweise davon, in Zukunft einen Marathon zu laufen. Das hier ist der Anfang."

Kontrolliert, dann gnadenlos schnell

Der Monaco Run entwickelte sich für Kipyegon zu einem taktisch sauberen Auftritt. Die Zwischenzeit bei 5 Kilometern: 14:59 Minuten. Gemeinsam mit Benard Soi und Yonah Mateiko hielt sie das Tempo stabil, ehe sie auf den letzten Kilometern noch einmal anzog. Am Ende stand der Sieg in 29:46 Minuten. Ein Debüt, das man so gerne mitnimmt.

Später schrieb sie in den sozialen Medien: "Was für ein schöner Morgen! Dankbar für mein 29:47 10k-Debüt auf der Straße und ich freue mich schon auf mehr." Kleine Differenz in der Endzeit, große Freude im Herzen.

5 Kilometer Spektakel beim Monaco Run

Auch über 5 Kilometer brannte der Monaco Run ein wahres Feuerwerk ab. Diane van Es schnappte sich den Sieg in 14:33 Minuten und stellte damit einen niederländischen Rekord auf. Es war zugleich die zweitschnellste je von einer Europäerin auf der Straße gelaufene Zeit.

Hinter ihr folgten Jana Van Lent aus Belgien mit nationalem Rekord von 14:48 Minuten und Klara Lukan aus Slowenien in 15:04 Minuten. Van Es hält zwar den offiziell ratifizierten Europarekord von 14:39 Minuten, aufgestellt im Vorjahr ebenfalls beim Monaco Run, doch Nadia Battocletti war inzwischen 14:32 Minuten gelaufen. Diese Marke wartet allerdings noch auf die offizielle Anerkennung.

Gesa Krause überzeugt mit Bestmarke

Aus deutscher Sicht sorgte Gesa Krause für starke Schlagzeilen. Hinter Laura Muir und Izzy Fry lief sie als Sechste ins Ziel. 15:21 Minuten bedeuteten für die Hindernis-Spezialistin nicht nur fünf Sekunden schneller als ihre bisherige Bestzeit aus Lille im Vorjahr, sondern auch eine Premiere: Erstmals blieb sie auf der Straße unter ihrer Bahn-Bestmarke über 5.000 Meter von 15:24,53 Minuten aus dem Jahr 2017.

Schneller waren unter deutschen Läuferinnen über diese Distanz nur Konstanze Klosterhalfen mit 14:52 Minuten, Irina Mikitenko mit 15:16 Minuten, Kathrin Weßel mit 15:17 Minuten und Uta Pippig mit 15:20 Minuten. Luminita Zaituc war exakt gleich schnell wie nun Krause. Offizielle deutsche Rekorde über 5 Kilometer auf der Straße führt der Deutsche Leichtathletik-Verband nicht.

Niederländischer Doppelschlag bei den Männern

Der Monaco Run hatte auch im Männerfeld über 5 Kilometer Tempo im Angebot. Tim Verbaandert setzte sich in 13:24 Minuten durch, dicht gefolgt von seinem Landsmann Juan Zijderlaan in 13:28 Minuten. Platz drei ging an den Franzosen Valentin Gondouin in 13:29 Minuten. Oranje jubelte doppelt, das Publikum bekam Rennsport vom Feinsten serviert.

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